28 Tage ohne Zucker – Woche 2

28 Tage ohne Zucker – Woche 2

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Wie ich ja bereits letzte Woche schon schrieb, versuche ich 28 Tage ohne Zucker auszukommen. In dem Beitrag hatte ich euch auch erklärt, warum ich das ganze tue und welche Auswirkungen Zucker auf den menschlichen Organismus hat. Die Inspiration dafür hat mir Nadine von SweetPie gegeben, mit der ich mich beim Blogger-Event von Tilda über dieses Thema unterhalten hatte. Sie hat den Zuckerentzug längst hinter sich und ebenfalls sehr ausführlich darüber auf ihrem Blog berichtet. Zudem findet ihr bei ihr viele leckere und zuckerfreie Rezepte, die euch dieses „Experiment“ ein wenig erleichtern. Bei mir geht es heute erst in die zweite zuckerfreie Woche, die aber einige Veränderungen parat hält.

28 Tage ohne Zucker

Was beim Zuckerentzug mit deinem Körper passiert

Je nachdem, wie viel Zucker man vorher konsumiert hat, kann der Verzicht sehr anstrengend werden. Neben körperlichen Symptomen wird man auch von psychischen Entzugserscheinungen geplagt. So sind gerade die ersten Tage die schwersten. Die häufigsten Symptome sind dumpfe Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Trägheit, schlechte Laune und eine geminderte Leistungsfähigkeit. Zudem wird man immer öfter den Impuls verspüren, etwas Süßes essen zu wollen.

Warum der Zuckerentzug so hart ist

Damit eine Sucht entstehen kann braucht man a) einen Stoff, der süchtig machen kann und b) ein suchtanfälliges Gehirn. Zudem benötigt es ein Ungleichgewicht zwischen dem Serotoninspiegel und dem Dopaminspiegel. Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff, der im Gehirn dann ausgeschüttet wird, wenn wir uns freuen und gibt uns den nötigen Antrieb. Serotonin vermittelt uns hingegen das Gefühl von Befriedigung und Entspannung.¹

Auch wenn es kaum vorstellbar ist, Zucker hat genau diese Auswirkungen auf den Körper und wirkt somit ähnlich wie Alkohol, Zigaretten oder sogar Drogen. Dementsprechend sind die Entzugserscheinungen ähnlich hart, wie der eben genannten. Wie schaut es bei euch aus? Konnte ich euch jetzt überzeugen, mein Experiment mitzumachen? Es ist jedenfalls nie zu spät, damit anzufangen. .

Tag 8:
Der dumpfe Kopfschmerz ist endlich weg, dafür hab ich irgendwie total das Hungergefühl. Sehr komisch, denn ich esse ja ganz normal und verzichte lediglich auf zuckerhaltige Lebensmittel. Dennoch hab ich immer Hunger. Selbst kurze Zeit nach dem Essen verspüre ich direkt wieder ein Hungergefühl. Sehr komisch aber wahrscheinlich ist das die neue Phase des Zuckerentzugs. Ansonsten habe ich es heute ganz gut durch den Tag geschafft und es gab auch keine „Sündigungsfallen“, die mir den Tag erschwert haben.
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Tag 9:
Mhhhh, dieser Hunger! Ich essen nun schon Möhrchen und Fenchel zwischendurch, weil ich einfach so schlimm Hunger habe. Es ist aber ganz komisch, weil es kein echter Hunger ist. Also ich bin Papp satt aber habe das Gefühl essen zu müssen. Zudem hab ich nach dem Mittagessen immer das Gefühl, dass ich platzen müsste. Mein Bauch ist so aufgebläht und tut weh. Ich muss echt gestehen, dass ich lieber die Kopfschmerzen hatte… Mir wird mit jedem Tag bewusster, wie giftig Zucker eigentlich für unseren Körper ist und wie schlimm er reagiert, wenn man ihm das einfach wegnimmt.
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Tag 10:
Ich hasse dieses Experiment heute mal wieder ein Stück mehr. Es gab nämlich in der Kantine heute sooo leckere Kuchenstücke. Darunter auch ein hausgemachter Käsekuchen und ich liebeeee Käsekuchen. Das ist echt gemein, wenn  deine Kollegin dann auch noch genüsslich ein Stück vor dir verspeist. So ein fieser Tag, ich denke die ganze Zeit an diesen blöden Kuchen…
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Tag 11:
Heute fragte mich meine Kollegin, ob mir denn auch die ganze Zeit kalt sei, weil ich auf Zucker verzichte. Als sie das sagte fiel mir auf, dass dem wirklich so ist. Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass es da einen Zusammenhang geben könnte. Sie hat dieses Phänomen jedenfalls auch, wenn sie auf Diät ist und somit auf Süßigkeiten verzichtet. Es stimmt, mir ist ständig extrem kalt. So kalt, dass es anderen schon auffällt und solche „werde ja nicht krank“ Kommentare kommen. Wahnsinn oder, mein Körper reagiert ja viel extremer, als ich es gedacht hatte. Ich versuche für die verbleibenden Tage nun noch mehr in mich zu gehen und zu lausche, was sich da gerade so alles abspielt. Es bleibt also spannend.
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Tag 12:
Yea, Hoch die Hände – Wochenende. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich relativ gut gefühlt und keine Symptome bemerkt habe. Etwas fröstelig bin ich noch aber ansonsten ging es wunderbar durch den Tag und ich freue mich jetzt tierisch aufs Wochenende und unsere lieben Freunde, die gleich zu Besuch kommen. Zum Nachtisch wird es sogar nur gegrillte Melone geben. Ist übrigens voll lecker und in meinem Zuckerentzug erlaubt 🙂
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Tag 13:
Heute hatte ich wieder einen kleinen Symptome-Rückfall und total mit Heißhunger und Völlegefühl zu kämpfen. Da habe ich mich gestern wohl zu früh gefreut 🙁
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Tag 14:
Woche Zwei ohne Zucker neigt sich dem Ende und die Unannehmlichkeiten von gestern müssen wohl doch eher die Müdigkeit gewesen sein (es wurde nämlich am Freitag spät). Heute hatte ich keine Symptome und ich glaube auch, dass es jetzt so langsam dabei bleiben wird.

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Fazit:
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Die Zweite Woche ist rum und ich fange langsam an, den Zucker nicht mehr so sehr zu vermissen. Langsam ist es ok, nach dem Essen im Restaurant keinen Nachtisch zu bestellen oder in der Mittagspause nicht in die Eisdiele nach neben an zu gehen. Dennoch, es gibt schon noch Momente, an denen es mir ohne Zucker schwer fällt und die Nebenwirkungen mich nerven. Die Kopfschmerzen sind zwar weg dafür hatte ich aber oft ein Hungergefühl, ohne wirklich Hunger haben zu können, und habe unheimlich gefroren.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr den Versuch auch gestartet und wie ist es euch dabei  ergangen?

 .
Liebe Grüße,
eure Graziella ♥

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1 Quelle: Zentrum der Gesundheit

7 thoughts on “28 Tage ohne Zucker – Woche 2

  • 16. Oktober 2016 um 9:27
    Permalink

    HUT AB! Ich bin absolut Zucker-Süchtig und das ist nicht mal lustig. Ich versuche eben genug Obst&Gemüse zu essen und genug Sport zu machen, damit mein Körper nicht komplett aus der Bahn kommt. Ich finde das wirklich richtig klasse und das klingt so banal „Ohne Zucker“, aber jeder der das mal probiert hat, merkt, dass das gar nicht so einfach ist!
    Liebste Grüße! 🙂

    Antwort
    • 6. November 2016 um 8:08
      Permalink

      Hallo Katy, lieben Dank für dein Kommentar 💙 Ich war auch sehr „süchtig“ und es ist auch echt nicht einfach, auf Zucker zu verzichten. Aber ich kann es nur empfehlen, der Kampf lohnt sich ☺️

      Antwort
  • 16. Oktober 2016 um 15:38
    Permalink

    Liebe Graziella, welches Ziel verfolgst Du mit dem Experiment? Möchtest Du Deinen Zuckerkonsum auf Dauer beschränken oder abstinent bleiben? Es gibt ja einige Alternativen zu Fabrikzucker. Was darf man alles nicht essen? Geht es nur um Zucker? Honig? Agavendicksaft? Alles nicht erlaubt? Wo finde ich die „Teilnahmebedingungen?
    Viele liebe Grüße aus Kiel von Iris

    Antwort
    • 16. Oktober 2016 um 16:02
      Permalink

      Hallo Iris,

      lieben Dank für dein Kommentar. Ich möchte ihn auf Dauer beschränken und öfter auf „natürliche Zucker“ wie Honig zurückgreifen. +

      Es geht hier nur um Haushaltszucker aber ich esse bewusst momentan auch keine Zuckeralternativen, damit ich von dem Drang nach Süßem weg komme. Es gibt keine Teilnahmebedingungen 😉 Einfach alles weg lassen, wo Zucker drinnen ist. Obst, Honig usw. wären erlaubt.

      Ganz liebe Grüße
      Graziella

      Antwort
  • 16. Oktober 2016 um 16:43
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    Hallöchen,
    ich habe letzte Woche auch begonnen, nach deinen Erfahrungen hier. Ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich so schlimm ist und bezweifle, dass ich es nächste Woche aushalten werde. Daher Hut ab für deine 2. Woche!

    Halte durch.
    LG Jessi

    Antwort
    • 16. Oktober 2016 um 16:46
      Permalink

      Hallo Jessi,

      lieben Dank für deine Nachricht. Doch, das schaffst du 😄 ich glaub an dich und bin gespannt, was du nächste Woche berichtest.

      Liebe Grüße,
      Graziella

      Antwort
  • 17. Oktober 2016 um 6:25
    Permalink

    Hey, das ist wirklich sehr interessant und regt definitiv zum Nachdenken an. Danke!

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