Gastbeitrag: Kekse mit Royal Icing by Käthes Kekse

Gastbeitrag: Kekse mit Royal Icing by Käthes Kekse

Den Abschluss meiner Geburtstagswochen macht heute Käthes Kekse. Mitgebracht hat die liebe Käthe uns diese tollen und leckeren Kekse mit Royal Icing. Wie ihr seht, ist das besondere daran, dass sie mein Logo da drauf gemalt hat. Ich muss zugeben, dass ich mir das so von ihr gewünscht hatte 🙂 Und als ich das Ergebnis sah, war ich so richtig happy, denn sie sind wirklich sehr schön geworden – findet ihr nicht auch? Käthe habe ich übrigens über den Food Blogger Stammtisch kennengelernt und da sie eine sehr offenen und herzliche Art hat, muss man sie einfach auf anhieb mögen. Mit Käthe wird es nie langweilig und sie zaubert einem immer ein Lächeln in Gesicht. Daher bin ich sehr froh, dass sie heute der letzter Gast eines ganz tollen Geburtstages ist. Herzlichen Dank liebe Käthe und nun bist du dran:


Hallo Zusammen, ich bin die Käthe von Käthes Kekse. Neben meinem Dasein als Keks-Bloggerin auf KäthesKekse.de, bin ich inzwischen auch eine hauptberufliche Keksdesignerin. Mit ganz viel Liebe zum Detail dekoriere ich Kekse mit Royal Icing – ganz nach Euren Wünschen oder nach meinen eigenen Entwürfen passend zu Euren Ideen. Graziella hat Ihren Blog seit nun mehr zwei Jahren, etwa ebenso lange kenne ich sie schon.

In dieser relativ kurzen Zeit hat sie bewundernswert viel Erfolg mit dem, was sie leidenschaftlich tut, gehabt.  Sicher gehört eine Portion Glück dazu. Auf die Gelegenheiten, die sich ergaben, war sie immer perfekt vorbereitet. Und manche Gelegenheit hat sie auch dazu gemacht. Ich hege eine große Hochachtung vor Ihr und dem, was sie auf die Beine gestellt hat.

Kekse mit Royal Icing

Zutaten:

Für die Kekse:
750 g Mehl
500 g weiche Butter
2 Eier
200 g Zucker
abgeriebene Schale von einer Zitrone
Mark einer Vanilleschot
1 Prise Salz

Für das Royal Icing:
4 Eiweiß
1 kg feinen Puderzucker

oder

Royal Icing / Meringue-Mix (z. B. von Wilton oder BackFun)
1 TL Zitronensaft
Vanilleextrakt (kein Backaroma, denn das enthält Öl)
Lebensmittelfarbe z. B. Progel von Rainbow Dust

Zum Dekorieren:
Spritzbeutel, Adapter und runde Spritztüllen in Größe 2 und 1,5
(etwa 1,5 mm bzw 1 mm große Lochtülle)
Scriber-Tool, z. B. von PME oder Zahnstocher
schwarzer Lebensmittelfarbstift, z. B. von Silikomart
Runde Ausstecher in verschiedenen Größen
Rutschfeste, saubere Unterlage, z. B. eine Silikonbackmatte oder Küchenpapier
Blaues Icing in 10-Sekunden-Konsistenz (2er Tülle)

Farben und Konsistenzen:
graues Icing in Piping-Konsistenz und 10-Sekunden-Konsistenz
(beides im Spritzbeutel mit 2er Tülle)
Weißes Icing in 10 Sekunden-Konsistenz
(im Spritzbeutel mit 2er Tülle)
Schwarzes Icing in 10 Sekunden-Konsistenz
(im Spritzbeutel mit 1,5 er Tülle)

Ich nehme gern die Werkzeuge von Wilton oder PME. Wofür Ihr Euch entscheidet, ist anfangs sicher eine Preisfrage. Die Tüllen von PME sind aus Edelstahl, Spülmaschinenfest und meiner Meinung nach hochwertiger, kosten mit ca 4 € pro Stück  aber auch etwas doppelt so viel wie Wilton-Tüllen. Am Anfang könnt Ihr aber auch ruhig die Spritzbeutel vom DM oder einfache Gefrierbeutel nehmen.

Zubereitung:

Für die Kekse:
Das Rezept ist fast das eines klassischen Mürbeteigs, allerdings wird die Butter hier nicht kalt mit den Zutaten verknetet. Mit der weichen Butter gelingt es leichter, dass die Kekse ihre Form behalten.

Die Butter mit dem Zucker, Vanille und Zitronenschale in der Küchenmaschine mit dem Rührbesen schaumig rühren. Die Eier nacheinander unterrühren.

Dann zum Knethaken wechseln und Mehl und Salz dazu geben. Rühren, bis das Mehl gerade so eingearbeitet ist, dann mit den Händen noch einmal durchkneten.

Der Teig sollte mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen, dazu gebe ich gern den Teig portionsweise in Gefrierbeutel und rolle ihn darin auf 5 mm aus. Dann kann ich nach der Ruhezeit gleich mit dem Ausstechen loslegen.

Die Kekse dann im vorgeheizten Backofen bei 170°C etwa 10-12 Minuten backen. Wer den Keks gern dunkler mag, kann auch ruhig 14 Minuten daraus machen.

Für das Royal Icing:
Ich mag am liebsten das Icing aus echten Eiern, schneller geht’s mit Mischungen, die nur noch mit Wasser angerührt werden. Egal, für was Ihr Euch entscheidet, wichtig ist, dass alles Gerät absolut sauber und vor allem fettfrei ist. Meist wische ich die Rührschüssel und den Rührer nochmal mit Essig oder Zitronenwasser ab. Ich arbeite am liebsten mit der Küchenmaschine, mit dem Handrührer geht es auch, dauert aber etwas länger.

Los geht’s: Die Eier trennen (Eigelb anderweitig verwenden) und das Eiweiß mit etwa 2/3 des gesiebten Puderzuckers in der Küchenmaschine auf langsamer Stufe verrühren. Dann den Rest unterrühren und den Zitronensaft sowie Vanilleextrakt dazu geben. Das Icing so lange rühren, bis es eine seidige, aber recht feste Konsistenz hat, etwa so wie Zahnpasta. Das dauert je nach Rührgerät etwa 3-5 Minuten. Gebt acht, dass das Icing nicht überschlagen wird, es wird sonst am Ende nicht richtig fest.

Bevor das Icing in die richtige Konsistenz gebracht wird, färbe ich es ein. So kann ich sichergehen, dass alle Portionen die gleiche Farbe haben. Ich verwende die ProGel-Farben von RainbowDust. Das blau ist „Aqua“, das grau ganz, ganz wenig „Black“. Damit das weiß richtig strahlt, nehme ich Extra White von Sugarflair. Denkt daran, das Icing immer mit einem feuchten Tuch oder Küchenpapier abzudecken, sonst krustet es sehr schnell.

Das eingefärbte Icing bringen ich mit ein paar Tropfen Wasser in die Piping-Konsistenz (siehe unten). Davon nehme ich jeweils etwa ordentliche 3 EL Icing ab und gebe es in Spritzbeutel, die vorab mit den Adaptern und Tüllen bestückt wurden.

Mit etwas mehr Wasser verdünne ich das restliche Icing auf 10-Sekunden-Konsistenz und gebe auch das Icing in einen Spritzbeutel mit 2er Tülle. Diese 10 Sekunden ergeben sich so: ich gehe mit meinem Löffel längs durch das Icing und wenn sich die Oberfläche nach 10 Sekunden wieder geglättet hat, passt die Konsistenz. Das Icing fließt noch leicht zusammen. Es hält aber auch die Form, wenn eine einzelne Linie gespritzt wird. Nun verschließt die Beutel hinten. Ich mache das am liebsten mit den kleinen Drahtstreifen, die bei Gefrier- oder Frühstücksbeuteln dabei sind. Ein Haushaltsgummi tut es aber auch.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir uns alle erschrocken haben, als bei einem Workshop das Icing aus Graziellas Spritzbeutel auslief und genau auf Ihrer Kamera landete. Ohwehohweh! Zum Glück war aber nichts Schlimmeres passiert.

Graziellas Logo besteht aus den Ringen in blau und grau mit einem weißen Zentrum. Die Kreise zeichne ich mit den runden Ausstechern als Schablone mit dem Stift vor und ziehe die Linien dann mit dem Icing nach. Die Ringe fülle ich mit der jeweiligen Farbe und verteile sie nochmal vorsichtig mit dem Zahnstocher bzw dem Scriber Tool.

Nachdem das Icing über Nacht komplett durchgetrocknet ist, zeichne ich das Logo mit dem schwarzen Stift vor und fahre mit dem schwarzen Icing nach. Das Logo lasse ich noch etwa weitere 6 Stunden trocknen. Wenn die Kekse ganz durchgetrocknet sind, verpacke ich sie gern in hübsche Zellophantütchen mit passender Schleife. Und mit etwas Luftpolsterfolie gepolstert, stabil genug für einen Versand durch Hessen.

Liebe Graziella, vielen Dank für die Einladung! Ich habe mich so sehr darüber gefreut und hoffe, dir ebenfalls eine Freude gemacht zu haben.

Herzlichste Grüße
Deine Käthe
.


.

Kommentar verfassen