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		<title>Jordan&#8217;s Untermühle in Rheinhessen: Mein absoluter #Seelenort</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2025 14:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, habt ihr schon mal dieses Gefühl gehabt, das erste Mal an einen Ort zu kommen und völlig in Love damit zu sein? Doch dann kehrt ihr irgendwann erneut voller Erwartungen zurück, nur um festzustellen, dass der Zauber verschwunden ist? Ich habe dieses Dilemma leider schon öfter erlebt, weshalb ich bisher nie mehr als zweimal im selben Hotel übernachtet habe. Das war zumindest so, bis ich Jordan&#8217;s Untermühle in Rheinhessen kennengelernt habe. Aber warum mich gerade dieses Hotel in der Nähe von Mainz so verzaubert hat, möchte ich euch jetzt ganz ausführlich erzählen! Die magische Anziehungskraft von Jordan&#8217;s Untermühle Es gibt einfach Orte, die eine ganz besondere Magie ausstrahlen. Orte, die einen tief in der Seele berühren und das Gefühl von Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Jordan&#8217;s Untermühle ist genau einer dieser Seelenorte. Das Hotel mit der historischen Mühle, das von einer malerischen Landschaft umgeben ist, vermittelte einem das Gefühl, bei sich selbst angekommen zu sein. Dieses Gefühl setzt bei mir immer dann ein, wenn ich auf die schmale Allee vor dem Hof fahre, hindurch der bogenförmig angelegten Bäume, die zu jeder Jahreszeit ihren ganz persönlichen Charme versprüht. Schon hier spürt man, dass etwas Besonderes auf einen wartet. Copyright: Jordan’s Untermühle Mein fünfter Besuch: Ein &#8220;Seelenort&#8221; wird zur Tradition Das erste Mal war ich im Juni 2022 für ein Yoga-Retreat in der Untermühle. Ich wusste vorher nicht, was mich erwarten würde, da ich den Kurs nur anhand der Bilder und Beschreibungen ausgewählt hatte. Ich hatte Glück, es war eine richtig coole Gruppe mit einer wundervollen Yoga-Lehrerin. Wir hatten fantastisches Wetter, saßen Tagsüber neben den Yoga-Sessions am Pool und konnten abends draußen das leckere Essen genießen. Die lauen Sommernächte versprühten ihren ganz eigenen Zauber und es fühlte sich wie ein Urlaub an einem weit entfernten Ort an (zum Thema Yoga erzähl ich euch später noch ein bisschen mehr). Nach etwa fünf Monaten fand ich mit meiner lieben Freundin Bettina erneut den Weg in die Untermühle. Ich hatte vorher so von dem Hotel geschwärmt und war gespannt, ob es ihr auch so gut gefallen würde. Als wir auf die Allee fuhren, erwartete uns ein Meer aus bunten Blättern, was eine ganz besondere Eleganz hatte. Bettina war direkt begeistert und fand den kleinen Innenhof mit seinem verträumten Flair sehr schön. Wir hatten eine fantastische Zeit. Wir haben ausgeschlafen und anschließend in Ruhe das abwechslungsreiche, leckere Frühstück genossen. Nach einem Spaziergang lagen wir meistens vor dem Kamin im Spa-Bereich oder im beheizten Pool. Am Abend wurde das 3-Gänge-Menü von einem guten Glas Wein begleitet und danach gab es noch einen Gin in der gemütlichen Hotelbar. Nach diesem schönen Freundinnen-Wochenende war ich noch im Februar und Mai 2023 für Retreats in der Untermühle. Und so kam der Oktober und ich fand mich zum bereits fünften Mal (wieder für ein Retreat, was sonst) in Jordan&#8217;s Untermühle wieder. Mittlerweile ist es für mich ein Gefühl von &#8220;nach Hause kommen&#8221;, wenn ich über die Allee fahre und anschließend freundlich am Empfang begrüßt werde. Die Historie von Jordan&#8217;s Untermühle: Wo Geschichte lebendig wird Die Geschichte von Jordan&#8217;s Untermühle reicht weit bis ins 13. Jahrhundert zurück, als sie erstmals in Urkunden erwähnt wurde. Über die Jahrhunderte hinweg diente sie als Getreidemühle. Heute sind noch viele Elemente aus dieser Zeit erhalten geblieben, die an die historische Nutzung erinnern. Doch hier wurde Geschichte nicht einfach nur bewahrt, sondern in die moderne Gestaltung des Hotels integriert. Martina und Gerhard Jordan haben seit 2005 alles darangesetzt, die Seele dieses Ortes zu bewahren und gleichzeitig neu zu beleben. Doch die Geschichte geht weiter, denn die nächste Generation, ihre Kinder Niclas und Luisa Jordan, sind ebenso voller Leidenschaft und Engagement für dieses Hotel. Aber die Untermühle ist mehr als nur ein historisches Gebäude und eine Familie, die ihre Geschichte weitergibt. Es ist die warmherzige Freundlichkeit des gesamten Teams, das liebevoll als &#8220;Mühlengeister&#8221; bezeichnet wird. Hier wird Gastfreundschaft großgeschrieben. Egal, ob es um besondere Wünsche, Empfehlungen für Ausflüge oder einfach nur herzliche Gespräche geht &#8211; im Hotel Jordan&#8217;s Untermühle fühlt man sich nicht wie ein Gast, sondern wie ein Teil der Familie. Die Freundlichkeit ist nicht gespielt oder aufgesetzt, sondern man spürt einfach immer, dass sie zur Philosophie des Hauses gehört, die von allen Mitarbeitern gelebt wird. Kuschel-Mühle, Traum-Mühle oder Mühle No7: Die Zimmer Die 45 Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet und bieten modernen Komfort. Gemütliche Betten, stilvolle Möbel und warme Farben schaffen eine behagliche Atmosphäre, in der man sich sofort zuhause fühlt. Neben dem ästhetischen Aspekt zeichnen sich die Zimmer auch durch ihre Funktionalität aus. Hier findet man alles, was man für einen angenehmen Aufenthalt benötigt. Jedes Zimmer erzählt dabei seine eigene Geschichte &#8211; von verspielt bis schlicht, von altem Fachwerk bis hin zum reduziert modernen Stil. Ein Highlight der Zimmer sind die schönen Ausblicke. Ob auf den Garten oder die umliegende Landschaft, jedes Fenster öffnet eine neue Perspektive auf die Schönheit der Natur Rheinhessens. Dabei sind die Zimmer in drei Kategorien eingeteilt. Im Haupthaus liegt die Kuschel-Mühle, in der sich die Einzelzimmer sowie die kleinen, aber feinen Doppelzimmer befinden. In der Mühle No7, die ebenfalls im Haupthaus liegt, kann man in wunderschönen Doppelzimmern und den beiden Suiten übernachten, die zwar im Landhausstil gebaut sind, aber dennoch einen sehr modernen, cleanen und gemütlichen Look versprühen. Hier liegen auch meine persönlichen Lieblingszimmer: Das 26 m² große Doppelzimmer Himmelreich, welches einen herrlichen Blick in die Natur bietet und über ein sehr bequemes King Size Bett verfügt. Das große Bad mit ebenerdiger Regendusche, die bodentiefen Fenster mit Aussicht ins Grüne inklusive Morgensonne, sowie der direkte Zugang zum Spa und dem Restaurant gefallen mir hier besonders gut. Und dann gibt es da noch die 40 m² große Spa-Suite „Wolke 7“, die das Herzstück des Gebäudes ist. Dieses Zimmer hatte mich schon auf den Bildern so angesprochen, dass ich es unbedingt wenigstens einmal buchen musste. Zugegeben, war das größte Argument die freistehende, große Badewanne, aber auch sonst bietet dieses Zimmer jeglichen Komfort. Ein sehr gemütliches King Size Bett, ein kleiner Weinkühlschrank, ein großes Bad mit Regendusche, der Balkon mit Blick auf den Pool sowie ein eigener Wohnbereich machen dieses Zimmer zum absoluten Highlight. Im Nebengebäude, das man über einen kurzen Weg durch den Innenhof erreicht, befindet sich die Traum-Mühle. Die Doppelzimmer „Tagträumer“, „Traumfänger“ und „Traumblick“ sind je nach Kategorie barrierefrei zugänglich und verfügen teilweise über Terrassen mit Blick auf die Pferdekoppel. Zudem findet man teilweise Stuckdecken oder Badewannen in den Zimmern, die aus einer Kombination aus altem Fachwerk und modernem Mobiliar bestehen. Besonderheit hier: Die 38 m² große Spa-Traumsuite mit King Size Bett, Whirl-Badewanne, eigener Sauna und einem wunderschönen Blick ins Grüne. Das Herz &#38; Rebe Spa: Ein Ort der Entspannung Schon beim Betreten des Spa-Bereichs spürt man eine absolute Ruhe und Gelassenheit. Sanfte Klänge und Düfte lassen einen den Alltagsstress direkt vergessen. Die Atmosphäre ist auch hier geprägt von herzlicher Gastfreundschaft und echter Hingabe. Auf 115 m² wurde eine wahre Wohlfühloase geschaffen. Die Spa-Lounge ist wie ein gemütliches Wohnzimmer eingerichtet und bietet viele verschiedene Möglichkeiten, um zu verweilen. Ob am großen Tisch bei einer Tasse Tee, auf dem Sofa mit Blick in den Garten, vor dem Kamin in einem gemütlichen Sessel oder auf einem großen Day-Bad mit etwas mehr Privatsphäre &#8211; Entspannungsorte gibt es hier einige. Copyright: Jordan’s Untermühle Der beheizte Outdoorpool, der nicht nur über einen Inneneinstieg, sondern auch über Whirlliegen und Massagestrahlen verfügt, ist eine weitere Besonderheit. Und was wäre ein Spa ohne Sauna? Im Herz &#38; Rebe Spa findet ihr nicht nur eine, sondern gleich mehrere Saunaerlebnisse. Neben der finnischen Sauna mit einem Panoramafenster und einer Biosauna, befindet sich hier noch ein Aromadampfbad, das alle Sinne belebt. Für die erfrischende Abkühlung nach dem Saunieren steht euch ein Kaltwasserbecken zur Verfügung, das revitalisierend wirkt und euch neue Energie schenkt. Ein Spaziergang durch den wunderschönen Spa-Garten ist eine weitere herrliche Abwechslung nach dem Saunagang. Die großzügige Außenliegefläche ist mit komfortablen Liegen und gemütlichen Cabanas mit Vorhängen ausgestattet. Hier könnt ihr die wohltuende Sonne auf eurer Haut spüren, entspannen und euch ganz der natürlichen Schönheit der Umgebung hingeben. Abgerundet wird das Wellnessangebot im Herz &#38; Rebe Spa durch eine breite Palette von Massage- und Kosmetikbehandlungen. Meine Favoriten sind dabei die Massagen &#8220;Gelöstheit &#38; Freigeist&#8221;, eine Nacken-, Schulter- und Kopfmassage, die mich jedes Mal total erdet und von allen negativen Gedanken löst, sowie die &#8220;Zentrierung &#38; Fundament&#8221;, eine Fußdruckpunktmassage inkl. Fußbad, die mich immer wieder aufs Neue erfrischt und zugleich entspannt. Diese beiden Massagen sind für mich ein Muss, weshalb ich sie bisher bei jedem Besuch gebucht habe. Praktisch ist, dass man die Massagen direkt mit der Zimmerreservierung buchen kann, was ich auch definitiv empfehle, da sie recht schnell ausgebucht sind. Die genauen Termine bekommt ihr dann kurz vor Anreise per Mail geschickt. Yoga in Jordan&#8217;s Untermühle: Ein Tauchgang in die eigene Seele Wie bereits erwähnt, begann meine Reise in die Untermühle mit dem Wunsch, ein Yoga-Retreat zu besuchen. Ich brauchte einfach eine Auszeit und ein bisschen Hilfe, um auf spirituelle Weise zu mir selbst zu finden. Ich suchte also nach einem Ort, an dem ich Körper und Seele in Einklang bringen konnte, wobei ich dank einer einfachen Google-Suche über die Untermühle stolperte. Was mich direkt angesprochen hatte, war der große, lichtdurchflutete Yoga-Raum, der bereits auf den Bildern mega schön aussah. Mittlerweile habe ich mein viertes Retreat in der Untermühle besucht und spüre noch immer den Zauber dieses Raums. Es findet übriges fast wöchentlich ein Retreat statt. Auf der Homepage habt ihr eine gute Auswahl an verschiedenen Stilen, Themen und Schwerpunkten. Wer noch nie ein Retreat gemacht hat, dem kann ich das nur ans Herz legen. So eine „Auszeit aus dem Alltag“ ist wie eine Reise zu sich selbst, bei der man tief in die Welt des Yoga und der Meditation eintauchen kann. Copyright: Jordan’s Untermühle Es werden täglich von 11:00 bis 12:00 Uhr Yoga-Kurse angeboten, die für Hotelgäste kostenfrei sind. Somit haben selbst diejenigen, die noch nie Yoga ausprobiert haben, die Gelegenheit, in die Magie dieser uralten Praxis einzutauchen. Und dann gibt es noch das Mittwochs-Highlight, das Airrail-Yoga. Hier schwebt ihr, begleitet von der lieben Alex, durch den wunderschönen Yoga-Raum. Es ist, als ob die Schwerkraft für einen Moment aufgehoben wird und ihr frei wie ein Vogel seid. Ich habe bei Alex mein allererstes Airrail-Yoga praktiziert und bin seitdem ein großer Fan dieses Yoga-Stils. Mittlerweile habe ich mein eigens Tuch und sogar ein ganzes Retreat bei Alex besucht. Ich mag sie einfach, weil sie so authentisch ist und mega gut anleiten kann. Sie hat es in nur ganz wenig Zeit geschafft, mir die Angst zu nehmen, die ich zu Beginn vor den Umkehrhaltungen hatte. Kulinarische Genüsse im hauseigenen Vinothek-Restaurant Lu&#8217;s Bunter Genuss In Lu&#8217;s Bunter Genuss, das von der Tochter der Familie geführt wird, werden kulinarische Höhepunkte geschaffen, während frische Zutaten und erlesene Weine die Hauptrolle spielen. Die Liebe zum Detail und die Hingabe für gutes Essen sind in jedem einzelnen Gericht spürbar. Aber es ist nicht nur die Aromenvielfalt, die dieses Restaurant zu etwas Besonderem macht. Es ist die bemerkenswerte Frau, die hinter den kulinarischen Werken steht: Luisa Jordan. Luisa ist nicht nur eine herausragende Köchin, sondern auch eine Inspiration. In einer Welt, die oft von Männern dominiert wird, hat sie den Mut und die Ausdauer gezeigt, sich in diesem anspruchsvollen Beruf zu behaupten. Ihre Kochkunst ist mehr als nur ein Beruf; sie ist eine Leidenschaft, die aus jedem Gericht spricht. Während meines letzten Aufenthalts hatte ich die Gelegenheit, persönlich mit Luisa zu plaudern. Ihre Visionen und ihre Begeisterung für das Kochen sind ansteckend. Sie träumt von Gerichten, die Herzen berühren und Geschmacksknospen verzaubern. Und genau das tut sie in Lu&#8217;s Bunter Genuss. Hier werden nicht nur Mahlzeiten serviert; hier werden Erinnerungen geschaffen. Ein Besuch in Lu&#8217;s Bunter Genuss ist eine Reise für die Sinne und eine Hommage an die kulinarische Vielfalt. Copyright: Jordan’s Untermühle Luisa Jordan wollte nicht von Kindesbeinen an Köchin werden, sondern fand erst mit 18 Jahren in den Beruf. Nach ihrem Abitur fing sie an zu überlegen, ob die Welt der Gastronomie nicht doch etwas für sie sein könnte. Sie begann auf Schloss Elmau in Bayern...]]></description>
		
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		<title>Fotostrecke: Réttir 4.0 von IPZV &#038; Vikingyr</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 15:00:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&#8211; dieser Beitrag enthält Werbung &#8211; Ihr Lieben, wie versprochen, folgt heute die Fotostrecke zum Réttir 4.0 Kochevent vom Islandpferde-Reiter und Züchterverband e.V. (IPZV) und Vikingyr Islandlamm, bei dem ich mit dem isländischen Koch Gísli Matthías Auðunsson am Herd stand. Gemeinsam kochten wir zwei seiner Rezepte mit dem isländischen Lammfleisch von Vikingyr und plauderten mit den Moderatoren des Abends Guðbjörn H. Jónsson (auch Bjössi genannt) und Ingmar Fritz Rauch über Island, Vikingyr und die wunderschönen Island-Pferde. Anlass für das Event war der „Réttir“. Diese isländische Tradition bezeichnet den Abtrieb der Schafe, Lämmer und Pferde in die Täler, wo sie dann ihren Besitzern zugeordnet werden und in ihre Winterquartiere kommen. Der Réttir ist in Island schon fast eine Art Volksfest, an dem nicht nur gearbeitet, sondern auch gut gegessen und getrunken wird. Die Tradition des Réttirs ist auch ein besonderes Reiterlebnis, bei dem das Islandpferd seine Trittsicherheit und Kraft unter Beweis stellt und somit für die harte Arbeit auf dem Hochland unentbehrlich ist. Islandpferde sind wunderschöne Tiere, die es mir echt angetan haben. Sie sind elegant, vertrauensvoll und mystisch zugleich. Sie haben eine robuste Gesundheit und sind sehr ausdauernd, was auf die harte Natur der Insel und der über Jahrhunderten gehaltenen Reinzucht zurückzuführen ist. Das Besondere am Islandpferd sind seine angeborenen Gangarten Tölt und Pass, die es zusätzlich zu den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrscht. Da die Pferde ein fester Bestandteil des Réttir sind, passte kaum ein Ort besser für unser Kochevent, als der Hof des bekannten Pferdezüchters Herbert „Koki“ Ólason, in dessen Küche wir ein wahres Festmahl zubereiten durften. Deshalb war auch der IPZV, neben der Marke Vikingyr Islandlamm, Veranstalter des Réttir 4.0 Kochevents. Der IPZV wurde im Jahr 1958 gegründet und entwickelte sich mit den Jahren aus einem Ponyclub zum Reiter- und Züchterverband. Heute ist der IPZV Deutschland der mitgliederstärkste Verband aller europäischen und überseeischen Islandpferdeverbände, mit weit über 26.000 Mitgliedern und 60.000 Islandpferden, was ich sehr beeindruckend finde. Genauso beeindruckend ist die Marke Vikingyr! Island ist bekannt für seine ursprüngliche Natur und seine atemberaubenden Landschaften. Aktive Vulkane, Gletscher, Flüsse und Seen prägen das Land ebenso wie karge Weidelandschaften. Auf der Insel aus Feuer und Eis leben fast doppelt so viel Schafe wie Menschen! Denn schon vor über 1.000 Jahren haben die Wikinger die ersten Lämmer nach Island gebracht und damit den Anstoß für die traditionsreiche Haltung gegeben. Da sich diese Ursprungsschafe gegen die harten Wetterbedingungen durchsetzen konnten, wurden keine weiteren Rassen auf die Insel gebracht. Somit sind die heutigen ca. 500.000 Schafe genetisch identisch mit den Tieren, die im Jahr 874 auf die Insel kamen. Dadurch ist die Reinzucht bis heute garantiert, was weltweit einzigartig ist. Das macht Vikingyr Lammfleisch zum reinsten Fleisch der Welt! Genauso wichtig ist aber auch die Verarbeitung nach der Schlachtung. Hier überwacht das unabhängige isländische Veterinäramt mast die Ankunft, Betäubung, Schlachtung und Zerlegung des Lammfleischs. Für den Export wird das Fleisch tiefgefroren nach Frankreich versandt, wo es schonend aufgetaut und zerlegt wird. Mit diesem Verfahren können die Qualität des Lammfleisches erhalten und die Cuts später Zuhause wieder eingefroren werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die nachhaltige Fleischverwertung im Handel „from nose to tail“. So viel zum Hintergrund des Events und der Veranstalter. Es ist mir sehr wichtig, dass ihr versteht, was hinter dem IPZV und vor allem der Marke Vikingyr Islandlamm steht, damit ihr meine Leidenschaft und Passion für das Fleisch und die Geschichte dahinter versteht. Ich mache ja kein großes Geheimnis daraus, dass ich eine absolute Fleischliebhaberin bin. Natürlich nicht jeden Tag und in Maßen, dennoch gerne. Es ist mir aber sehr wichtig zu wissen, wo das Fleisch herkommt, wie die Tiere gelebt haben und wie nachhaltig das Produkt ist, das ich später an der Theke meines Metzgers kaufe. Nun möchte ich aber auch noch etwas über meine Erfahrungen berichten, denn solch ein Kochevent war auch für mich etwas ganz Neues. Gekocht wurde auf dem Islandpferdegestüt Hrafnsholt in Neustadt bei Hannover. Unser Gastgeber Herbert Ólason (auch Koki genannt) ist nicht nur ein super sympathischer und netter Kerl, sondern er besitzt auch noch eine unfassbar schöne Küche. Mir war zunächst gar nicht bewusst, dass es seine eigene Küche war, da sie so groß ist, dass ich dachte es sei eine Showküche. Dazu beigetragen haben ehrlich gesagt auch die vielen Kameras und Monitore, die überall herumstanden. Zum Glück bin ich ein wenig geübt, vor der Kamera zu stehen, weshalb es mir nicht viel ausmachte. Nach einem kurzen Check bei der Maske und mit neuer Kochjacke, ging es dann auch schon los. Unter der fachkundigen Anleitung des isländischen Starkochs Gísli Matthías Auðunsson, der hierzulande aus der TV-Sendung „Kitchen Impossible“ bekannt ist,  haben wir zwei seiner Rezepte mit dem isländischen Lammfleisch von Vikingyr gekocht. Eines davon war die super zarte und saftige geschmorte Lammhaxe und -schulter in Rhabarber-BBQ-Sauce mit Knollenselleriecreme, die ich euch ja bereits vorgestellt habe. Ich kann es euch nur ans Herz legen, dieses Gericht mit dem Vikingyr Lammfleisch nachzukochen. Eine Aromen-Explosion, bei der man gar nicht merkt, dass man überhaupt Lamm isst. Das zweite war ein ebenfalls sehr leckerer Lammrücken mit Blauschimmelkäse-Knoblauchsauce und Fenchelsalat. Dieses Rezept findet ihr übrigens »hier« und auch da lohnt es sich, das Gericht mal Zuhause auszuprobieren. Ich weiß, wenn es um Lammfleisch geht, dann scheiden sich die Geister. Ein Grund dafür ist die weitverbreitete Meinung, Lammfleisch schmecke nach &#8220;Stall&#8221;. Bei dem isländischen Lammfleisch ist dies aber definitiv nicht der Fall! Es ist sehr aromatisch, zart und saftig, aber dennoch extrem mild und ohne jegliche Spur eines strengen Geschmacks. Deshalb kann man es auch wunderbar als Carpaccio oder Tatar zubereiten. Ein Rezept für Lamm-Carpaccio auf Feldsalat hatte ich ja erst die Tage veröffentlicht. Das Fleisch für die beiden Gerichte könnt ihr übrigens an der Bedientheke in eurem Supermarkt bestellen. Einen „Shopfinder“ für den Kauf von Vikingyr in eurer Nähe gibt es »hier«. Alternativ könnt ihr einige Cuts auch online unter www.genusswelt.de bestellen. Es hat mir eine wahnsinnige Freude bereitet und war mir eine Ehre, neben Gísli am Herd stehen zu dürfen. Seine lockere, sehr sympathische und entspannte Art hat mich vom ersten Moment an beeindruckt. Ich muss dazu sagen, dass alle Anwesenden super sympathisch und nett waren. Ob unser Gastgeber Koki, der bekannte Reiter Haukur Tryggvason, der Islandpferde-Kenner Joshua Hütter, unsere Moderatoren Bjössi und Ingmar, die Mädels aus dem Orgateam oder das Kamerateam &#8211; wir hatten alle eine Menge Spaß! Die Isländer sind schon extrem coole Socken und sehr herzlich. Ich möchte euch auch an dieser Stelle gerne noch Gíslis neues Buch „Slippurinn“ ans Herz legen. Es ist zwar auf englisch, aber es lohnt sich dennoch. Darin findet ihr ganz viele Rezepte, teilweise auch mit Lammfleisch, die die Region und Traditionen Islands aufgreifen und gleichzeitig die moderne Küche repräsentieren. Nachdem die Kameras aus waren und wir noch mit einem leckeren Wein angestoßen haben, sind wir zum besten Part des Abends übergegangen, dem Essen der gekochten Gerichte. Ganz nach Art des Réttirs saßen wir gemeinsam an der großen Tafel, haben geschlemmt, getrunken, uns über Island, die Pferde und die Schafe unterhalten und viel gelacht. Ein krönender Abschluss eines wundervollen Tages, der mir sehr lange in guter Erinnerung bleiben wird. Und eins kann ich euch versichern, das isländische Lammfleisch von Vikingyr war definitiv das beste Lamm, dass ich je gegessen habe. Ich würde sogar behaupten, es war generell das beste Fleisch, dass ich je probiert habe! Ihr Lieben, ich war noch nie auf Island und ich bin noch nie geritten. Bis zu diesem Event wusste ich auch gar nicht, dass ich beides unbedingt nachholen muss! Ich hoffe, dass ich mit meinen Eindrücken aus dem Réttir 4.0 dieselbe Sehnsucht in euch wecken konnte, wie sie in mir entstanden ist. Oh du wundervolles Island, ich werde dich irgendwann mal besuchen, das ist ganz sicher! Und euch drücke ich nun fest die Daumen, denn wer bis zum 24. Oktober 2021 eines der Gerichte aus unserem Réttir 4.0 Event nachkocht oder ein eigenes Gericht mit dem großartigen Vikingyr Lammfleich zubereitet, fotografiert und das Bild einschickt, hat die Möglichkeit, eine Reise nach Island zu gewinnen. Es gibt aber auch noch andere coole Preise, wie Jahresmitgliedschaften für den IPZV oder Gíslis Kochbuch „Slippurinn“. Alle Bedingungen zum Gewinnspiel sowie Infos, wo ihr Vikingyr Lammfleisch bestellen könnt, findet ihr auf der Webseite www.vikingyr.is. Und alle, die das Kochevent verpasst haben, können sich den Stream unsers Réttir 4.0 über die Seite des IPZV anschauen. Viel Glück, liebe Grüße und skál, eure Graziella ♥ . Herzlichen Dank an Vikingyr für die gute Zusammenarbeit. Mein Beitrag bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.]]></description>
		
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		<title>Réttir 4.0: Lamm-Carpaccio auf Feldsalat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 16:22:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01. Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Für jeden Tag]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8211; dieser Beitrag enthält Werbung &#8211; Ihr Lieben, wie ihr vor einigen Tagen auf meinem Instagram-Account sicher mitbekommen habt, habe ich am 1. Oktober beim Réttir 4.0 Kochevent vom Islandpferde-Reiter und Züchterverband e.V. (IPZV) und Vikingyr Islandlamm mit dem isländischen Koch Gísli Matthías Auðunsson am Herd gestanden. Gemeinsam kochten wir zwei seiner Rezepte mit dem isländischen Lammfleisch von Vikingyr und plauderten mit den Moderatoren des Abends Guðbjörn H. Jónsson und Ingmar Fritz Rauch über Island, Vikingyr und die wunderschönen Island-Pferde. Anlass für das Event war der „Réttir“, der Abtrieb der isländischen Lämmer und Pferde im Herbst. Diese besondere Tradition wird alljährlich mit einem großen Volksfest gefeiert, dem sogenannten „Réttardansleikur“. Das Fest ist Beweis der naturverbundenen und nachhaltigen Lebensart der Isländer und zeigt sich nicht nur in der Welt der Islandpferde, sondern auch bei der Haltung und Betreuung der Islandlämmer. Und genau dafür steht die Marke Vikingyr mit ihrem original isländischem Lammfleisch, das seit über 1.000 Jahren unberührt und reinrassig gehalten wird. Die Tiere verbringen dabei ihr ganzes Leben auf der Weide, wobei die Lämmer von der Geburt bis zur Schlachtung mit ihren Müttern im Hochland Islands leben. Island-Schafe ernähren sich ausschließlich aus Beeren, Gräsern und Kräutern, wobei weder Pestizide, Herbizide, Hormone oder Antibiotika eingesetzt werden. Das benötigen sie auch nicht, da die Island-Schafe weltweit die niedrigste Krankheitsrate aller Schafzuchten haben. All diese Faktoren sorgen dafür, dass das Vikingyr Lammfleisch besonders zart, saftig und feinfasrig ist und über einen ganz milden Geschmack verfügt. Zudem besitzt das Fleisch einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren und Eisen. Genügend Gründe, um mein leckeres Lamm-Carpaccio auf Feldsalat mal auszuprobieren, findet ihr nicht auch? Für 2 Personen: 1 Vikingyr Lammrücken 100 g Feldsalat 2 EL Pinienkerne 20 g gehobelten Parmesan etwas Balsamico-Creme etwas Olivenöl Salz &#38; Pfeffer Außerdem:  Backpapier Backpinsel Plattiereisen Zubereitung: Aus dem Rücken das Lammfilet herauslösen und die Lachse für einen Hauptgang nach Wahl nutzen. Nun das Lammfilet in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden. Je eine Scheibe Filet zwischen zwei eingeölten Backpapierblätter legen und das Fleisch vorsichtig mit einem Plattiereisen hauchdünn klopfen. Das Öl sorgt dafür, dass die Fleischfasern nicht so leicht reißen und das Fleisch nicht an dem Papier kleben bleibt. Das Carpaccio kaltstellen. Feldsalat putzen, waschen und trockenschleudern. Parmesan reiben. Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne rösten. Nun die Teller anrichten. Hierfür zunächst etwas Salat auf den Teller geben, dann das Carpaccio darüberlegen und mit Essig und Öl beträufeln. Nun mit den Pinienkernen und dem Parmesan garnieren und sofort servieren. Dazu passt frisch gebackenes Weißbrot. Ihr Lieben, bis zum 24. Oktober 2021 habt ihr die Möglichkeit, eine Reise nach Island und weitere tolle Preise zu gewinnen. Dazu einfach eines der Gerichte aus unserem Réttir 4.0 Kochevent nachkochen oder ein eigenes Gericht mit dem tollen Vikingyr Lammfleisch zubereiten, fotografieren und das Bild einschicken. Alle Bedingungen zum Gewinnspiel sowie Infos, wo ihr Vikingyr Lammfleisch bestellen könnt, findet ihr auf der Webseite www.vikingyr.is. Und alle, die das Kochevent verpasst haben, können sich den Stream unseres Réttir 4.0 über die Seite des IPZV anschauen. Morgen folgt dann meine Interpretation von Gíslis Rezept zur geschmorten Lammhaxe in Rhabarber-BBQ-Sauce und die Fotostrecke zum Event &#8211; schaut also unbedingt noch mal im Blog vorbei. Viel Glück, liebe Grüße und skál, eure Graziella ♥ . Herzlichen Dank an Vikingyr für die zur Verfügung gestellten Produkte. Mein Beitrag bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder. .]]></description>
		
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		<title>&#8220;Delicious Saarland&#8221;: Von Flusschleifen, Stadtgärten und Sternerestaurants</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2019 07:00:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, mittlerweile habe ich euch schon oft genug vorgeschwärmt, wie verliebt ich in unser herrliches Land bin. Ich stelle immer und immer wieder fest, dass man gar nicht so weit in die Ferne reisen muss, um vom Alltag entfliehen zu können und ein paar entschleunigende Tage zu erleben. Zugegeben, das Saarland hatte ich bis vor ca. zwei Monaten nicht auf meiner Reiseziel-Liste, nach ein paar wundervollen Tagen die ich im kleinsten Bundesland Deutschlands verbringen durfte, stehet für mich fest: Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch im Saarland. Warum? Das möchte ich euch jetzt ganz ausführlich erzählen. Puh, einen Anfang zu finden ist echt schwer. Die Bloggerreise &#8220;Delicious Saarland&#8221; war tatsächlich eine der Reisen, bei denen mir von A bis Z einfach alles gefallen hat. Ich durfte so viele schöne Sachen erleben, so viele liebe Menschen kennenlernen und soooo gut essen. Das Motto der Saarländer &#8220;hauptsach gudd gess“ kommt schließlich nicht von ungefähr. In keinem anderen Bundesland ist die Michelin-Sterne-Dichte pro Kopf so hoch wie hier. Auch die Liebe für die Region und deren Produkte ist erstaunlich. Und ganz nebenbei ähnelt der saarländische Dialekt sehr stark dem hessischen &#8211; finde ich jedenfalls. Und dann ist da noch die wohl schönste Flussschleife der Welt&#8230; Copyright: Eike Dubois / Tourismus Zentrale Saarland Grund der Reise war ein kleine Challenge unter Bloggern, die von der Tourismus Zentrale Saarland organisiert wurde. Laura von Herz an Hirn, Dirk vom Gourmet Blog und ich sollten teils gemeinsam, teils alleine, alle Facetten des Saarlands kennenlernen und dabei verschiedene Aufgaben lösen. Begonnen haben wir bei einem Pralinenseminar im Café Resch. Hier sollten wir unsere eigenen Pralinen kreieren, was für mich eine wahre Herausforderung war. Ihr wisst ja, ich habe es nicht so mit der Zubereitung von Süßspeisen und war deshalb am Ende echt mega stolz, als ich meine kleinen Schätze endlich vernaschen durfte und sie auch noch lecker waren. Ok, ich muss zugeben, dass die Füllung vom Profi kam, aber das Befüllen und Verzieren war schließlich die größte der Herausforderung. Das Café Resch in Eppelborn wird bereits in der dritten Generation von der Familie geführt. Im Stil der 60er Jahre eingerichtet, sind die Polstersessel, Holzvertäfelungen und Blümchentapeten Zeugen einer langen Geschichte der Confiserie, die keinesfalls alt und eingestaubt wirkt, sondern sehr authentisch und herzlich ist. Viele der über 100 Pralinen und Trüffel wurden auf nationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Ein Besuch bei Familie Resch lohnt sich, denn auch die Kuchen und Torten sind himmlisch gut. Nach dem Pralinenseminar hatte jeder etwas Zeit für sich. So bin ich den 1.200 Meter langen Baumwipfelpfad entlang zum schönsten Aussichtspunkt im ganzen Saarland gelaufen. Beeindruckend war dabei aber nicht nur die Sicht, denn auch der Weg bis zur Aussichtsplattform ist spektakulär. Vorbei an den Baumkronen riesiger Buchen und Eichen, geht es bis über 40 Meter hoch hinaus. Oben angekommen, wird man mit einem Blick auf die berühmte Saarschleife und die faszinierende Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück belohnt. Am Abend ging es in das Landhotel Saarschleife, wo uns ein außergewöhnliches Abendessen erwartete. Das kulinarische Versprechen des Landhotels und des hauseigenen Restaurants ist eine kreative Küche mit ökologischer Nachhaltigkeit zu fairen Preisen und frischen Zutaten von lokalen Erzeugern. Im hübschen Hotelgarten stand eine feurige Überraschung für und parat, denn wir sollten bei einem Kochkurs in die Kunst des Schwenkens eingeführt werden. Das Grillen auf einem beweglichen Grill über offenem Feuer gehört zum Saarland, wie das Amen in der Kirche. Neben einem ordentlichem Wurstring, Apfelmus und einer wahnsinnig leckeren Biersauce, landeten auch die berühmten Dibbelabbes auf dem Schwenker. Dabei mögen es die Saarländer gerne etwas salziger, was aber dank dem leckeren Wein vom Bioweingut Ollinger-Gelz nicht ganz so schlimm war. Nachdem wir am ersten Tag gemeinsam unterwegs waren, hatten wir am nächsten Morgen unterschiedliche Aufgaben erhalten. Beim ersten Blick auf unsere Challenge-Karten, war ich über meine Aufgabe sehr glücklich. Während die anderen beiden nämlich ganz langweilig Einkaufen und Brotbacken sollten, durfte ich Fische fangen. So wurde ich nach einem ausgiebigen und sehr leckeren Frühstück im Landhotel Saarschleife von Marc vom Forellengut Rosengarten abgeholt. Marc hat sich ganz viel Zeit für mich genommen und mir mit einer sehr ansteckenden Begeisterung sein ganzes Reich gezeigt. Das Forellengut befindet sich in einem Seitental der Saar, ca. 24 km von Trier entfernt. Auf einer Fläche von 6,5 Hektar liegen 30 Teiche die von Regenbogen- und Bachforellen sowie Saiblingen bewohnt werden. Auch Störe, Barsche und Zander sind in den Teichen anzutreffen. Im eigenen Fischladen können Räucherfische, Fischpasteten, Salate oder  Fischsuppen erworben und genossen werden. Den ersten Teil meiner Aufgabe, einen Fisch zu fangen, auszunehmen und zu filetieren, hatte ich natürlich mit Bravour gemeistert. Für den zweiten Teil ging es weiter zu Markus und Theresia vom Landhaus Wern&#8217;s Mühle. Die beiden sind sehr herzliche und liebe Menschen. Das Restaurant ist sehr authentisch eingerichtet und die Küche super lecker. 2018/19 wurden sie sogar zu Saarlands Genuss Gastwirt ausgezeichnet. In Markus moderner Restaurantküche haben wir die Seiblinge aus dem Forellengut auf der Haut kross gebraten und zu Bohnen, Kartoffeln und einer leckeren Weißweinsauce serviert. Extra für mich, weil ich Weißwein so gar nicht mag, gab es sogar einen super leckeren Rotwein, der perfekt zu dem Fischgericht passte. Zum krönenden Abschluss eines wunderbaren Tages, haben wir uns alle im Barrique, das Sternerestaurant des Hämmerle´s, getroffen, um gemeinsam zu kochen und über unsere Erlebnisse zu plaudern. Küchenchef und Sternekoch Cliff Hämmerle legt großen Wert auf hochwertige Produkte aus der Umgebung. Deshalb verwendet er bei der Zubereitung der Gerichte naturbelassene Produkte aus dem heimischen Bliesgau. Eigentlich war hier die Aufgabe, gegen den Sternekoch anzutreten und ein Menü zuzubereiten. Wir haben aus dem Wettbewerb allerdings einen gemeinsamen Kochabend gemacht und zusammen den Amuse-Bouche zubereitet. Später servierte Cliff uns weitere Leckereien wie ein Carpaccio von der Mango mit Ziegenkäse, Thunfisch und Avocado, ein rosa gebratenes Reh mit Topinambur, Kartoffeln und Möhren sowie ein himmlisches Dessert aus Rotweinsorbet, Mokka-Törtchen und Schokoladen-Mouse, um nur drei der sechs Gänge aufzuzählen. Auch wenn ich absolut nicht hungrig war, hätte ich von allen Speisen das doppelte essen können. Naja, ihr wisst schon, &#8220;hauptsach gudd gess“. Am nächsten Tag mussten wir früh aus den Federn, um unserer nächsten Challenge entgegen zu treten. Auf dem Stadtbauernhof Saarbrücken sollten wir nämlich essbare Blüten finden. Der Stadtbauernhof ist ein kulinarischer und geselliger Treffpunkt für Jung und Alt. Das Team des Bauernhofs hat es sich zur Aufgabe gemacht, gesunde und frische Nahrungsmittel mitten in der Stadt erlebbar zu machen. In dem solidarischen Landwirtschaftsbetrieb steht der ökologische Anbau von Obst und Gemüse im Vordergrund. So findet man hier neben essbaren Blüten, Zucchini, Tomaten, Paprika &#38; Co. beispielsweise auch Honigmelonen. Für Neugierige gibt es Hofführungen und Hobbygärtner können an verschiedene Gärtner-Workshops teilnehmen. Mit unseren essbaren Blüten bewaffnet, ging es in das nächste Sternerestaurant. Wie sollte es auch anders sein, wir konnten ja unmöglich mit „leerem“ Magen abreisen. Im Herzen von Saarbrücken verwöhnt Küchenchef Silio Del Fabro die Gäste des Esplanade mit einer modern interpretierten, klassischen französischen Küche, die er mit tagesfrischen saisonalem Gemüse vom Stadtbauernhof Saarbrücken verfeinert. Dabei schnuppert das Esplanade erst seit März 2019 an der Sternenluft. Dass diese Auszeichnung mehr als verdient ist, bewies ein hervorragendes Mittagsmenü, dass mir den Abschied vom schönen Saarland nur noch schwerer machte. Unsere Blüten wurden dabei in einem Salat verarbeitet, den man unmöglich als solchen bezeichnen konnte. Ein Kunstwerk aus Gemüse, Blüten, Pinienkernen und Avocado machten aus dieser Vorspeise einen wahren Gaumenschmaus. Zum Hauptgang gab es eine saftige Maispoularde mit Zwiebeln, Risotto und Sauce Bernaise und zum Dessert verwöhnte uns Silio mit einer Variation der Kirche. Nach diesem wundervollen Lunch ging es wieder zurück an den Edersee. Dabei hatte ich die Zugfahrt genutzt, um mir über die letzte Challenge Gedanken zu machen. Wir sollten nämlich ein Rezept entwickeln, dass uns an die Kulinarik des Saarland erinnert. Und so sehr mir die hervorragende Sterneküche mit den vielen leckeren Gerichten gefallen hat, ist mir doch ein ganz besonderes, gut bürgerliches Gericht in Erinnerung geblieben. Wahrscheinlich liegt es an dem lustigen Namen, aber es mussten halt einfach Dibbelabbes werden. Daher Bühne frei für meine ganz persönliche Version des &#8220;Saarländer Nationalgerichts&#8221;: Rezept: Kartoffelpfanne nach Dibbelabbes-Art Für 2 Personen: 500 g festkochende Kartoffeln 100 g geräucherter Bauchspeck 1/2 Stange Lauch 1 Zwiebel 1 Ei 1 Apfel 2 Zweige Petersilie 3 EL Butter etwas Muskat Salz &#38; Pfeffer Zubereitung: Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem Küchentuch auspressen, damit sie eine trockene Masse bilden. Petersilie waschen, trocknen und fein hacken. Lauch putzen und in Ringe schneiden. Zwiebel abziehen und würfeln. Speck in feine Streifen schneiden. Apfel wachen, trocknen, halbieren und entkernen. Eine Hälfte würfeln, die andere Hälfte anderweitig verwenden. Ein EL Butter erhitzen und darin Lauch, Zwiebeln, Apfel und Speck ca. 5 Minuten anschwitzen. In der Zwischenzeit Kartoffelmasse, Petersilie und Ei in eine Schüssel geben, miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die restliche Butter in einer neuen Pfanne erhitzen und die Masse portionsweise darin kross anbraten. Sobald die Kartoffelpuffer gar sind, die Zutaten aus der anderen Pfanne darüber geben, alles erhitzen und sofort servieren.  Ihr Lieben, auf der Seite der Tourismus Zentrale Saarland habt ihr ab dem 4. Oktober 2019 die Chance, ebenfalls eine Kurzreise ins wundervolle Saarland zu gewinnen. Dazu müsst ihr euch nur die Beiträge der anderen beiden Blogger durchlesen und dem für euch schönsten Artikel eure Stimme geben. Ich wünsche euch viel Glück und freue mich natürlich, wenn ihr für meinen stimmt 😉 Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . Herzlichen Dank an die Tourismus Zentrale Saarland für die Einladung. Mein Artikel bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder. ]]></description>
		
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		<title>Meet the Cook: Jamie Oliver</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2019 07:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[02. Rund um den Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[on Tour]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, wie ihr sicherlich auf meinem Instagram-Account mitbekommen hattet, ist letzten Winter ein großer Wunsch für mich in Erfüllung gegangen. Ich habe Jamie Oliver getroffen. Dabei war das nicht irgendein Treffen, sondern etwas ganz Besonderes. Zum Release seines neuen Buches &#8220;Quick &#38; Easy 5&#8221;, durfte ich als eine von fünf auserwählten Bloggerinnen ganz exklusiv in einem Berliner Appartement mit dem Starkoch über meine Lieblingszutaten sprechen. Initiator dieses tollen Events waren der DK Verlag und Tefal, denen ich dafür sehr dankbar bin.  Jede von uns sollte etwas mitbringen, was in der Küche auf keinen Fall fehlen darf. Für mich war sofort klar, dass ich ihm die grandiosen Lorbeerblätter vom Baum unserer Nachbarin in Italien zeigen würde. Die duften so herrlich und schmecken richtig intensiv. Jamie war jedenfalls total begeistert und hätte am liebsten eine Großbestellung aufgegeben. Wir plauderten darüber, in welchen Gerichten man sie verwenden kann und schwärmten von Italien. Jamie ist ein großer Italien-Fan, was er an diesem Tag mehrmals betonte. Hach, es war sooooo cool und Jamie Oliver war sooo sympathisch. Ihm ist der Erfolg jedenfalls nicht zu Kopf gestiegen und so war es ein sehr entspanntes, lustiges und einmaliges Erlebnis. Danke Tefal, danke Jamie! Liebe Grüße, eure Graziella ♥]]></description>
		
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		<title>Tipps &#038; Tricks: Wildkräuter sammeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2019 06:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[07. Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[on Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, der Frühling naht und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, das bald alles anfängt zu sprießen und zu blühen. Dann ist auch wider die Zeit in der man eine Menge Wildkräuter findet, die am Wegesrand und auf Wiesen nur darauf warten, gepflückt zu werden. Aus diesem Grund möchte ich euch heute etwas mehr über Wildkräuter erzählen, da ich im letzten Jahr ein kleines Seminar im Naturpark Kellerwald-Edersee besucht hatte. Ein sehr bekanntes Kraut ist die Brennnessel. Auch wenn man sie im eigenen Garten eher als lästiges Unkraut sieht, sollte man die piksende Pflanze noch lange nicht abschreiben. Brennnessel enthalten nämlich mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und sind reich an Mineralien wie Eisen, Magnesium und Kalium. Zudem kann man sie in der Küche sehr vielseitig einsetzen und daraus Suppen, Tee und Öle machen oder die Blätter knusprig ausbacken. Ein weiteres Wildkraut, dass ab April reichlich zu finden ist, ist der Gundermann. Die Pflanze gehört, ebenso wie unsere Küchenkräuter Pfefferminze, Rosmarin oder Thymian, zu den Lippenblütlern und man kann vom Stängel über die Blätter bis zu den lila Blüten alles essen. Er ist sehr aromatisch und wird deshalb auch “Wilde Petersilie” genannt. Der Gundermann war zudem ein Bestandteil der Gründonnerstagssuppe, die aus neun Kräutern zubereitet wurde und in einigen Dörfern heute noch gekocht wird. Auch der Löwenzahn vermehrt sich im Frühjahr schneller, als man sich im Garten wünschen würde. Doch statt ihn auf den Kompost zu werfen, kann man daraus leckere Gerichte zaubern. So lassen sich die Blätter im Salat oder in einer Löwenzahn-Suppe verarbeiten, während man aus den Blüten Honig bzw. Gelee oder Wein herstellen kann. Löwenzahn enthält viele Vital- und Mineralstoffe, wie Vitamin A, C und E, Calcium, Magnesium und Eisen. Eine ebenso gesunde Blume ist das Gänseblümchen, das übrigens ebenfalls ein Bestandteil der Gründonnerstagssuppe ist. Mit viel Vitamin C, Eisen und Magnesium, eignet sich das kleine Pflänzchen perfekt für Salate und Gemüsegerichte. Zudem kann man beispielsweise Gänseblümchen-Gelee, Gänseblümchen-Sirup oder eine Gänseblümchen-Butter daraus herstellen. Etwas unbekannter ist die Knoblauchsrauke. Dies ist ein gesundes, mildes und sehr würziges Kraut, das seinen Namen durch ein leichtes Knoblaucharoma besitzt. Die Pflanzen können samt der weißen Blüten zu Salaten, Brotaufstrichen oder zu Pesto verarbeitet werden. Dabei sollte man beachten, dass der würzige Geschmack beim Kochen verloren geht, weshalb Knoblauchsrauke nur roh verzehret werden sollte. Als letztes Kraut möchte ich euch den Wiesen-Sauerampfer vorstellen. Aufgrund seines sauren Geschmacks kann man ihn als Zitronen- oder Essig-Ersatz verwenden. Auch Sauerampfer eignet sich hervorragend für Salate, Saucen oder Suppen. Zudem ist es eines der sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Sauce. Sauerampfer gilt als gesund und nährstoffreich und enthält viel Kalium sowie Vitamin C. Es gibt noch weitaus mehr Wildkräuter, die man sammeln und in leckeren Rezepten verarbeiten kann. Doch man sollte dennoch vorsichtig sein, denn ob wilder Schnittlauch, weiße Taubnessel, Bärlauch, Wiesen- und Kletten-Labkraut oder gar Apfel- oder Kirschblüten, wenn euer Körper keine Wildkräuter gewöhnt ist, solltet ihr erst mit nur einer Sorte beginnen. Tastet euch also langsam an die Pflanzen heran und schaut, wie sie euch schmecken, was man daraus machen kann und wie sie bei euch wirken. Mit den Kräutern ist es ähnlich wie mit Pilzen, es gibt teilweise sehr giftige Doppelgänger. Esst daher nur Pflanzen, die ihr auch zu hundert Prozent zuordnen könnt. Der Besuch eines Wildkräuter-Seminars wie diesem und eine passende Lektüre sind für Anfänger daher unabdingbar. Liebe Grüße, eure Graziella ♥]]></description>
		
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		<title>Ein Wochenende in Rheinhessen: Wandern, Wein &#038; leckeres Essen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Graziellas Food Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Dec 2018 07:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04. Around the World]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger unter sich]]></category>
		<category><![CDATA[on Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr Lieben, ich stelle immer wieder fest, dass man gar nicht so weit in die Ferne reisen muss, um vom Alltag entfliehen zu können und ein paar entschleunigende Tage zu erleben. Und ich erlebe immer mehr, wie wundervoll Deutschland als Reiseziel ist. Vor ca. zwei Monaten erst war ich in Rheinhessen, Deutschlands größter Weinregion &#8211; oder wie der &#8220;Rhoihesse&#8221; sagt, der Toskana Deutschlands. Ein hübscher kleiner Fleck Erde, von dem ich euch heute etwas mehr erzählen möchte. Ein paar Kilometer südwestlich von Mainz liegt Flonheim, ein ganz entzückender Ort inmitten der Weinberge. Und genau in dieser Flonheimer Weinbergslage befindet sich das kleine Winzerhotel Trautwein auf dem La Roche. Mit den 12 gemütlich eingerichteten Landhauszimmern kommt es hier definitiv nicht auf Quantität, sondern auf Qualität an. Alles ist liebevoll eingerichtet und bis ins kleinste Detail durchdacht. Von den Balkonen der Zimmer hat man einen atemberaubenden Blick in die Berge und ein großes, gemütliches Bett lädt zum einkuscheln ein. Die Nächte sind dunkel und still, wodurch ein erholsamer Schlaf garantiert ist. Die Atmosphäre des Hotels und der Umgebung lassen einen schnell vergessen, wie nah man eigentlich an den Großstädten des Rhein-Main-Gebietes dran ist. Die Inhaber haben ihr ganzes Herzblut in dieses Haus gesteckt und zeigen dies in jedem Detail. Gastfreundschaft wird hier jedenfalls sehr groß geschrieben. Das Besondere an dem Haus ist jedoch, dass es das erste vegane Hotel in der Umgebung ist. Ich war echt sehr gespannt, wie mir ein veganes Wochenende gefallen würde, denn wer mich kennt weiß, dass ich sehr gerne Fisch und Fleisch esse. Und auch wenn man diese beiden Lebensmittel gut beim Kochen weglassen kann, ist der Verzicht auf Milchprodukte, Eier und Honig doch eine Herausforderung. Die Angst nicht satt werden zu würden, war natürlich total unbegründet, denn neben einem üppigen Frühstück gab es noch mehr leckere vegane Überraschungen. So wurden wir bei unserer Ankunft mit einem kleinen Lunch begrüßt, bestehend aus verschiedene Flammkuchen, leckeren Dips, ordentlich gut gekühltem Weißwein und zum Nachtisch einen himmlischen Snickers-Muffin. Alles rein pflanzlich und doch überraschend lecker. Etwas enttäuscht war ich jedoch über die vielen Fleisch-Ersatzprodukte auf Soja-Basis, was nicht unbedingt sehr gesund ist. Zudem schädigt dies in der Produktion ebenso die Natur, wie der enorme Fleischkonsum, wie die WWF im Jahr 2014 bekannt gab. Die Sojaproduktion hat sich in den letzten Jahren verzehnfacht und durch die teilweise illegale Landnahme Regenwälder, Savannen und Feuchtgebiete zerstört. Die Diskussion über die Vor- und Nachteile der pflanzlichen vs. tierischen Ernährung könnte hier jetzt ins unendlich gehen. Für mich ist Fakt, dass ich gerne mal vegan esse, dabei aber auf Ersatzprodukte verzichte. Vegetarisch gibt es dann doch öfter und Milch- sowie Fleischprodukte kaufe ich überwiegend Bio und aus der Region. Den Fisch fangen wir uns meistens direkt selbst vom Edersee, schonend und in den Mengen, die wir zu zweit verzerren können. Ich denke, dass ich damit einen guten und gesunden Mittelweg gehe, den ich mit meinem Gewissen und meine Werten sehr gut vereinbaren kann. Unser Terminkalender war ziemlich vollgepackt, weshalb wir nach dem Mittagessen direkt zu einer Führung durch Flonheim aufgebrochen sind. Ein Ort mit ordentlich Charme. Hinter jeder Mauer versteckt sich ein großer Hof, ein gepflegter Garten oder ein verlockendes Weingut. Hier ist es eine wahre Herausforderung eine Hauswand zu finden, an der keine Weinreben in Richtung Himmel ranken. Dieser Ort wirkt, als sei die Zeit irgendwann mal stehen geblieben, ohne den Bezug zur Moderne zu verlieren. Beinah zu jedem Haus wusste die nette Dame, die die Führung mit uns gemacht hat, eine Geschichte zu erzählen. Am imposantesten fand ich jedoch die wunderschöne evangelische Kirche, die heute auch als Dom des Wiesbachtals bezeichnet wird. Auch hierzu hat die Ortsführerin natürlich eine Geschichte zu erzählen. So hat der damalige Küster die Kirche halb abgebrannt, bevor sie 1882 bis 85 aus dem bekannten Flonheimer Sandstein wiederaufgebaut wurde. Ein beeindruckendes Bauwerk, das einen magisch anzieht und so perfekt in diese Umgebung passt. Nicht umsonst sind die Einheimischen stolz auf ihre Kirche, wenn man bedenkt, dass der Kölner Dom aus denselben Steinen erbaut wurde. Ebenso einen Besuch wert ist die Infothek. Hier kann man durch die Nachbildung eines ehemaligen Meeresstrandes in die spannende Unterwasserwelt von vor 30 Millionen Jahren eintauchen. Muscheln, Korallen und Haifischzähne zeigen eindrucksvoll die Vielfalt des damaligen Meeres. Ein sehr spannendes Thema, das viel Vorstellungskraft benötigt. Nach dem kleinen Rundgang durch Flonheim ging es in die Vinothek Klosterhof, wo uns Inhaberin Anke Schäfer mit ein paar Häppchen und einem gut gekühlten Riesling erwartete. Fast 30 Vinotheken gibt es in Rheinhessen, die das Gütesiegel der Weinerlebnisregion tragen. Manche Vinotheken verkaufen nur die Weine des eigenen Weingutes, in anderen kann man die Weine verschiedener Winzer probieren. Damit wir auch zu keinem Zeitpunkt vergessen konnten, dass wir uns in der größten Weinregion Deutschlands befanden, gab es am Abend eine Sinnes-Weinprobe mit 6 Weinen und veganen Tapas im Hotel. Gastgeber Frank hat sich für diese Weinprobe einiges ausgedacht, um seinen Gästen zu zeigen, wie beeinflussbar unser Geschmack ist. Hättet ihr gedacht, dass die Farbe des Lichtes, ein schwarzes Glas oder das Zuhalten der Nase unseren Weingeschmack beeinflussen? Ich konnte es auch nicht glauben, bis ich es hautnah erlebt habe. Nach den 6 leckeren Weinen ging es zum Abendessen in das Restaurant zum Weingut Espenhof, in dem es ein schmackhaftes und fleischhaltiges 3-Gänge-Menü gab. Am nächsten Tag stand der Alzeyer Wochenmarkt auf dem Programm. Da wir uns sehr auf das rheinhessische Marktfrühstück mit Weck, Worscht und Woi gefreut hatten, gab es im Hotel nur eine Tasse Tee, bevor wir in die schöne Altstadt getigert sind. Mir hat Alzey, die von den Einheimisch auch die heimliche Hauptstadt Rheinhessens genannt wird, sehr gut gefallen. In der 223 erstmals erwähnten Nibelungenstadt leben über 18.000 Menschen und man hat das Gefühl, dass sich ein großer Teil davon samstags auf dem Wochenmarkt tummelt. Aber wer kann solch einem Frühstück auch schon widerstehen? Ganz nach Mainzer Vorbild bieten die Stände zwischen 10 und 13 Uhr ihre Weine an und laden mit Bierzeltgarnituren und diversen Stehtischen zum Verweilen ein. Gut gestärkt sind wir anschließend noch etwas durch die Altstadt und den Rossmarkt gebummelt. Die kleine Innenstadt ist mit ihren Fachwerkhäusern und restaurierten Gassen sehr hübsch und definitiv einen Besuch wert. Am Nachmittag durften wir dann am eigenen Leib erfahren, dass Winzern ein echter Knochenjob ist. Es ging mit dem Tracker in Richtung Weinberge, wo meterlange Weinreben darauf warteten, von uns geerntet zu werden. Das Winzerhotel Trautwein bietet seinen Gästen damit die Möglichkeit, die Entstehungsgeschichte derer Weine besser zu verstehen. Zur Weinlese mitzufahren, war zwar super anstrengend, hat aber eine Menge Spaß gemacht. Mit Rebscheren bewaffnet haben wir uns also an die Arbeit gemacht. Es war ein herrlicher, sonniger Herbsttag, was die Arbeit deutlich erleichterte. Generell hatten wir an diesem Wochenende großes Glück mit dem Wetter. Es waren die letzten warmen Tage Ende September, die das Toskana-Gefühl (trotz der &#8220;schweren&#8221; Arbeit) definitiv noch verstärkt hatten. Auch wenn wir die Trauben in mühevoller Handarbeit geerntet haben, kann Frank auf die Hilfe eines Vollernters zurückgreifen. Das ist übrigens ein ziemlich beeindruckendes Teil. Mit diesem Gefährt möchte ich jedenfalls nicht einparken müssen, auch wenn es nur die große Scheune ist, wo das Monstrum hineinpasst. Bei der traditionellen Lese, wie wir sie gemacht haben, werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit nur die besonders reifen Trauben auszuwählen, um die Qualität des Weines zu steigern. Die Trauben sollten dabei, mit Ausnahme der edelfaulen Trauben, gesund sein. Die maschinelle Lese erfolgt hingegen durch einen Vollernter, der über die Weinreben durchfährt. Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Trauben werden dann aufgefangen und über ein Förderband in einen Auffangbehälter geleitet. Nach getaner Arbeit haben uns Frank uns seine Mama Margit mit einem veganen Zwiebelkuchen und dem hauseignen Federweiser belohnt. Anschließend ging es mit dem eigenen Schoppen-Express hinauf zum Flonheimer Trullo. In der Region ist das Weinbergshäuschen eine wahre Sehenswürdigkeit und Markenzeichen Rheinhessens. Man kann ihn über den Trullo-Wanderweg ab Flonheim erreichen. Am Trullo angekommen laden Tische und Bänke zum Verweilen ein und sollte es mal regnen, dient der Trullo als sicherer Unterschlupf. Das Häuschen ist eine Besonderheit und wurde im 18. Jahrhundert von italienischen Gastarbeitern aus Apulien gebaut. Ganze 3 Stück stehen in der Region um Flonheim. Auch wenn die Flonheimer die Geschichte Ihres Trullos stolz erzählen, historisch ist nicht belegt, ob die Rundhäuser aus Apulien wirklich als Vorbild dienten. Am letzten Tag unserer Reise ging es auf eine der neun Hiwwel-Touren. Hiwwel bedeutet Hügel und davon gibt es in Rheinhessen reichlich zu sehen. Die schön angelegten Wanderwege sind das Aushängeschild der Weinregion. Abwechslungsreiche Wegeführungen, einen gute Beschilderung und vielfältige Einkehrmöglichkeiten lassen jedes Wanderherz höher schlagen. Die kürzeste Route erstreckt sich über 6,8, die längste über 13,2 Kilometer. Wir haben uns für die Mitte entschieden und sind die 10 Kilometer lange Hiwweltour „Heideblick“ gelaufen. Gestartet in Siefersheim, sind wir den Weg in umgekehrter Richtung gewandert. Es war sehr verlockend, nicht direkt am ersten Winzerstand anzuhalten, um einen gut gekühlten Wein zu trinken. Auch wenn die Tour nur auf den Schwierigkeitsgrad 2 von 5 eingestuft ist, geht es doch gut bergauf und wieder ab. Wir sind letzten Endes auf der Winzeralm eingekehrt, die am Wochenende bei schönem Wetter offen hat. Der Ausblick wurde sogar vom deutschen Weininstitut im Jahr 2016 zur Schönsten Weinsicht Rheinhessens gekürt. Es war ein wundervolles Wochenende in Rheinhessen und ich habe es sehr genossen, kilometerweit auf die “rheinhessische Toskana” zu blicken, lecker zu essen, dabei die Seele baumeln zu lassen und trotz der vielen Programmpunkte zur Ruhe zu kommen. Hach, du schönes Rheinhessen, ich komme definitiv wieder! Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . Herzlichen Dank an die Rheinhessen Touristik für die Einladung. Mein Artikel bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder. ]]></description>
		
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		<title>Das Relais &#038; Châteaux Genuss-Festival im Hardenberg Burghotel</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2018 07:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04. Around the World]]></category>
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		<category><![CDATA[on Tour]]></category>
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		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Lieben, heute nehme ich euch mit auf eine kulinarische Reise ins Hardenberg Burghotel. Dort waren der Herzensmensch und ich nämlich vor ca. einem Monat zum Relais &#38; Châteaux Genuss-Festival eingeladen. Es war ein traumhaft schönes Wochenende und wir haben die Zeit in Nörten-Hardenberg sehr genossen. Das Burghotel gehört zur Freigeist &#38; Friends Gruppe und ist Mitglied bei Relais &#38; Châteaux sowie den Feinen Privathotels. Mit seinen 5 Sternen und dem Gourmet-Restaurant Novalis zählt es zur gehobenen Kategorie und bietet neben Wellness, Gourmet und Luxus noch historische Kulisse und altertümlichen Charme. Das Hotel ist Teil des Gräflichen Landsitz Hardenberg und befindet sich ca. 10 Minuten von Göttingen entfernt. Die Burg wurde vor über tausend Jahren vom Erzbischof von Mainz erbaut. Bereits damals gehörte die Familie von Hardenberg zu den Burgmännern die mit der Aufsicht und Verwaltung der Burg beauftragt waren. Das Hotel blickt auf eine über dreihundertjährige Geschichte zurück und diente einst angestellten Arbeitern als Wohnung. Im Jahr 1954 entstand dann das Hotel. Seither hat sich einiges geändert, aber seinen Charme hat das Hotel dennoch bewahrt. Die Kombination aus altem Fachwerk, unendlich grünen Wiesen, einem Reitplatz und der alten Burgruinen machen diesen Ort zu etwas ganz Magischem, das einen einfach in den Bann zieht. Das Hardenberg Burghotel verfügt über 38 Zimmer und 4 Suiten. Das Haus wurde im Jahr 2012 renoviert, wobei man hier sehr sorgfältig darauf geachtet hat, dass jedes Zimmer seine ganz persönliche Note beibehält. Dabei dominieren Rot-, Creme- und Grüntöne die Zimmer. Die Fußbodendielen sind aus Eiche, die aus dem eigenen Forst stammen und die Möbel die darauf stehen sind perfekt darauf abgestimmt. Aus unserem Zimmer konnten wir auf einer riesigen Terrasse direkt auf den Reitplatz schauen. Es war herrliches Wetter und auch wenn gerade keine Pferde auf dem Platz waren, haben wir es sehr genossen in der Sonne zu sitzen. Das Zimmer war sehr großzügig geschnitten und verfügte über ein großes, sehr gemütliches Bett und ein hübsches Bad mit riesiger Dusche. Begrüßt wurden wir mit einem phänomenalen Schokotörtchen und auch für Nera lagen bereits Näpfe und ein Körbchen bereit. Generell ist das Burghotel sehr hundefreundlich, was leider in dieser Preiskategorie nicht selbstverständlich ist. Wir hatten leider nicht genug Zeit, um das ganze Hotel sowie den Spa-Bereich zu erkunden, da wir am Abend zum Relais &#38; Châteaux Genuss-Festival eigeladen waren. Wir freuten uns sehr auf dieses Ereignis, weil solche Festivals immer richtig leckeres Essen bedeuten. Und natürlich wurden wir auch dieses Mal nicht enttäuscht. Gestartet haben wir mit einem kleinen Apero, bestehend aus einem prickelnden Getränk und kleinen Häppchen auf die Hand. Anschließend haben wir an den großen, runden Tischen Platz genommen. Im Restaurant Novalis spiegeln sich die Farben und Materialien der Zimmer wieder, selbst in der Tischdeko wurde auf das Farbkonzept wertgelegt. Als Gastkoch begrüßte Chefkoch Bastian-Alexander Rau den Küchenchef Andreas Krolik vom 2-Sterne-Restaurant Lafleur aus der Mainmetropole. Gemeinsam kochten sie für uns ein 6-Gänge-Menü der Extraklasse. Andreas wurde vom Gault&#38;Millau zum Koch des Jahrs 2017 gekürt und ist der einzige Koch Deutschlands, der ein komplett veganes 6-Gänge-Menü anbietet. Bastian-Alexander arbeitet nun seit knapp über einem Jahr im Novalis. Er war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, als die Stelle zum Küchenchef frei wurde und entschied sich, auch im Wohle seiner Familie, aus der Großstadt Hamburg ins ländliche Nörten-Hardenberg zu ziehen. Den Hausherren kannte ich vorher noch nicht, Andreas hingegen bin ich bereits auf einem anderen Relais &#38; Châteaux Genuss-Festival begegnet. Schon damals war ich von seinen Tellern so begeistert und konnte gut verstehen, warum er Koch des Jahrs wurde. Ich habe schon in einigen Sterne-Restaurants gespeist, aber Andreas Gerichte hatten zu dieser Zeit alles Bisherige übertroffen. Leider habe ich es bislang noch nicht ins Lafleur geschafft, was ich unbedingt aber bald mal nachholen muss. Andreas war zum ersten Mal in Bastians Küche zu Besuch. Zum Kennenlernen hatte er aber das Burghotel bereits im Frühjahr samt seiner Familie besucht und war ebenfalls vom Ambiente sehr beeindruckt. Er ist es gewohnt in fremden Küchen zu kochen, war aber sehr dankbar, dass sein Kollege ihm das Arbeiten so leicht gemacht hat. Auch für Bastian-Alexander ist es nichts Neues, einen Gastkoch für solch eine Veranstaltung an seiner Seite zu haben. Die beiden haben sich während des Abends gegenseitig unterstützt und hatten viel Spaß in der Küche. Dass die Köche des Abends jeden ihrer Handgriffe perfekt beherrschten, konnte man auch an der guten Stimmung der Gäste erkennen. Es war eine lockere Atmosphäre mit guten Gesprächen, einem phänomenalen Essen und einer gut darauf abgestimmten Weinbegleitung. Dabei haben die beiden Chefs die Gerichte mit größter Sorgfalt aufeinander abgestimmt und jedes für sich zu einem kleinen Highlight werden lassen. Gestartet haben wir den Abend mit Ceviche vom Tuna „Bloody Mary“ mit Avocado von Bastian-Alexander Rau. Als zweiten Gang gab es einen gebratenen Island Schellfisch mit Kapern-Zitronenbuttersauce, Oliven, Bohnen, Artischocken und Paprikasalsa von Andreas, bevor es mit einer modernen Interpretation des Labskaus mit confiertem Ei und Jakobsmuschel in die dritte Runde ging. Bastian-Alexander hat damit ein sehr traditionelles Gericht zu etwas ganz Einzigartigem verwandelt. Weiter ging es mit Pilzravioli in eigener Buillon mit Spitzkohlröllchen, Sellerie, Pfifferlinge und Quinoa-Haselnusscrunch, die Andreas Krolik auf den Teller brachte. Als 5. Gang servierte dann Bastian-Alexander einen Rehrücken vom Hardenberg mit Kürbis, Maronen, Rotkraut und Apfel, bevor es ein Allerlei von Beeren mit Creme Crue, Holunderblüte, Mürbteigcrumble und Sauerampfer-Pistatieneis gab, womit Andreas den krönende Abschluss eines kulinarisch anspruchsvollen Abends servierte. Alle Gerichte waren der absolute Knaller. Wenn ich mir aber zwei aussuchen müsste, waren das Ceviche und die Pilzravioli meine absoluten Favoriten, weil sie mir noch sehr lange in Erinnerung geblieben sind. Auch die beiden Herren hatten ihre Lieblingsgerichte. Bei Andreas war es sein Schellfisch und Bastian-Alexanders Labskaus und andersrum gefielen Andreas Ravioli und ebenfalls das eigene Labskaus. Das Novalis besitzt bisher noch keinen Stern, wurde allerdings mit 16 von 20 Punkten und zwei Hauben im aktuellen Gault&#38;Millau ausgezeichnet. Für den Küchenchef steht der Geschmack vor der Kreativität. Auch wenn seine Teller immer perfekt angerichtet sind, soll der Gast nicht nur in der Karte lesen was er isst, sondern es auch auf dem Teller sehen und schmecken können. Bastian-Alexander musste sich jedenfalls an diesem Abend nicht hinter Andreas 2 Sternen verstecken, auch wenn man auf den Tellern den Unterschied dennoch leicht erkennen konnte. Wir saßen noch eine Weile in Gesprächen vertieft, bis wir wieder aufs Zimmer gingen und uns todmüde in das weiche Bett fallen ließen. Am nächsten Morgen sind wir gut erholt aufgestanden, um das reichhaltige Frühstück zu genießen. Ich hatte mir zwar am Abend fest vorgenommen am nächsten Tag nicht so viel zu essen, aber bei der Auswahl war das wirklich sehr schwer. Ob frische Brötchen, leckerer Kaffee und Tee, frisch gepresster Orangensaft, Eierspeisen à la carte, Waffeln, Salate im Weck-Glas, Wildschweinsalami aus der eigenen Jagd – es gab alles was das Herz begehrt. Nach dem ausgiebigen Frühstück sind wir in den wundervollen Park gegangen, der direkt am Hotel angrenzt. Auch dieser ist Teil des Gräflichen Landsitz Hardenberg und ist sehr schön angelegt. Vor allem der Herzenshund war total begeistert. Ein neues Revier zu erkunden ist für die Vierbeiner ja eh immer sehr spannend, wenn es dann noch so eine wundervolle Parkanlage ist macht es gleich doppelt so viel Spaß. Aber auch auf den Burgruinen gibt es für Mensch und Hund einiges zu entdecken. Was einem aber immer wieder ins Auge springt ist der Keiler, der das Wahrzeichen der Familie Hardenberg ist. Hach, es war ein wundervoller Kurzurlaub, den wir sehr genossen haben. Das Relais &#38; Châteaux Hardenberg Burghotel ist einfach der perfekte Ort für Genießer und lässt nichts anders zu, als vom stressigen Alltag abzuschalten. Auch kulinarisch hat es viel zu bieten. Neben dem Gourmet-Restaurant Novalis gibt es noch die Keiler-Schänke, bei der man gut bürgerlich essen kann, dabei aber nicht auf Qualität und perfektes Handwerk verzichten muss. Wir haben uns nur schweren Herzens verabschiedet, wissen aber ganz genau, dass wir wiederkommen werden. Liebe Grüße, eure Graziella ♥ . Herzlichen Dank an das Hardenberg Burghotel für die Einladung. Mein Artikel bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder. ]]></description>
		
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