Wie ich die ZDF Kochshow „Die Küchenschlacht“ gewann und zur Hobbyköchin des Jahres 2016 wurde!

Wie ich die ZDF Kochshow „Die Küchenschlacht“ gewann und zur Hobbyköchin des Jahres 2016 wurde!

Mein Herzensmensch sagte mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit, dass ich mich mal bei der ZDF Küchenschlacht anmelden soll. Irgendwie hatte ich mich bislang aber nicht getraut. Ich fand es nämlich immer sehr sportlich, in 35 Minuten zu kochen, da ich mir sonst immer sehr viel Zeit dabei lasse und dann auch noch vor Publikum und Kamera. Außerdem bin ich recht schüchtern was sowas angeht, auch wenn man mir das manchmal nicht glauben mag. Schon der Dreh mit Björn Freitag für die WDR Servicezeit war eine Herausforderung, nur da hatte ich alle Zeit der Welt und keinen Wettkampf im Nacken.

Aber ich dachte mir dann, dass es eine schöne Möglichkeit sei, euch mal zu zeigen, dass ich wirklich kochen und nicht nur mein Essen schön in Szene setzen kann. Letztendlich habe ich mir also doch einen Ruck gegeben und bin heute ganz froh darüber. Denn die Küchenschlacht war für mich eine Hammer Erfahrung, wenn auch nervenaufreibend und emotional. Der Druck steigt von Sendung zu Sendung und ist im Finale dann so hoch, dass man wie in Trance ist. Ich glaube, wenn man so etwas einmal erlebt hat, sieht man zukünftige Folgen oder auch andere Entschiedungsshows mit ganz anderen Augen. Die Nervosität spielt nämlich bei allem was man da tut eine ganz entscheidende Rolle.

Die Küchenschlacht

Aber jetzt wieder zurück zum Anfang – die Anmeldung. Da gibt es nämlich so ein komisches Formular, das man ausfüllen muss. Hier beantwortet man ein paar Fragen zur eigenen Person, warum man sich anmeldet und was man schon alles so Tolles gekocht hat. Außerdem muss man zu jeder Sendung bereits zwei Rezepte einreichen. Es ist ja immer so, dass Montag das Leibgericht gekocht wird, Dienstag eine Vorspeise, Mittwoch ein Hauptgericht, Donnerstag Hauptgericht mit Dessert und Freitag das Rezept des Moderators. Puhhh, dachte ich mir… Was soll ich da bloß einreichen, was in 35 Minuten gut zu kochen ist, schmeckt und nicht alltäglich ist? Nach langem Überlegen hatte ich meine Rezepte dann zusammen und an die Fernsehmacher geschickt.

Nach ein paar Wochen bekam ich dann einen Anruf aus Hamburg und hatte eine nette Dame am Telefon. Sie hatte tolle Neuigkeiten für mich: Ich bin zur Küchenschlacht eingeladen! Meine ersten Gedanken: Wow! Oder doch nicht? Cool! Hilfe, was mache ich jetzt nur? PANIK!!!! Dann fing sie aber an zu erklären, wie das ganze ablaufen würde und dass ich noch genug Zeit hätte, mich vorzubereiten. Und so vergingen die Wochen, ich musste erneut unzählige Fragebögen ausfüllen und habe meine Gerichte mehrmals gekocht, um mich an das Zeitfenster der 35 Minuten zu gewöhnen. Da die Sendung nach Ostermontag ausgestrahlt wurde, ist eine Folge ausgefallen. So hatte ich nur noch vier Rezepte auf die ich mich vorbereiten musste. Wobei ich beschloss, das Rezept von Alexander Kumptner nicht vorher Probe zu kochen, da ich dachte, dass ich eh nicht ins Finale kommen würde.

Dann war es endlich soweit und ich bin mit meinem Herzensmensch nach Hamburg gefahren. Wir hatten die Gelegenheit genutzt und sind ein paar Tage früher angereist, um uns die Stadt anzuschauen. So hatten wir vor den Aufzeichnungen noch etwas „Ruhe vor dem Sturm“, was sehr schön war.

Als es dann das erste Mal ins Studio ging war ich total gespannt, wie die anderen fünf Teilnehmer so sein würden. Ich muss sagen, wir waren uns auf Anhieb alle sympathisch und es hatte hinter den Kulissen mega Spaß gemacht. Die Stimmung war super, wir haben uns alle sehr wohl gefühlt und waren abends sogar zusammen Essen. Eine sehr liebe Gruppe! Da waren zum Beispiel Ulrich mit seiner Frau Ruth, beides so herzallerliebste Menschen die ich direkt in mein Herz geschlossen hatte. Dann Knut, der immer einen Witz auf Lager hatte und unser Ruhepol war. Angie, die mich mit ihren Geschichten und ihrer Lebenserfahrung so fasziniert hat oder Sybille, die unheimlich viel übers Kochen wusste.

Die Küchenschlacht

Copyright: ZDF/Gunnar Nicolaus .. Ulrich Haaf, Graziella, Knut Barde, Alexander Kumptner, Angie Alessio, Patrick Ganske, Sybille Lietzmann (v.l.n.r.)

Nach einem kurzen Kennenlernen mit Vorstellungsrunde ging es dann in die Maske. Ja, Schminke, Schminke und nochmals Schminke. Da ich ja sonst eher dezent geschminkt bin, kam ich mir vor wie ein Papagei! Die Mädels haben wirklich einen super Job gemacht, so ist das nicht gemeint aber es war für mich einfach zu viel. Die Lichter haben ja zum Glück einiges weg geschluckt… Ja, es war live noch viel „schlimmer“. Nach der Maske kamen dann die Interviews, die immer super lustig waren. Ein tolles Team, das hat so Spaß gemacht, wollte da gar nicht mehr raus. Was haben wir gelacht! Von Versprechern, über vergessene Texte bis hin zum vom Stuhl fallen war alles dabei. Nur gut, dass sie das nicht gezeigt haben, Danke dafür ihr Lieben 😉 Anschließend ging es dann ins Studio, um die Zutaten und Kochutensilien zu checken und dann wieder zurück in den Aufenthaltsraum.

Ab dem Moment kommt man gar nicht mehr zum Nachdenken. Jetzt musste alles schnell gehen. Die Begleitpersonen wurden ins Studio gebracht, die Zuschauer hineingelassen und wir standen schon vor der großen Tür und warteten, bis wir endlich rein durften. Ein paar Worte von Alex und zack hieß es: „An die Töpfe, fertig, los!“ Das ist dann der Moment, ab dem alles mechanisch läuft und man total im Tunnelblick ist. Mir ging das jedenfalls so. Ich habe rundherum nicht wirklich etwas mitbekommen. Ich habe die Kamera vergessen, das Publikum ausgeblendet und war nicht mal mehr aufgeregt. Sogar die Worte des Jurors nimmt man irgendwie verzögert war und ein Zeitempfinden gibt es auch nicht wirklich. So verging ein Tag nach dem anderen und meine Gerichte kamen immer direkt weiter. Nicht ein einziges Mal stand ich auf der Kippe oder in einer „Gericht A- oder B-Entscheidung“. Das hatte mich wirklich total gefreut und stolz gemacht. Ich hatte so unheimliche Glücksgefühle, ich hätte die Welt abknutschen können 🙂

Meine Rezepte und einen kleinen Erlebnisbericht zu dem jeweiligen Tag findet ihr über folgende Links:

> Polentahuhn auf Süßkartoffelstampf mit Tomaten-Mais-Salat    (29.03.2016)

> Pochiertes Ei auf frühlingshafter grüner Sauce  (30.03.2016)

> Lammrücken in Kräuterkruste auf Orangensalat und Rotweinsauce    (01.04.2016)

> Knusperjoghurt mit Pfirsichpüree    (01.04.2016)

Wie schon erwähnt hatte ich das Gericht von Alex vorher nicht probegekocht. Als ich dann mit Angie und Uli ins Finale gekommen war, hatte ich mir am Abend im Hotel einige Videos auf YouTube angeschaut, in der die Zubereitung der Salzburger Nockerl erklärt wurde. Ich kann euch nicht oft genug sagen, dass mir Süßes einfach nicht so liegt. Ich esse es für mein Leben gerne aber selbst backen, nope! Und ich hatte Angst davor – große Angst! Das Hauptgericht von Alex fand ich wiederum total cool und da hatte ich absolut keine Sorgen. Durch meine mediterranen Wurzeln lagen mir die Zutaten einfach. Es gab nämlich gebratenen Wolfsbarsch im Vongole-Fond mit Chorizo und weißen Bohnen. Einfach lecker!

Aber auch die Nockerl hatte ich intuitiv gut hinbekommen und so überzeugte ich Sternekoch Christoph Rüffer mit meinem Teller in allen Belangen. Nur der Puderzucker, ja das war so eine Geschichte, sag ich euch… Das hatte ich nämlich nicht geplant, ihn so da drüber zu „werfen“. Alex hatte die Nockerl von uns allen nach vorne gebracht und ich bin ihm hinterher und wollte sie wieder an den Herd bringen, um sie mit dem Puderzucker zu bestreuen. Dabei hab ich blöderweise vergessen, dass sie ja frisch aus dem Ofen gekommen sind und die Form eventuell etwas heiß sein könnte… So war der Ablauf dann wie folgt: Form angefasst, verbrannt, wieder hingestellt! Zum Herd gegangen, Handtuch geholt und Nockerl mitgenommen. Mein Sieb nicht mehr gefunden! Kurz überlegt… Mhhh, kein Puderzucker ist blöd, egal, streu es mit den Fingerspitzen drüber. Und das alles 10 Sekunden vor Ende, wenn die Zuschauer anfangen zu klatschen und die Zeit rückwärts runter zu zählen…

Nach der Show gab es noch ein nettes Beisammensein mit Kandidaten und Köchen. Einige der Köche konnte ich sogar für meine Rubrik „Meet the Cook!“ interviewen, was natürlich für den Blog mega cool war. Und so ging eine spannende Woche mit einem tollen Moderator und grandiosen Kandidaten zu Ende.

Da ich ja gewonnen hatte, ging es kurz darauf wieder nach Hamburg zur Küchenschlacht Cahmpions Week, die vom 11.04. bis zum 15.04.2016 ausgestrahlt wurde. So viel Neues hatte mich da ja nicht erwartet, außer der neuen Teilnehmer und dass diesmal Mario Kotaska der Wochenmoderator war. Aber dennoch war ich viel aufgeregter und emotionaler. Wo ich die erste Woche cool und lässig gekocht hatte, war ich jetzt unsicher und nervös. Man macht sich vor einer Champions Week nochmal ganz andere Gedanken: Ist mein Rezept anspruchsvoll? Kann ich es gut umsetzen? Habe ich mich genug vorbereitet? Wie sind die anderen Kandidaten? Habe ich eine Chance zu gewinnen? … Fragen über Fragen!

Die „Angst“ vor den anderen Kandidaten wurde mir zumindest schnell genommen, denn es waren wieder sehr nette Menschen dabei! Grundverschiedene Charaktere, die alle dieselbe Leidenschaft haben: das Kochen! Da wäre zum Beispiel meine liebe Monika, die in dieser Woche unser Ruhepol war oder Claudia, mit der ich viel gelacht habe. Pritam und seine reizende Verlobte, die leider viel zu früh gehen mussten und mein „Hessen-Partner“ Klaus, der ein ehrenwürdiger Gegner im Finale war. Auch in der Champion Week wurden wir hinter den Kulissen wieder super betreut und hatten eine Menge Spaß. Da muss ich an dieser Stelle mal ein fettes Dankeschön an alle lieben Menschen sagen, die da so ihre Finger im Spiel hatten. Besonders jedoch an Anna – du warst eine super Betreuerin!

Die Küchenschlacht

Copyright: ZDF/Ulrich Perrey .. Pritam Hackenberg, Graziella, Monika Wilhelmy, Mario Kotaska, Manfred Königs, Klaus-Dieter Braun, Claudia Büchner (v.l.n.r.)

So bin ich auch diesmal ohne Probleme solide von Runde zu Runde gekommen. Bis zum Halbfinale! Da stand ich dann das erste Mal in einer „Gericht A- oder B-Entscheidung“. Das war auch die schlimmste Entscheidung von allen. ich hatte nämlich den Nachtisch – sorry für den Ausdruck – verkackt! Ja da wären wir wieder bei den Süßspeisen, nicht wahr? Aber gut, mein Hauptgericht hatte mich gerettet, denn Manfred war der Nachtisch auch nicht so gut gelungen. Und so bin ich mit etwas Glück ins Finale eingezogen. Puhhh, was sind die Emotionen da aus mir herausgesprudelt. Man sah es auch später bei der Ausstrahlung, dass ich es selbst gar nicht glauben konnte, was Meta Hiltebrand da gerade gesagt hatte.

Auch für die Champions Week findet ihr meine Rezepte und einen kleinen Erlebnisbericht zum jeweiligen Tag unter folgenden Links:

> Paella Castellana    (11.04.2016)

> Jakobsmuscheltatar mit Limonencreme & Nordseekrabben-Apfelsalat    (12.04.2016)

> Entrecote mit Rosmarinkartoffeln, Steaksauce & buntem Tomatensalat    (13.04.2016)

Gebratene Hähnchenbrust auf Bulgursalat    (14.04.2016)

Rote Früchte aus dem Ofen    (14.04.2016)

Diesmal war ich ja schlauer, was das Probekochen des Finalgerichtes anging… Denkste! Ich hatte mich so auf meine eigenen Rezepte konzentriert, dass ich am Ende kaum Zeit für das Gericht von Mario hatte. So habe ich einen Tag vor Abreise nach Hamburg mit Entsetzen festgestellt, dass ich nicht alle Zutaten zusammen bekomme. So wurde aus dem konfierten Bachsaibling eine Lachsforelle mit gratiniertem grünem Spargel und Tomaten-Vinaigrette und aus der Perlhuhnbrust suprême mit Morcheln, Champagner-Spinat-Risotto und glasierten Radieschen ein Hähnchenschenkel mit Steinpilzen und Sekt-Spinat-Risotto. War aber trotzdem lecker! Das zweite Blöde war, dass ich es getrennt voneinander gekocht hatte zu Hause, daher war ich im Finale auch mal kurz aus dem Konzept gekommen, hab mich dann aber wieder gefangen und konnte letzten Endes Christoph Rüffer ein erneutes Mal mit meinen Kochkünsten überzeugen.

Die Finalentscheidung war ein sehr emotionaler Moment. Ich hab schon angefangen zu weinen, als er anfing meinen Teller zu loben. Es sprudelte einfach aus mir heraus. Der Druck den man sich selbst macht, der Stress vor der Kamera, die 25.000 Euro vor Augen, die Selbstzweifel und, und, und… Da ist dann plötzlich ein Sternekoch und sagt: „Hey, dein Essen schmeckt so gut, du hast gute Chancen im Jahresfinale“. Das war einfach das größte Lob, das er mir machen konnte. Ich war in dem Moment so froh, dass ich diesen Schritt gewagt hatte. Die Küchenschlacht war für den Blog, aber auch für mich und meinen Erfahrungsschatz, schon zu diesem Zeitpunkt das Beste was mir passieren konnte.

Die Küchenschlacht

Auch nach der Champions Week (wie sollte es auch anders sein) gab es eine kleine Feier bei den Fernsehmachern und auch dieses Mal konnte ich einige Köche für „Meet the Cook!“ interviewen, wie Mario Kotaska, Christian Lohse oder Christoph Rüffer.

Nachdem ich als 2. Kandidaten in das Jahresfinale eingezogen bin und noch 4 weitere folgen sollten, war es klar, dass die Aufzeichnungen für das Jahresfinale noch ganz weit weg waren. Aber irgendwie war ich gedanklich immer bei der Küchenschlacht und je näher der Herbst rückte, umso nervöser wurde ich. Dann kam endlich die erlösende Mail von Anna mit Nennung des Drehtermins. Überraschenderweise war ich dieses Mal während den Aufnahmen deutliche entspannter als in den Sendungen zuvor. Wahrscheinlich lag es einfach nur daran, dass man ja weiß, dass einen nichts Neues mehr erwartet, bis auf die 5 Kandidaten und dass man im Finale 3x das Gericht vom Moderator kochen sollte.

Auf die Kandidaten hatte ich mich so richtig gefreut und war ganz gespannt, wie die Stimmung werden würde und ich muss sagen, dass es richtig entspannt war. Wir waren ein richtiges Team und alle waren bis zum Ende da, egal wie weit sie gekommen waren. Das war wirklich klasse und hat enorm viel Spaß gemacht. Dass es um so viel Geld ging, hat man nie zu spüren bekommen. Marko, Tobias, Stübi, Tobi und Karin waren einfach grandiose Mitstreiter und ich kann auch keinen hervorheben, da wirklich alle cool, lustig und sehr sympathisch waren.

Die Küchenschlacht

Copyright: ZDF/Gunnar Nicolaus .. Marko Dietrich, Graziella, Tobias Zwick, Johann Lafer, Christian Stübinger, Tobias Beck, Karin Hämmerle (v.l.n.r.)

Dennoch war natürlich bei allen eine gewisse Grundnervosität zu spüren und das nicht nur bei den Kandidaten. Auch beim Redaktionsteam, den Kameraleuten und den Betreuern spürte man die Anspannung. Wir haben alle das ganze Jahr auf diesen Moment hingearbeitet und jetzt war endlich ein Abschluss in Sicht, das ging natürlich nicht spurlos an uns vorbei. Dennoch lag auch eine Feierstimmung in der Luft, gerade in den Interviews. Der Raum wurde von Sendung zu Sendung immer mehr mit Luftballons und Luftschlangen geschmückt und die Fragen wurden immer emotionaler. Es hatte aber wieder richtig viel Spaß gemacht und war eine gute Abwechslung für meine Gedanken, damit ich mal nicht die ganze Zeit an die einzelnen Kochschritte denken musste.

Irgendwie war ich in den ersten beiden Sendungen total unkonzentriert, fühlte mich gedankenlos und hatte ständig Aussetzer. Ich kann euch nicht beschreiben, was da mit mir los war. Ich habe so viele Schritte vergessen oder zu spät initiiert, ich habe teilweise dagestanden und wusste gar nicht, was ich da gerade überhaupt mache. Wobei es in der ersten Sendung noch gar nicht so schlimm war aber in der zweiten hatte ich wirklich Glück, dass eine Gericht einfach einen kleinen Ticken schlechter war und dass der Juror in meinem Gericht ein wenig mehr Potential gesehen hatten. Es war wirklich sehr knapp und das weiß ich auch. Ich glaube, dass mich auch alle schon abgeschrieben hatten. Umso stolzer bin ich, dass ich mich dennoch nicht aufgegeben und zurück in meine alte Form gekämpft habe. Der dritte Tag lief schon deutlich besser und am dem vierten Tag war ich dann wieder voll da.

Natürlich findet ihr auch für die Finalwoche meine Rezepte und einen kleinen Erlebnisbericht zum jeweiligen Tag unter folgenden Links:

> Lammstielkoteletts mit Caponata, gebratener Polenta und Rotweinreduktion (21.11.2016)

> Puteninvoltini mit Schafskäse und Oliven auf Kartoffelpüree und Marsala-Möhren (22.11.2016)

Jakobsmuschel: Tatar, gebraten mit Chorizo & pochiert mit Mango-Curry-Sauce (23.11.2016)

> Strammer Max Deluxe mit Tomaten-Rucola-Salat & Westfälischer Quark (24.11.2016)

Dann war endlich Finaltag und da man ja alte Gewohnheiten beibehalten sollte, wenn sie Glück gebracht haben, habe ich auch dieses Mal das Gericht nicht probegekocht. Dass ich auch immer mein größter Kritiker sein muss… Es ist immer dieselbe Leier mit mir und ich dachte mal wieder, dass ich nicht ins Finale kommen würde. Zum Glück hatte mich das dann aber doch beunruhigt und ich habe die Kürbis-Blinis mit der Zabaione einen Tag vor Abreise nach Hamburg in der Mittagspause noch schnell gekocht. Spitzkohlsalat und Wachtelbrust hatte ich vorher noch nie zubereitet und mussten aus dem Gefühl heraus funktionieren.

Als ich dann ins Küchenschlacht Finale kam, musste ich mich mal wieder über mich selbst ärgern. Aber es lief dann doch alles super und ich bin mit dem Gericht gut zurechtgekommen und hatte soweit alles im Griff. Nur das Zerlegen der Wachtelbrüste muss ein Spaß für die Zuschauer gewesen sein, denn so richtig fachgerecht war es nicht aber fürs erste Mal dennoch sehr zufriedenstellend. Und die Zabaione, die hatte ich gefühlt die ganze Sendung über geschlagen. Wie es bei Marko lief hatte ich während der Sendung gar nicht mitbekommen, Tunnelblick und so aber sein Teller sah am Ende toll aus und so sollte es sehr spannend werden. Und das wurde es auch – sehr spannend sogar.

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Copyright: ZDF/Gunnar Nicolaus .. Marko Dietrich, Graziella, Johann Lafer (v.l.n.r.) bei der Küchenschlacht 2016

Da kamen die drei Juroren also und nahmen unsere Gerichte regelrecht auseinander. Dann verschwanden sie auch schon wieder, um sich beraten zu können. Mensch, was für ein spannender Moment! Zum Glück ging das recht schnell und so kamen Christoph Rüffer, Christian Lohse und Thomas Martin wieder rein und verkündeten, dass sie sich zwar entschieden hätten, dies aber nicht einstimmig gewesen sei. Nun gut, es würde also 2-1 ausgehen, die große Frage war nur, welcher Teller hatte die benötigte zweite Stimme bekommen.

So fing Thomas Martin an und gab meinem Teller seine Stimme. So richtig freuen konnte ich mich in dem Moment aber noch nicht, denn ich wusste ja, dass der Nächste Punkt an Marko gehen würde. So stimmte Christoph Rüffer also für ihn. Nun hing alles bei Christian Lohse und der hatte es richtig spannend gemacht! Ich kann natürlich nicht für Marko sprechen aber ich glaube, dass es ihm genauso erging wir mir und ich bin verdammt nervös gewesen. Als Christian dann meinem Teller seine Stimme gab, bin ich ausgeflippt und gesprungen wie ein kleiner Flummi, es war einfach unfassbar. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so richtig an den Moment erinnern. Es waren so unglaublich große Glücksgefühle, ich hatte nicht mal mehr den Lamettaregen mitbekommen.

Copyright: ZDF/Gunnar Nicolaus … Siegerehrung Küchenschlacht

Ich habe mich in 14 Küchenschlacht Sendungen zur Hobbyköchin des Jahres 2016 gekocht und teilweise grandiose Köche und Köchinnen hinter mich gelassen. Es erfüllt mich mit stolz, dass ich diese Herausforderung so gut gemeistert habe. Es war eine sehr, sehr schöne Zeit, wenn auch manchmal stressig, nervenaufreibend und emotional. Ich habe liebe Menschen kennengelernt und konnte für meine Zukunft viel mitnehmen. An dieser Stelle möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, um mich zu bedanken. Danke an die Fernsehmacher und dem ZDF für diese schöne Zeit, den reibungslosen Ablauf und die so herzliche Betreuung. Danke an Ulrich, Knut, Angie, Patrick und Sybille aus meiner ersten Küchenschlacht-Woche, an Pritam, Monika, Manfred, Klaus und Claudia aus der Champions Week und natürlich an Marko, Tobias, Tobi, Stübi und Karin aus der Finalwoche für die tolle Zeit hinter den Kulissen. Danke an Alex, Mario und Johann für die Moderation. Danke an alle meine Leser für das so positive Feedback und die vielen lieben Worte, die mich sehr berührt haben!

Mein besonderer Dank geht jedoch an meine Familie und an meine Freunde fürs unermüdliche Daumen drücken und an Hasi und Knut, die so viel auf sich genommen haben, um mich vor Ort zu unterstützen. Zum Schluss möchte ich der wichtigsten Person danken, meinem Schatz Jens! Du warst immer für mich da, hast mich ertragen, aufgebaut, beruhigt. Hast tagelang dasselbe Essen probegegessen und es immer gelobt. Bist nie von meiner Seite gewichen und warst der beste Glücksbringer während der Sendungen, den man sich wünschen kann. Die Küchenschlacht hat mich das ganze Jahr begleitet, war immer präsent und ich hätte das alles nicht geschafft, wenn du nicht an meiner Seite gewesen wärst. Ich liebe dich!

So ein Sieg zieht natürlich einiges mit sich und so könnt ihr in 2017 auf tolle Projekte gespannt sein. Ich freue mich auf eure Unterstützung!

Überglückliche Grüße,
eure ‚Hobbyköchin des Jahres‘ Graziella ♥
.


24 thoughts on “Wie ich die ZDF Kochshow „Die Küchenschlacht“ gewann und zur Hobbyköchin des Jahres 2016 wurde!

  • 25. November 2016 um 16:13
    Permalink

    Danke für diesen wunderbaren Blick hinter die Kulissen und nochmals ganz herzlichen Glückwunsch.
    Meine „Köchin des Herzens“ bist du ohnehin!

    Antwort
  • 25. November 2016 um 17:09
    Permalink

    Liebe Graziella,
    auch an dieser Stelle nochmals meinen herzlichsten Glückwunsch. Ich kann es nur wieder betonen – du hast auf jeden Fall verdient gewonnen! Das du kochen kannst war mir aber schon vorher klar 😉
    Danke auch für den super Bericht und den kleinen Einblick hinter den Kulissen. Ich glaube ich wäre auch super nervös gewesen..
    Alles Liebe,
    Steffi

    Antwort
  • 25. November 2016 um 19:06
    Permalink

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg! Ich habe deinen Weg das Jahr über verfolgt und auch hier immer mal vorbei geschaut. Ich bin gespannt, was du für das kommende Jahr geplant hast.
    Viele Grüße, Becky

    Antwort
  • 26. November 2016 um 7:23
    Permalink

    HAMMER liebe Graziella, ich habe immer so an dich geglaubt, seit dem ich dich das erste Mal in der Küchenschlacht gesehen habe. Ein verdienter Sieg! Herzlichen Glückwunsch dafür!

    Antwort
  • 26. November 2016 um 9:41
    Permalink

    Hey Graziella, ein Wahnsinn! Wir alle aus der Firma sind mega-begeistert, ganz stolz auf die verdiente Siegerin und megahappy, solch eine Kollegin zu haben. Ganz grosses Kino!!!!
    Herzliche Glückwünsche, weiterhin viel Erfolg und alles Liebe, Dieter

    Antwort
    • 27. November 2016 um 9:11
      Permalink

      Lieber Dieter,

      ich danke Ihnen für die lieben Worte! Ich bin auch ganz begeistert, in solch einem tollen Unternehmen arbeiten zu dürfen ☺️

      Liebe Grüße,
      Graziella

      Antwort
  • 26. November 2016 um 14:42
    Permalink

    Liebe Graziella

    Wie habe ich mich gestern Freitag für Dich gefreut, dass Du nun Hobbyköchin des Jahres 2016 bist. Gratulation !!! Heute Mittag habe noch Zusammenfassung der Finalwoche der Küchenschlacht angeschaut. Ich war diese Woche teilweise so nervös, heute konnte alles nochmals ganz entspannt ansehen. Leider werde ich Dir nun nicht mehr beim Kochen zusehen können. Es hat mir wirklich Spass gemacht – nun ja, ich bleibe Dir mit Deinem Foodblog verbunden. Deine Rezepte und Anregungen finde wirklich klasse.

    So wünsche ich Dir eine gute Adventszeit und grüße Dich herzlich vom Bodensee
    Mark

    Antwort
    • 27. November 2016 um 9:16
      Permalink

      Hallo Mark,

      vielen Dank für deine immer so lieben Worte. Ja es war eine sehr spannende Zeit und ich bin auch etwas traurig, dass es jetzt vorbei ist.

      Aber ich bin ja nicht aus der Welt 😉 am 23.12. koche ich z.B. in der ZDF Drehscheibe ein Weihnachtsmenü (läuft ab 12:10).

      Bis bald und alles Gute! 💙

      Antwort
  • 26. November 2016 um 22:56
    Permalink

    Ich habe heute den Rückblick gesehen und bin begeistert, wie du die Männer unter den Tisch gekoch hast. Einen Favoriten nach dem anderen geschlagen und verdient den Titel geholt. Da kannst du richtig stolz auf dich sein!
    Daher einen herzlichen Glückwunsch von Uschi und Rudi!

    Antwort
  • 27. November 2016 um 8:47
    Permalink

    Herzlichen Glückwunsch Graziella! Verdient gewonnen und das sympathisch und mit Können. Es war die spannendste Woche aller Zeiten und ich schaue seit Jahren die Küchenschlacht. Vorallem hat es mich gefreut, dass du den ein oder anderen arroganten Mitstreiter besiegt hast.

    Top!

    Antwort
    • 27. November 2016 um 9:19
      Permalink

      Hallo Trudi,

      lieben Dank für die Glückwünsche 💙

      Natürlich hat jeder sein persönliches Empfinden aber die Jungs waren alle sehr lieb und sympathisch. Wenn jemand arrogant rüber gekommen ist, dann war es nur die Aufregung ☺️

      Liebe Grüße
      Graziella

      Antwort
  • 30. November 2016 um 7:14
    Permalink

    Liebe Graziella, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Titel Beste Hobbyköchin des Jahres 2016.
    Ich habe mich sehr für dich gefreut und finde du hast super gekocht. Ich glaube deine ausgestrahlte Ruhe und die Freude darüber, dass du mit diesem Finale schon alles gewonnen hast was du dir vorgenommen hattest (nämlich unter den Besten drei zu sein) hat dazu beigetragen, dass du letztendlich als Siegerin hervorgegangen bist. Toll und jetzt gibt es die neue Küche 🙂
    Weiter so und einen schönen und entspannten Jahresausklang wünscht Marina

    Antwort
    • 1. Dezember 2016 um 10:10
      Permalink

      Hallo Marina,

      herzlichen Dank für deine sehr lieben Worte, die mich sehr berührt haben 💙

      Du hast recht, ich war mit dem 3. Platz so zufrieden, dass ich ganz entspannt weiter marschiert bin und bekanntlich liegt ja in der Ruhe die Kraft. 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Graziella

      Antwort
  • 1. Dezember 2016 um 9:27
    Permalink

    Applaus, Applaus… 🙂 Herzlichen Glückwunsch! Habe mir die Finalfolge soeben online angesehen.
    Lieben Gruß,
    Kristina (Tilda Basmati)

    Antwort
  • 2. Dezember 2016 um 19:51
    Permalink

    Hammer Graziella, ich bin immer noch begeistert. Du warst eine Bereicherung für die Küchenschlacht! Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute und ganz viel Spaß bei der Küchenplanung. Werde sicher öfter hier vorbei schauen.

    Alles Liebe von Luisa

    Antwort
  • 5. Dezember 2016 um 13:01
    Permalink

    Liebe Graziella, was für ein aufregender Blick hinter die Kulissen! Und herzlichen Glückwunsch noch einmal 🙂 Wir wünschen dir alles Gute und bestimmt bis bald (vielleicht auf der Ambiente 2017?). Dein KAHLA-Team

    Antwort
    • 9. Dezember 2016 um 20:44
      Permalink

      Wie lieb von euch 😍 herzlichen Dank und ganz sicher sehen wir uns auf der Ambiente wieder ☺️

      Antwort

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