Eat the World: Eine kulinarische City-Tour durch Sachsenhausen

Eat the World: Eine kulinarische City-Tour durch Sachsenhausen

Neulich wurde ich von Eat the World zu einer kulinarischen City-Tour durch Sachsenhausen eingeladen. Mit meiner besten Freundin Sandra vom Logbuch Travelblog, trafen wir uns mit 12 anderen hungrigen Teilnehmern und einem City-Guide am Metzlerpark, von wo aus die Tour startete. Der Metzlerpark befindet sich zwischen dem Museum für Angewandte Kunst und dem Museum der Weltkulturen am Schaumainkai, der kilometerlangen Uferanlage Sachsenhausens. Übrigens liegen in Sachsenhausen ganze 13 Museen direkt in unmittelbarer Nähe zueinander, darunter z. B. das Städel und das Liebighaus.

 City-Tour durch Sachsenhausen

Die Tour begann mit einer kurzen Einführung in die Historie Sachsenhausens. Anschließend ging es auch schon durch den Metzlerpark in die Schweizer Straße, zur Frankfurter Senfgalerie.  Hier gibt es unzählige Sorten an Senfen und die leckerste ist definitiv der Apfelwein-Senf, der durch seine süßliche Note der ideale Begleiter zu Sauerkraut und Rippchen ist. Aber auch pur aufs Brot ist dieser Senf ein Hochgenuss und so konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, ein Gläschen feinsten Apfelwein-Senf mitzunehmen.

Nach dem kleinen Senf-Tasting ging es zum Hauptgang ins Ma Pasta, wo uns Sandro D’Angelo bereits mit leckeren Nudeln erwartete. Im ersten Moment erscheint dieser Stopp nicht so wirklich zu Sachsenhausen zu passen aber bei der Tour liegt das Augenmerk eben nicht auf die Apfelweinwirtschaften, sondern auf kleine aber feine Anbieter kulinarischer Produkte aus aller Welt. Und dafür steht Sachsenhausen genauso sehr, wie für die bekannten Lokale wie das Wagner oder das Fichterkränzi.

Sandro macht seine Nudeln und alle Saucen und Desserts übrigens selbst, nach alten italienischen Rezepturen. Die Pastagerichte können vor Ort, unterwegs oder zu Hause genossen werden. Zudem kann man die selbst gemachte Pasta auch kaufen, um in der heimischen Küche damit zu experimentieren.

Gut gestärkt ging es anschließend entlang der Schweizer Straße weiter und so schlenderten wir ein wenig durch die Stadt. Was mir an Sachsenhausen besonders gut gefällt ist, dass in jeder Ecke etwas los ist. Man trifft ständig Menschen und ein kleiner Laden reiht sich an den Nächsten. Die alten Hausfassaden, die Straßenschilder zwischen Bäumen und die vielen Bierbankgarnituren mit der typischen „Bembel-Deko“ machen das Stadtbild perfekt.

 City-Tour durch Sachsenhausen

Auf der Schweizer Straße lag auch das nächste Highlight der Tour, das TeeDeUm. Inhaberin Rosa Clemente Morello hat sehr viel Liebe in ihren kleinen Laden gesteckt. So findet man dort neben italienischen Leckereien wie Olivenöle, Destillate, Essige und Pestos auch Tee, Bücher und allerhand Nettes für Heim und Garten. Als Snack gab es Ciabatta mit Tomaten- sowie Olivenpaste, was sehr lecker war. Fasziniert hat mich aber besonders die Liebe zum Detail, die Rosa in ihr TeeDeUm steckt. Für mich persönlich war dieser Ort die schönste Station von allen.

 City-Tour durch Sachsenhausen

Nach einigen weiteren Stopps (die ich euch Zwecks Überraschungseffekt nicht verraten möchte) waren wir wirklich pappsatt und so nahte auch schon das Ende der Tour. Im letzten Abschnitt ging es dann über die Textorstraße in das Brückenviertel, wo uns Petra (unser Guide) eine sehr spannende Geschichte über die Sage vom Brickegickel erzählte.

So ließ sich demnach der Baumeister mit dem Teufel ein, weil er den Bau der Brücke nicht rechtzeitig vollenden konnte. Der Teufel hatte in einem Vertrag darauf bestanden, dass die Seele des ersten lebenden Wesens, welches über die Brücke gehen würde, ihm gehöre. Nach einem alten Brauch musste der Baumeister selbst als erste Person über die Brücke gehen, weshalb der Teufel mit seiner Seele rechnete. Er war aber schlauer und jagte einen Hahn vor sich über die Brücke. Der Teufel zerriss das Huhn aus Wut in der Luft, hob einen Felsbrocken aus dem Main und schleuderte ihn auf die Brücke, sodass ein riesiges Loch entstand. Der Baumeister war aber gerettet. Seitdem thront ein goldener Gockel über der Brücke.

 City-Tour durch Sachsenhausen

Nach dieser kleinen Reise in die Vergangenheit Sachsenhausens, lag auch schon der krönende Abschluss des Tages  vor uns. Eine Kugel Stracciatella aus einer besonderen Eismanufaktur in der Wallstraße. Das Eiscafé bietet Bio-Eis an, das frei von künstlichen Aromen, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern ist. Vor dem Café stehen kleine Tischchen mit Stühlen, von denen aus man das wilde Treiben auf der Straße beobachten oder sich einfach nach der kulinarischen Tour ausruhen und sein Eis genießen kann.

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Nun noch ein paar Fakten zur City-Tour durch Sachsenhausen: Die Tour kostet 33,00 Euro pro Person, Kinder bis einschließlich 12 Jahren zahlen 16,50 Euro. Man besucht in ca. 3 Stunden 7 Stationen. Tour-Tage sind immer freitags und samstags und können online im Voraus gebucht werden. Leider eignet sich die kulinarische Kurzreise nicht für Veganer oder Menschen mit Laktose- oder Glutenintoleranz sowie Nussallergien. Wichtig zu wissen ist auch,  dass die Tour bei jedem Wetter stattfindet, egal ob Regen, Schnee oder Hitze.

Übrigens bietet Eat the World noch eine Nordend und eine Bahnhofsviertel-Tour an, sowie ganz viele andere Routen in deutschen Großstädten. Mehr Infos erfahrt ihr auf deren Homepage. Ich kann euch solch eine Tour echt empfehlen. Sandra und ich hatten jedenfalls eine Menge Spaß und haben viele tolle Eindrücke gewinnen können. Und es ist immer wieder spannend zu sehen, wie wenig man seine Stadt eigentlich kennt…

Ganz liebe Grüße,
eure Graziella ♥

ps. Besucht doch mal meine liebste Freundin Sandra auf ihrem schönen Travel Blog 🙂

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