Food Blogger Camp 2015 – 2 Tage zwischen Bloggern, Workshops, reichlich Essen und Lampenfieber

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Vor zwei Wochen war ich in Berlin auf meinem ersten BarCamp. Sicher fragt ihr euch jetzt, was ein BarCamp ist, denn genau dasselbe ging mir im ersten Moment auch durch den Kopf. Nach kurzen Recherchen im Internet wusste ich dann zwar theoretisch was ist es, praktisch konnte ich es mir aber absolut nicht vorstellen.  Ein BarCamp ist eine Art offene Konferenz, in der die Teilnehmer bei der Eröffnung selbst den Ablauf und die Inhalte bestimmen. Im Verlauf der Konferenz entwickelt sich das dann zu einer festen Agenda und die Teilnehmer können spontan entscheiden, welche Workshops sie besuchen. Ebenfalls ist es offen, mitten in einem Workshop zu wechseln, wenn man merkt, dass es die Erwartungen doch nicht erfüllt. Soviel zur Theorie…

So ging es nun am Freitag in der Früh zusammen mit Alena (die noch im Aufbau ihres Blogs ist) und Tobi (von Der Kuchenbäcker) ab nach Berlin. Wir hatten eine sehr lustige Autofahrt und es fasziniert mich immer noch, dass die Food Blog Szene so eine zusammengewachsene Community ist. Immerhin hatte ich Tobi vorher nur mal kurz auf dem Food Blog Day kennen gelernt und es war nicht selbstverständlich, dass er uns mitnimmt. Am Abend in Berlin angekommen, habe ich gleich beim Check-in alte Gesichter wiedergetroffen und war so happy darüber, dass Alena und ich nicht zum Vorabendessen gegangen sind, sondern mit Sonja (von Amor & Kartoffelsack) und der reizenden Karina (von Karambakarina’s Welt) zum Asiaten. Es war ein sehr schöner, unterhaltsamer Abend und die Vorfreude auf den ersten Tagungstag stieg.

Am Samstag ging es dann ganz gemütlich mit einem Frühstück los, welches wir uns (immerhin sind wir ja Food Blogger) selbst zubereiten mussten. Wir waren über 90 Blogger und nach der kurzen Vorstellrunde wurden Zettel verteilt, in denen man seine Sessions eintragen konnte, die man gerne anbieten wollte. Diese wurden dann vorgestellt und nach einer Abstimmung stand die Agenda für den ersten Tag fest.

So entschied ich mich u.a. für eine Session über Instagram, Kooperationen und Bildkopien. Zur Mittagszeit dann zu einer Kochsession mit der lieben Silvia (von Volle Lotte), die uns die portugiesische Küche mit ganz leckeren Pasteis de Bacalhau näher gebracht hat. Dies sind eine Art Frikadellen aus Stockfisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Eiern. Etwas aufwendig aber wirklich einfach zubereitet und warm sowie kalt ein wahrer Gaumenschmaus. Das Rezept hat Silvia schon verbloggt (zum Rezept hier klicken), schaut mal vorbei, es lohnt sich!

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Dann nahm der Esswahnsinn schon seinen Lauf. Es war  ja nicht so, als hätte ich nicht schon heimlich unzählige von den Pasteis de Bacalhau genascht… Das schöne war, jeder hat einfach etwas gekocht und es wurde geteilt, man konnte überall probieren oder einfach selbst etwas zubereiten. Das hatte mir richtig gut gefallen und war sehr, sehr inspirierend.

Wie es sich nun mal bei Food Bloggern gehört, gab es einfach zu viele gute Sachen, ich kann sie gar nicht mehr alle aufzählen. Aber vor allem die Südtiroler Spezialitäten hatten es mir besonders angetan, dazu ein leckeres Gläschen barefoot wine und der Tag konnte einfach nicht besser werden.

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Doch er wurde besser, denn am Nachmittag kam es dann endlich zur Halloween-Keks-Session mit Kathrin (von Käthes Kekse). Hier haben wir das verziehen von Keksen mit Royal Icing gelernt. Es war soooooo witzig und ich war sehr erstaunt, wie einfach es ist aber wieviel Begabung man dennoch benötigt, um es auch wirklich so schön hinzubekommen wie Kathrin. Und man benötigt auch ein unheimliches Geschick, um nicht sein Royal Icing auf seine Cam zu tröpfeln, denn genau das ist mir passiert. Ich war so konzentriert auf meinen Kürbiskeks, dass oben der Zuckerguss aus dem Spritzbeutel, direkt auf meine Kamera gelaufen ist. Naja, beim nächsten Mal halte ich den Spritzbeuten richtig fest verschlossen 😉

Die praktischen Sessions waren einfach grandios, die Zeit ist nur so verflogen und man hat gequatscht, gelacht, sich konzentriert oder einfach nur zugeschaut. Jeder so, wie er es am liebsten mochte.

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Am zweiten Tag bin ich dann selbst unter die Moderatoren gegangen und habe eine Paella Session angeboten. Ich war schon Tage vorher so nervös, weil ich keine Ahnung hatte, was mich erwarten würde. Nach der Zutatenbestellung von 3 Kilo Reis, 5 Kilo Hähnchenflügeln und 20 Kalamartuben konnte ich nur erahnen was es bedeuten würde, für 90 Personen zu kochen. Mit mega Lampenfieber hatte ich einfach nur gehofft, dass es eine kleine Session wird und wir mithilfe von den Köchen vor Ort etwas Leckeres zaubern würden.

Und so kam es dann auch. Dank freundlicher Unterstützung von Alena, Marco (vom Kochatelier in Berlin-Adlershof), Katharina (von Wienerbrød), Lars (von Tellerabgeleckt) und Karina (von Karambakarina’s Welt) haben wir in knappen 2 Stunden unzählige Gambas geschält, haufenweise Gemüse kleingeschnippelt und Massen an Paella gekocht, um unsere hungrigen Blogger-Kollegen zu verwöhnen.

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Ich habe im Nachhinein so viele Komplimente für die Paella bekommen und sie wurde in so vielen Blogs erwähnt. Ich habe es meiner Omi erzählt und sie war unheimlich stolz auf mich, ein großes Dankeschön dafür!

An dieser Stelle auch nochmal ein fettes Dankeschön an Jan und Mella (von Marsmädchen) für die tolle Organisation dieses grandiosen Wochenendes und an alle Sponsoren und Blogger. Ohne uns allen, wäre dieses Wochenende nicht so fabelhaft geworden.

Hach, schön war’s und ich freue mich schon tierisch auf das nächste Mal!

Freudige Grüße,
eure Graziella ♥

{übertragene Kommentare}
  • Britta (Mittwoch, 28. Oktober 2015 20:08)

    Liebe Graziella,

    dein Wochenende hört sich ganz toll an!

    Für so viele Menschen Paella zuzubereiten – Hut ab!

    Andere Blogger kennenzulernen ist immer was Feines 🙂

    Liebe Grüße von deiner SommerimGlas- Tauschpartnerin Britta

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