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	<title>07. Tipps und Tricks &#8211; Graziellas Food Blog</title>
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		<title>Alles über Lievito Madre: Ansetzen, füttern und aufbewahren!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2020 19:00:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, endlich, endlich, endlich ist es soweit! Heute erzähle ich euch nämlich mal ein wenig über meinen italienischen Weizensauerteig bzw. Lievito Madre &#8220;Chiara&#8221; und wie ihr eueren eignen Lievito ansetzen könnt, wie er später gefüttert wird und wie ihr ihn am besten aufbewahrt. Dabei stelle ich euch diverse Methoden vor, da man Lievito Madre (übersetzt Mutterhefe) auf verschiedene Weisen herstellen kann. Neben einer klassischen Neuzüchtung aus Mehl und Wasser, die etwas langwieriger ist, können in schnelleren Methoden auch Hefewasser, eine bereits bestehende Sauerteigkultur oder frisch gepresster Apfelsaft als Starter dienen. Ich persönlich habe &#8220;Chiara&#8221; aus meinem »Roggensauerteig« &#8220;Hubertus&#8221; gezüchtet. Das ging zwar im Gegensatz zur klassischen Methode relativ schnell, die Mutterhefe hat aber dafür ca. 4 Wochen gebraucht, bis sie wirklich Triebstark wurde und richtig tolle Ergebnisse lieferte. Lievito Madre ist ein sehr milder und fest geführter italienischer Sauerteig, der einen sensationellen Ofentrieb bewirkt. Brote und Gebäcke werden locker, luftig und dabei super bekömmlich. Wer mit Mutterhefe backt, kann mit etwas Zeit und Geduld komplett auf industriell hergestellte Hefe verzichten! Gerade beim Brotbacken benötigt man dann lediglich 3 Zutaten: Mehl, Wasser und Salz. So simpel, so gut. Dabei ist der italienische Weizensauerteig sehr mild und aromatisch und im Gegensatz zu Hubertus (mein Roggensauerteig-Rezept gibt es »hier«) kaum sauer, weshalb er sich auch prima für süßes Gebäck wie beispielsweise meine Rhabarber-Streusel-Taler (Rezept folgt) eignet. Auch Pizza und Focaccia werden super aromatisch, luftig und kross. Im Gegensatz zu meinem kräftigen, gehaltvollen und herzhaften »Roggenmischbrot«, das aus Roggensauerteig gebacken wird, ist das »Weizen-Landbrot« mit Lievito Madre viel milder, leichter und luftiger. Perfekt zum snacken mit Butter &#38; Salz zum Wein oder mit Marmelade zum Frühstuck. Also, los geht&#8217;s &#8211; Ich muss euch aber vorwarnen, dieser Beitrag zählt nämlich (neben dem zu meinem Sieg bei der »ZDF Küchenschlacht«) zu den längsten, die ich hier je veröffentlicht habe 😉 Klassiche Methode: Gesamtzutaten: 700 g Weizenmehl Type 550 350 g Wasser (immer ca. 30 Grad warm) 1 TL Honig Zubehör: Hohes Glasgefäß mit Deckel saubere Schüssel sauberer Löffel Info: In einem hohen Glasgefäß kann sich der Lievito Madre besser entwickeln. Außerdem ist die Oberfläche die austrocknen könnte geringer. Das Glas sollte aber so groß sein, dass es nach der Auffrischung nur zu etwa 30 Prozent gefüllt wird, da sich der Lievito verdoppeln oder gar verdreifachen kann. Dauer: 12-14 Tage Herstellung: TAG 1: Das Glasgefäß sterilisieren und gut abtrocknen. Nun 100 g Mehl und genau 50 g Wasser sowie den Honig sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. Dem Ansatz einen Namen geben (kleiner Aberglaube: Sonst gelingen die Brote später nicht) und an einem warmen Ort (ideal sind für die komplette Züchtung ca. 25 bis 30 Grad) stehen lassen. Nach 12 Stunden den Teig herausholen einmal durchkneten wieder kreuzförmig einschneiden, zurück ins Glas geben und für ca. 36 bis 60 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Wenn erste Bläschen sichtbar sind und das Volumen zunimmt, kann es weiter gehen. Dieser Prozess kann 2 oder auch mal 3 Tage dauern, hier bitte nicht beirren lassen und warten, bis der Teig blubbert! Ein leicht angenehm säuerlicher Geruch (wie nach Naturjogurth) ist dabei vollkommen normal und auch gewünscht. TAG 2: Lasst euch nicht durch die Tagesangaben hier beirren. Es kann sein, dass es bei euch 3 Tage statt 2 dauert. Ist euer Teig (ich nenne ihn fälschlicherweise jetzt einfach mal Lievito, damit es einfacher für das Verständnis ist) nun nach 2 oder 3 Tagen soweit, dass er blubbert und sich vergrößert hat, 50 g davon in eine Schüssel geben. Genau 25 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 50 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort für bis zu 48 Stunden ruhen lassen. So lange reifen lassen, bis sich das Volumen wieder ungefähr verdoppelt hat. Dann kann mit der nächsten Fütterung (Tag 3) begonnen werden. Der übrige Ansatz kann immer mit verbacken werden, er hat aber als alleiniges Triebmittle noch nicht genug Kraft. TAG 3 bis 14: Lievito nun täglich füttern. Dazu jeweils 50 g davon in eine Schüssel geben. Genau 25 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 50 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort für bis zu 24 Stunden ruhen lassen. So lange reifen lassen, bis sich das Volumen wieder ungefähr verdoppelt hat. Diesen Vorgang so viele Tage einmal täglich wiederholen, bis sich der Lievito schon innerhalb von 2-3 Stunden verdoppelt. Dies sollte zwischen 8 und 14 Tage dauern. Am Anfang dauert es länger, aber mit der Zeit vermehrt sich der Ansatz mit jeder Fütterung schneller. Anschließend ist die Lievito Madre einsatzbereit und muss verschlossen im Kühlschrank gelagert werden. Sauerteig-Methode: (die ich verwendet habe) Gesamtzutaten: 20 g aktives Anstellgut (Roggen oder Weizen) 240 g Weizenmehl Type 550 120 g Wasser (immer 30 Grad warm) 1 TL Honig Zubehör: Hohes Glasgefäß mit Deckel saubere Schüssel sauberer Löffel Info: In einem hohen Glasgefäß kann sich der Lievito Madre besser entwickeln. Außerdem ist die Oberfläche die austrocknen könnte geringer. Das Glas sollte aber so groß sein, dass es nach der Auffrischung nur zu etwa 30 Prozent gefüllt wird, da sich der Lievito verdoppeln oder gar verdreifachen kann. Dauer: 3-4 Tage Herstellung: TAG 1 abends: Das Glasgefäß sterilisieren und gut abtrocknen. Nun 20 g Anstellgut und den Honig in eine Schüssel geben. Genau 20 g Wasser dazugeben und das Anstellgut darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 40 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. Dem Ansatz einen Namen geben (kleiner Aberglaube: Sonst gelingen die Brote später nicht) und an einem warmen Ort (ideal sind für die komplette Züchtung ca. 25 bis 30 Grad) stehen lassen. Für ca. 12 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat. TAG 2 morgens: Ist euer Teig (ich nenne ihn fälschlicherweise jetzt einfach mal Lievito, damit es einfacher für das Verständnis ist) nun soweit dass er sich vergrößert hat, 40 g davon in eine Schüssel geben. Genau 20 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 40 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort ca. 12 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen wieder ungefähr verdoppelt hat. Dann kann mit der nächsten Fütterung begonnen werden. TAG 2 abends: Nun wieder 40 g von Lievito in eine Schüssel geben. Genau 20 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 40 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort ca. 12 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen wieder ungefähr verdoppelt hat. Dann kann mit der nächsten Fütterung begonnen werden. Der übrige Ansatz kann immer mit verbacken werden, er hat aber als alleiniges Triebmittle noch nicht genug Kraft. TAG 3 bis 4: Lievito nun 2x täglich im Abstand von 12 Stunden füttern. Dazu 40 g davon in eine Schüssel geben. Genau 20 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 40 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort ca. 12 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt oder gar verdreifacht. Anschließend ist die Lievito Madre einsatzbereit und muss verschlossen im Kühlschrank gelagert werden. Apfel-Methode: Gesamtzutaten: 1.220 g Weizenmehl Type 550 615 g Wasser (immer 30 Grad warm) 1 Bio Apfel Zubehör: Hohes Glasgefäß mit Deckel saubere Schüssel sauberer Löffel Reibe &#38; feines Sieb Info: In einem hohen Glasgefäß kann sich der Lievito Madre besser entwickeln. Außerdem ist die Oberfläche die austrocknen könnte geringer. Das Glas sollte aber so groß sein, dass es nach der Auffrischung nur zu etwa 30 Prozent gefüllt wird, da sich der Lievito verdoppeln oder gar verdreifachen kann. Dauer: 7 bis 9 Tage Herstellung: TAG 1: Das Glasgefäß sterilisieren und gut abtrocknen. Den Apfel waschen, trocknen und mit der Schale raspeln. Durch ein feines Sieb drücken und den Saft auffangen. Nun 30 g des Saftes mit 45 g Wasser und 120 g Mehl vermischen. Den Teig (nennt sich auch Grundsauer) an einem warmen Ort für ca. 24 Stunden abgedeckt gären lassen, bis sich das Volumen verdoppelt. TAG 2: Nun 100 g Grundsauer in eine Schüssel geben. Genau 60 g Wasser dazugeben und den Grundsauer darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 100 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. Dem Ansatz einen Namen geben (kleiner Aberglaube: Sonst gelingen die Brote später nicht) und an einem warmen Ort (ideal sind für die komplette Züchtung ca. 25 bis 30 Grad) stehen lassen. Für ca. 18-24 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat. TAG 3 morgens: Nun 100 g Lievto (ich nenne ihn fälschlicherweise jetzt einfach mal Lievito, damit es einfacher für das Verständnis ist) in eine Schüssel geben. Genau 60 g Wasser dazugeben und den Grundsauer darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 100 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. Für ca. 12 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat. Der übrige Ansatz kann immer mit verbacken werden, er hat aber als alleiniges Triebmittle noch nicht genug Kraft. TAG 3 abends: Nun erneut 100 g Lievto in eine Schüssel geben. Genau 50 g Wasser dazugeben und den Grundsauer darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 100 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. Für ca. 12 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat. TAG 4 bis 9: Lievito nun 2x täglich im Abstand von 12 Stunden füttern. Dazu 100 g davon in eine Schüssel geben. Genau 50 g Wasser dazugeben und den Lievito darin auflösen bzw. schaumig aufschlagen. Anschließend 100 g Mehl hinzufügen, sehr gründlich per Hand verkneten und kreuzförmig mit einem scharfen Messer ca. 1,5 cm tief einschneiden. In das Glas legen und mit dem Deckel verschließen. An einem warmen Ort ca. 12 Stunden ruhen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt oder gar verdreifacht. Diesen Vorgang so viele Tage zweimal täglich wiederholen, bis sich der Lievito schon innerhalb von 2-3 Stunden verdoppelt. Dies sollte zwischen 5 und 7 Tage dauern. Am Anfang dauert es länger, aber mit der Zeit vermehrt sich der Ansatz mit jeder Fütterung schneller. Anschließend ist die Lievito Madre einsatzbereit und muss verschlossen im Kühlschrank gelagert werden. Puh, ich hoffe, dass war jetzt verständlich. Ansonsten könnt ihr mir auch jederzeit Fragen stellen, ich beantworte immer alles so schnell wie möglich! Für welche Methode ihr euch entscheidet, ist eigentlich vollkommen egal, denn funktionieren tun sie alle. Wie bereits erwähnt, habe ich die Sauerteig-Methode gewählt und nach nun 5 Wochen ist meine Chiara sehr aktiv und triebstark. Aktuell backe ich sehr viel, weshalb sie auch oft gefüttert bzw. aufgefrischt wird. Ich versuche immer dann aufzufrischen, wenn noch Minimum 100 g im Glas sind. Dann nehme ich sie aus dem Glasgefäß und wiege 100 g in einer Schüssel ab. Diese bleibt zugedeckt 2 Stunden in der Küche stehen. Der Rest kann verbacken werden. In der Zeit sterilisiere ich...]]></description>
		
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		<title>Alles über Roggensauerteig: Ein Anstellgut ansetzen, füttern und aufbewahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 20:03:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, heute erzähle ich euch mal ein wenig über meinen Roggensauerteig &#8220;Hubert&#8221; und wie ihr euer eignes Anstellgut ansetzen könnt, wie es später gefüttert wird und wie ihr es am besten aufbewahrt. Brotbacken ist eine Kunst für sich und ich musste auch lange tüfteln, bis ich das für mich perfekte Rezept endlich raushatte. Dabei habe ich immer wieder festgestellt, dass mir geschmacklich die Brote mit Sauerteig einfach besser schmecken. Mein liebstes Rezept ist das knusprige Roggenmischbrot mit Sauerteig. Es besteht neben Roggenmehl noch aus Dinkel, ihr könnt aber auch Weizen nehmen. Dieses Brot gelingt einfach immer und schmeckt richtig lecker. Ein kompaktes, geschmackvolles und einfaches Brot aus nur 3 Zutaten! Es ist einfach faszinierend, was man aus Mehl, Wasser und Salz so zaubern kann. Den ersten Sauerteig anzusetzen erfordert etwas Zeit und Geduld. Sobald der Grundansatz da ist, ist es aber kinderleicht. Wenn ihr aber ein Anstellgut ansetzt, gibt ihm unbedingt einen Namen. Man sagt, dass sonst die Brote nicht gelingen würden. Natürlich nur Blödsinn aber so ein Sauerteig ist ein wenig wie ein &#8220;Tamagotchi&#8221;, kennt ihr die noch? Er will nämlich auch regelmäßig gefüttert und ab und zu mal entgast werden. Das hört sich jetzt echt blöd an, aber man baut ein klein wenig Bindung zu dem Teig auf und je älter er wird, desto lieber hat man ihn. Neben &#8220;Hubertus&#8221; wohnt hier noch &#8220;Chiara&#8221;, das ist mein Lievito Madre, ein italienischer Weizensauerteig (Rezept findet ihr »hier«). Jetzt aber erstmal alles Wissenswerte über Roggensauerteig! Zutaten: 400 g Roggenmehl 400 ml lauwarmes Wasser Außerdem: Sauberer Glasbehälter mit Deckel Herstellung: Am ersten Tag Glasbehälter auskochen und auskühlen lassen. Dann 100 g Roggenmehl mit 100 ml lauwarmen Wasser gut durchmischen. Der Behälter muss nun verschlossen werden und an einem warmen Ort ruhen. Nach 24 Stunden werden erneut 100 g Roggenmehl und 100 ml lauwarmes Wasser dazugegeben und gut durchgemischt. Der Teig sollte nun 12 Stunden an einem warmen Ort ruhen. Nach dieser Zeit werden 200 g Roggenmehl und 200 ml lauwarmes Wasser dazugegeben, wieder vermischt und erneut 12 Stunden an einem warmen Ort ruhen gelassen. Danach ist der Sauerteig fertig und kann für das Brot verwendet werden. Für den Sauerteig sollte immer Roggenmehl verwendet werden. Außerdem riecht er säuerlich und ist sehr anfällig. Sobald er kippt, darf er nicht mehr verwendet oder vermehrt werden. Das erkennt man dann eben an dem stechenden Geruch oder an weißen schimmligen Stellen im Teig. Sauerteig hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Einmachglas ca. 1-2 Wochen, wo er gelegentlich mal entgast werden sollte. Dazu einfach Deckel auf, 2 Sekunden warten und Deckel wieder zu machen. Hat man erstmal den Grundansatz, kann man diesen immer wieder füttern. Dazu einfach 50 g von dem Sauerteig mit 150 g Roggenmehl und 150 ml Wasser vermischen und 12 Stunden ruhen lassen, bis er sich mindestens verdoppelt hat. Je öfter man den Sauerteig vermehrt, desto besser schmeckt das Brot. Hier nicht erschrecken, wenn sich auf dem Sauerteig eine flüssige Masse bildet, das nennt man Fusel und ist völlig normal, einfach wieder unterrühren. Außerdem kann der Sauerteig aufgehen, auch das ist normal, daher sollte immer noch etwas Platz im Glas sein. Zum Backen sollte nie kalter Sauerteig genommen werden, daher ca. 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Soll der Sauerteig länger aufbewahrt werden, kann er  verkrümelt oder getrocknet werden. Zum Verkrümeln einfach so viel Mehl dazugeben, bis Sauerteig-Streusel entstehen (Krümelsauer). Den Krümelsauer in einem Glasbehälter gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Mit dieser Methode hält sich der Teig ca. 3 Monate. Zum Reaktivieren, einfach so viel lauwarmes Wasser dazugeben, bis die Ursprungskonsistenz wieder erreicht ist. Danach kannst er sofort verwendet werden. Nach dem Trocknen kann der Teig mehrere Jahre aufbewahrt werden, zum Reaktivieren hat man jedoch immer dieselbe Arbeit, wie beim Ansetzten. Der Vorteil hier ist, dass langjährig gezüchteter Sauerteig einfach ein besseres Brot macht. Hierfür muss der Teig auf Backpapier dünn ausstreichen und bei Zimmertemperatur (nicht den Ofen verwenden!) getrocknet werden. Sobald er richtig trocken ist und Risse bildet, einfach grob zerkleinern und in einem Glasbehälter, gut verschlossen und dunkel aufbewahren. Zum Reaktivieren 100 g getrockneten Sauerteig mit 100 ml lauwarmen Wasser und 1 EL Roggenmehl mit dem Schneebesen gut verrühren und 24 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen. Dann wieder 100 g Mehl und 100 ml lauwarmes Wasser dazu und 12 Stunden stehen lassen und dann ein drittes mal 100 g Mehl und 100 ml lauwarmes Wasser dazu und ebenfalls 12 Stunden stehen lassen. Einfrieren sollte man den Sauerteig übrigens nicht, da ein großer Teil der Pilzkulturen dabei absterben. Ich hoffe, dass hat euch etwas die Angst vor dem Backen mit Sauerteig genommen. Es lohnt sich einfach, sich seinen eigenen &#8220;Hubertus&#8221; zu züchten, denn das Brot schmeckt ohne industriell hergestellte Hefe einfach UM WELTEN BESSER und zudem ist es noch bekömmlicher. Liebe Grüße und bleibt Gesund, eure Graziella ♥ ps. Fotos zu den einzelnen Steps folgen mit der Zeit 😉]]></description>
		
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		<title>Obst &#038; Gemüse aus heimischem Anbau: Saisonkalender November!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 08:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[07. Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Saisonkalender]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Saisonkalender November sieht etwas Mau aus, da sich die kalten Temperaturen auf den Äckern nun auch bemerbmar machen. Der Winter rückt immer näher und das Angebot an heimischen Obst- und Gemüsesorten sinkt somit von Tag zu Tag. So gehen Äpfel und Quitten in ihr Saisonfinale und man findet nur noch vereinzelt Restbestände an heimischen Birnen. Beim Gemüse sieht es da noch etwas farbenfroher aus. So kann man den ersten Grünkohl kaufen und auch Pastinaken, Steckrüben und Topinambur erstrahlen in ihrer vollen Pracht. Für Rotkraut und rote Bete geht es bald zu Ende, womit sie im November einen gebürtigen Abschied feiern. Besonders beliebt ist momentan der Wirsing, da er durch die kälteren Temperaturen ein intensiveres Aroma bekommt als im Frühling. Er ist sehr vitaminreich und wird gerne als Eintopf, als Auflauf, als Rouladen oder pur als Beilage zubereitet. Der Rosenkohl ist auch ein tolles Gemüse aus dem Saisonkalender November, wobei man ihn entweder liebt oder hasst. Bei mir kommt es stark auf die Zubereitung an, ist er &#8220;todgekocht&#8221; und matschig hasse ich ihn, hat er aber einen schönen Biss, ja, dann liebe ich ihn 🙂 Die kleinen Kohlköpfchen schmecken übrigens im Herbst besonders mild, nachdem sie den ersten Frost abbekommen haben. . Ich wollte nur noch mal erwähnen, dass es hier ausschließlich um Obst und Gemüse aus deutschen Anbaugebieten geht. Natürlich haben auch andere Lebensmittel wie z. B. Bananen, Feigen oder Apfelsinen Saison aber die wachsen bei uns leider nicht und sind deshalb nicht in meiner Tabelle zu finden. Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . .]]></description>
		
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		<title>Obst &#038; Gemüse aus heimischem Anbau: Saisonkalender Oktober!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2019 08:00:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie gut, dass der Saisonkalender Oktober für die erntereichste Zeit des Jahres steht. So ist die Vielfalt der Produkte aus regionalem Anbau enorm hoch. Holunderbeeren, Zwetschgen oder Pfirsiche schmecken nun besonders gut, jedoch neigt sich deren Saison auch bald wieder dem Ende zu. Dafür hat der Kohl nun Hochsaison: Ob Rotkohl, Blumenkohl oder Rosenkohl &#8211; im Herbst kommen Liebhaber jeder Sorte auf ihren Geschmack und können das sehr vitaminreiche Gemüse super für Eintöpfe oder herzhafte Salate nutzen. Zudem leuchtet uns der Kürbis in all seinen prächtigen Farben entgegen, was natürlich super zum bevorstehendem Halloween-Fest passt. Für andere Gemüsesorten bedeutet der Herbstmonat das Ende ihrer Saison: Tomaten, Paprika und Zucchini kommen nur noch im Oktober von deutschen Feldern, genauso wie Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln. . Ich bin ja durch und durch ein Sommerkind aber kulinarisch gesehen freue ich mich immer wieder tierisch auf den Herbst. Vor allem auch wegen meiner Leidenschaft zum Kohl, denn den könnte ich jetzt einfach immer und überall essen. Was ist euer liebstes Gemüse aus dem Saisonkalender im Oktober? Herbstliche Grüße, eure Graziella ♥ . .]]></description>
		
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		<title>Obst &#038; Gemüse aus heimischem Anbau: Saisonkalender September!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2019 08:00:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie gut, dass der September ein erntereicher Monat ist. Meteorologisch gesehen beginnt nun der Herbst, woran das Wetter nun auch deutlich erinnert. Auf der einen Seite findet man noch die letzten Kirschen, auf der anderen sieht man immer mehr Quitten, Esskastanien, Hasel- und Walnüsse in den Supermarktregalen. Dazu gesellt sich nun vor allem Rübengemüse wie Pastinaken, Butter- oder Steckrüben. Aber auch die ersten Kürbisse tauchen langsam auf, auch wenn sie jetzt noch etwas kleinwüchsiger sind. Besonders gut schmecken im September zudem Äpfel und Birnen. Mein Highlight sind jetzt aber definitiv die Esskastanien, die ich im Herbst und Winter tonnenweise verdrücken könnte. Die ersten Kastanien sind in der Regel erst gegen Ende des Septembers erntereif und viele bringen damit Weihnachten in Verbindung. Für mich bedeuten die kleinen braunen Leckerbissen weit mehr als eine Beilage zur Gans oder ein Snack auf dem Weihnachtsmarkt. In meiner Familie ist es nämlich eine alte Tradition, in den kalten Monaten nach fast jedem Abendessen ein paar heiße Maronen zu essen. Das schmeckt, duftet im ganzen Haus und ist zudem noch gesund. . Ich mag den Herbst und es ist so schön, dass man nun bei einem langen Abendspaziergang die Äpfel direkt vom Baum pflücken kann. Ich liebe diese Abende, wenn die Sonne tief steht und einem angenehm ins Gesicht scheint. Hach, der September ist einfach einer der schönsten Monate im Jahr! Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . .]]></description>
		
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		<title>Obst &#038; Gemüse aus heimischem Anbau: Saisonkalender Juli!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 08:00:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Sommer ist einfach eine herrliche Zeit, denn in den Gärten wächst und gedeiht alles in seiner vollen Bracht. Dabei bietet der Saisonkalender Juli die größte Auswahl an heimischen Obst- und Gemüsesorten. Ein sehr bunter Monat, mit vielen frischen Zutaten für eure Gerichte. So könnt ihr euch morgens schon die Frage stellen, welche Obstsorte ihr gerne in euer Müsli schnippeln wollt. Von Aprikosen, über Kirchen und Mirabellen bis hin zu Zwetschgen, Pflaumen und die vielen Beeren (wie beispielsweise Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, Johannis- oder Stachelbeeren), sind eurer Phantasie nun keine Grenzen gesetzt. Auch beim Gemüse gibt es nun eine breite Vielfalt. So können Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Gurken, Möhren oder Radieschen aus dem eigenen Garten geerntet werden. Aber auch Tomaten beginnen jetzt ihre Saison, wenn sie auch noch nicht so aromatisch schmecken, wie es im August der Fall sein wird. Neben der Tomate beginnt zudem die rote Bete ihre Erntezeit. Die erdig schmeckenden Knollen sind dabei so vielfältig, dass einem mit ihnen sicherlich nie langweilig wird. Neben Risotto, Carpaccio, Suppen oder Chips, kann man rote Bete aber auch ganz einfach nur in einen Salat schnippeln. Ein wahrer Alleskönner! Mein liebstes Gemüse aus dem Saisonkalender Juli ist aber der Fenchel. Fenchel ist einfach toll, denn man kann mit ihm backen, kochen oder ihn einfach roh genießen. Gerade zu gegrilltem Fisch ist er eine perfekte und kalorienbewusste Beilage. Wir essen ihn aber am liebsten roh nach dem Essen. Das kurbelt nämlich die Verdauung an und liefert viele wichtige Vitamine und Nährstoffe. Und außerdem finde ich ihn einfach super lecker. Sommerliche Grüße, eure Graziella ♥ . .]]></description>
		
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		<title>Obst &#038; Gemüse aus heimischem Anbau: Saisonkalender Juni!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2019 08:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[07. Tipps und Tricks]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, leider habe ich es im Mai tatsächlich verpasst, den Saisonkalender zu veröffentlichen. Dafür gibt es heute eine große Auswahl an heimischen Obst- und Gemüsesorten für euch, denn der Saisonkalender Juni hat eine menge zu bieten. So wird es nun sehr bunt in eurer Müslischüssel,  denn neben Erdbeeren haben auch Stachelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen und Blaubeeren gerade ihre Saison. Zudem findet ihr mit Brokkoli und Blumenkohl zwei sehr gesunde Gemüsesorten in den Supermarktregalen. Die leicht verdaulichen Kohlsorten sind reich an Vitaminen sowie Ballaststoffen und sind dabei sehr kalorienarm. Zudem gibt es im Juni noch den leckeren Spargel, der seine Saison bald wieder beenden wird. Aber auch Zucchini und Zuckerschoten beginnen nun ihre Saison und können somit aus heimischen Anbaugebieten gekauft werden. Aber auch auf dem Salatteller wird es im Juni richtig knackig, denn neben Rucola und Eisbergsalat, bekommt man auch Radieschen und Gurken aus der Region. Ein toller Monat, dieser Juni &#8211; findet ihr nicht auch? Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . .]]></description>
		
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		<title>Tipps &#038; Tricks: Wildkräuter sammeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2019 06:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[07. Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[on Tour]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, der Frühling naht und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, das bald alles anfängt zu sprießen und zu blühen. Dann ist auch wider die Zeit in der man eine Menge Wildkräuter findet, die am Wegesrand und auf Wiesen nur darauf warten, gepflückt zu werden. Aus diesem Grund möchte ich euch heute etwas mehr über Wildkräuter erzählen, da ich im letzten Jahr ein kleines Seminar im Naturpark Kellerwald-Edersee besucht hatte. Ein sehr bekanntes Kraut ist die Brennnessel. Auch wenn man sie im eigenen Garten eher als lästiges Unkraut sieht, sollte man die piksende Pflanze noch lange nicht abschreiben. Brennnessel enthalten nämlich mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und sind reich an Mineralien wie Eisen, Magnesium und Kalium. Zudem kann man sie in der Küche sehr vielseitig einsetzen und daraus Suppen, Tee und Öle machen oder die Blätter knusprig ausbacken. Ein weiteres Wildkraut, dass ab April reichlich zu finden ist, ist der Gundermann. Die Pflanze gehört, ebenso wie unsere Küchenkräuter Pfefferminze, Rosmarin oder Thymian, zu den Lippenblütlern und man kann vom Stängel über die Blätter bis zu den lila Blüten alles essen. Er ist sehr aromatisch und wird deshalb auch “Wilde Petersilie” genannt. Der Gundermann war zudem ein Bestandteil der Gründonnerstagssuppe, die aus neun Kräutern zubereitet wurde und in einigen Dörfern heute noch gekocht wird. Auch der Löwenzahn vermehrt sich im Frühjahr schneller, als man sich im Garten wünschen würde. Doch statt ihn auf den Kompost zu werfen, kann man daraus leckere Gerichte zaubern. So lassen sich die Blätter im Salat oder in einer Löwenzahn-Suppe verarbeiten, während man aus den Blüten Honig bzw. Gelee oder Wein herstellen kann. Löwenzahn enthält viele Vital- und Mineralstoffe, wie Vitamin A, C und E, Calcium, Magnesium und Eisen. Eine ebenso gesunde Blume ist das Gänseblümchen, das übrigens ebenfalls ein Bestandteil der Gründonnerstagssuppe ist. Mit viel Vitamin C, Eisen und Magnesium, eignet sich das kleine Pflänzchen perfekt für Salate und Gemüsegerichte. Zudem kann man beispielsweise Gänseblümchen-Gelee, Gänseblümchen-Sirup oder eine Gänseblümchen-Butter daraus herstellen. Etwas unbekannter ist die Knoblauchsrauke. Dies ist ein gesundes, mildes und sehr würziges Kraut, das seinen Namen durch ein leichtes Knoblaucharoma besitzt. Die Pflanzen können samt der weißen Blüten zu Salaten, Brotaufstrichen oder zu Pesto verarbeitet werden. Dabei sollte man beachten, dass der würzige Geschmack beim Kochen verloren geht, weshalb Knoblauchsrauke nur roh verzehret werden sollte. Als letztes Kraut möchte ich euch den Wiesen-Sauerampfer vorstellen. Aufgrund seines sauren Geschmacks kann man ihn als Zitronen- oder Essig-Ersatz verwenden. Auch Sauerampfer eignet sich hervorragend für Salate, Saucen oder Suppen. Zudem ist es eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Sauce. Sauerampfer gilt als gesund und nährstoffreich und enthält viel Kalium sowie Vitamin C. Es gibt noch weitaus mehr Wildkräuter, die man sammeln und in leckeren Rezepten verarbeiten kann. Doch man sollte dennoch vorsichtig sein, denn ob wilder Schnittlauch, weiße Taubnessel, Bärlauch, Wiesen- und Kletten-Labkraut oder gar Apfel- oder Kirschblüten, wenn euer Körper keine Wildkräuter gewöhnt ist, solltet ihr erst mit nur einer Sorte beginnen. Tastet euch also langsam an die Pflanzen heran und schaut, wie sie euch schmecken, was man daraus machen kann und wie sie bei euch wirken. Mit den Kräutern ist es ähnlich wie mit Pilzen, es gibt teilweise sehr giftige Doppelgänger. Esst daher nur Pflanzen, die ihr auch zu hundert Prozent zuordnen könnt. Der Besuch eines Wildkräuter-Seminars wie diesem und eine passende Lektüre sind für Anfänger daher unabdingbar. Liebe Grüße, eure Graziella ♥]]></description>
		
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