Soulfood: Spargel-Risotto

Soulfood: Spargel-Risotto

Leider ist die Spargelzeit zu Ende, daher gibt es zum Abschied heute ein leckeres Spargel-Risotto für euch. Findet ihr nicht auch, dass Spargel etwas ganz Feines ist? Das zarte Gemüse schmeckt aber nicht nur gut, sondern liefert auch Ballaststoffe, Folsäure, Kalium und diverse B-Vitamine. Gerade der hohe Kaliumgehalt macht Spargel zu einem Lebensmittel, das für den Körper reinigend und entgiftend wirkt. Zudem soll Spargel krebsvorbeugend sein und Heilprozesse im Körper beschleunigen. Ein richtiges Powergemüse, wie ich finde.

Es gibt ja unzählige Varianten, Spargel zuzubereiten. Meine liebste ist eindeutig das Spargel-Risotto. Aber als Italienerin muss ich ja auch Risotto lieben, denn das „schlotzige“ Reisgericht ist in Italien genauso beliebt wie Nudeln und Pizza. Dabei gibt es so viele verschiedene zubereitungsarten und die dazu passenden Reissorten. Welcher Reis für welche Art von Risotto am besten geeignet ist, möchte ich euch jetzt mal ganz kurz erläutern:

Arborio:
Bei diesem Korn liegt die meiste Stärke direkt unter dem Mantel. Da ein Risotto mit dieser Reissorte eher matschig werden würde, wird Arborio nur als Suppeneinlage  verwendet.

Vialone:
Bei diesem Korn sitzt die Stärke im Inneren. Dadurch kann der Reis viel Flüssigkeit aufnehmen, ohne seine Form zu verlieren. Vialone wird oft in Kombination mit festem Gemüse und Fleisch verwendet, wie z. B. für das Spargel-Risotto.

Carnaroli:
Bei diesem Korn sitzt die Stärke gut verteilt im Ganzen. Dadurch wird das Risotto sehr cremig. Der Carnaroli ist für das klassische Risotto Milanese die Beste Wahl. Ebenso ist er gut geeignet für ein Risotto al Champan oder für weiche Gemüsesorten wie Pilze.

Ein leckeres Spargel-Risotto

für 2 Personen:

120 g Reis
500 ml Gemüsebrühe
200 g grüner Spargel
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL Butter
50 ml Sherry
60 g Parmesankäse
1 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Die Brühe in einem Topf erwärmen aber nicht kochen. Die Brühe muss während des gesamten Kochvorgangs warm gehalten werden.

Schalotte und Knoblauch abziehen, fein hacken und in 1 EL Butter und etwas Olivenöl bei leichter Hitze anschwitzen. Reis hinzugeben und kurz darin schwenken, bis er leicht glasig wird. Temperatur erhöhen und mit dem Sherry ablöschen. Das ganze solange köcheln lassen, bis der Wein verdampft ist.

Anschließend muss der Reis 20 Minuten gegart werden. Hierbei immer wieder so viel warme Brühe hinzufügen, dass der Reis leicht bedeckt ist. Die Temperatur soll die Brühe geradeso aufkochen lassen. Den Reis dabei ständig rühren. Nach ca. 15 Minuten sollte die Brühe etwas sparsamer hinzugegeben werden, damit der Reis nicht zu flüssig wird. Ist die Brühe aufgebraucht und der Reis noch nicht gar, mit Spargelwassee weiter arbeiten.

In der Zwischenzeit den Spargel putzen und den Struck großzügig abschneiden. Spargel in mundgerechte Stücke teilen und in Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren. So ca. 2-3 Minuten vor Ende der Garzeit, den Spargel, restliche Butter und Parmesan unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sobald der Risotto gar ist, muss er sofort serviert werden, da er sonst seine cremige Konsistenz verliert.

Das Grundrezept ist immer gleich, man könnte den Spargel auch durch Meeresfrüchte oder anderes Gemüse austauschen, statt Sherry, Weißwein sowie Champagner nehmen oder es pur als Risotto Milanese genießen. Für letzteres ist die Zugabe von Safran zwingend erforderlich.

.


.

Kommentar verfassen