28 Tage ohne Zucker – Woche 1

28 Tage ohne Zucker – Woche 1

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Ihr Lieben, ich wage mich tatsächlich an den Versuch, ganze 28 Tage lang ohne Zucker zu leben. Es ist bisher nicht so einfach wie ich zu Beginn gedacht hatte, denn die ersten “Entzugserscheinungen“ haben nicht lange auf sich warten lassen. Nun habe ich aber die erste Woche hinter mir und möchte meine Erfahrungen gerne mit euch auf meinem Blog teilen. In meinem Versuch verzichte ich aber bewusst nur auf Haushaltszucker. Natürlichen Zucker aus Obst und Gemüse konsumiere ich weiterhin, weil dieser für den menschlichen Organismus wichtig ist.

28 Tage ohne Zucker

Warum ich das mache:

Naja, es gibt ehrlich gesagt einige Gründe, warum man auf Zucker verzichten sollte. So kann er nämlich folgenden Symptome auslösen oder an der Entstehung beteiligt sein: Müdigkeit, Antriebs- und Energielosigkeit, Magen- und Darmprobleme, Haarausfall, Hautkrankheiten, Pilzbefall, Nervosität sowie Schlafstörungen. Außerdem wird der Körper bei übermäßigem Zuckerkonsum anfälliger für Infektionskrankheiten, da Zucker das Immunsystem angreift.1 Natürlich sind das jetzt die Extremfälle aber in abgespeckter Form erkenne ich einige dieser Symptome bei mir wieder.

Das Problem ist einfach, dass Zucker in viel mehr Lebensmitteln steckt, als wir im ersten Moment annehmen. Somit steigt unser Zuckerkonsum unbewusst enorm an. So lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker in Deutschland in den Jahren 2013/2014 bei durchschnittlich rund 31,5 Kilogramm.2 Eine ganze Menge, wie ich finde. Diese Zahl schockiert mich regelrecht und für mich persönlich trifft sie sicher auch zu.

Daher mache ich diesen Test und versuche 28 Tage ohne Zucker zu leben. Vielleicht macht ihr ja mit und berichtet mir danach, wie es euch in dieser Zeit so ergangen ist.
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Tag 1:
Der erste Tag ist rum und ich muss sagen, dass ich jetzt schon die ersten „Entzugserscheinungen“ spüre. Vielleicht bilde ich mir das jetzt auch nur ein, weil ich ja quasi darauf warte, dass sich etwas in meinem Wohlbefinden ändert… Aber ich hatte heute auch nach dem Mittagessen extremen Heißhunger nach etwas Süßem, mehr als sonst. Da merkt man mal wieder, dass der Kopf bei solchen Dingen einfach eine entscheidende Rolle spielt. Man weiß, dass Zucker verboten ist und zack, will man es um jeden Preis haben. Nun ja, ich habe den ersten Tag hinter mich gebracht aber habe die Befürchtung, dass es die nächsten Tage nicht leichter werden wird.
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Tag 2:
Der heutige Tag war richtig fies! Nicht nur, dass wir in der Mittagspause in die L’Osteria gegangen sind, nein, es musste auch noch jemand Geburtstag haben und ein sooooo tolles Kuchen-Buffet am Morgen aufbauen. Es ist mir wirklich sehr schwer gefallen, diesen leckeren Schokokuchen mit Sahnehaube stehen zu lassen. Dann diese Mini-Törtchen, mhhhhh. Ich hatte echt überlegt, ob ich einfach morgen von vorne anfangen soll, weil es ja eh erst der zweite Tag ohne Zucker war. Aber ich bin standhaft geblieben und war richtig stolz darauf.

Später ging es dann in die L’Osteria und da die meisten Pizzerien Zucker in ihren Teig machen, war die tolle riesen Pizza für mich tabu. So gab es Nudeln mit Egerlingen und Speck und eine Bedienung, die mich erst mal komisch angeschaut hat, als ich fragte, ob da Zucker drinnen sein könnte. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob in dem Speck vielleicht doch etwas drinnen verarbeitet war aber wenn, dann war es nicht genug, denn mich plagten heute leichte, dumpfe Kopfschmerzen. Das könnte jetzt auch am Wetterumschwung liegen, daher werde ich dieses Phänomen die nächsten Tage weiter beobachten.
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Tag 3:
Tag 3 ohne Zucker und ich kann an nichts anders mehr denken als an Kuchen, Schokolade und Kekse. Ich weiß, dass ich mir das auch ein stückweit einbilde aber ich kann es nicht ändern. Ich merke auch, dass ich schlechtere Laune habe. Und dann diese dumpfen Kopfschmerzen, sie wollen einfach nicht weg gehen. Ätzend aber irgendwie stärkt es meinen Willen, das durchziehen zu wollen.
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Tag 4:
Heute hatte ich so einen stressigen Tag, dass ich gar nicht über mein Experiment hab nachdenken können.
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Tag 5:
Ich habe mir wirklich den ungünstigsten Zeitpunkt für ein solches Experiment ausgesucht. Heute waren wir nämlich am Abend schick essen. Es gab ein 4-Gänge-Menü mit einer himmlischen Schokoladenmouse zum Nachtisch. Ich weiß nicht, ob sie wirklich himmlisch war aber sie sah so aus und das reichte mir in dem Moment, um wieder darüber nachzudenken, ob ich nicht morgen nochmal von vorne anfangen sollte. Aber auch dieses Mal bin ich “stark“ geblieben und habe sie nicht gegessen. Leider werde ich morgen allerdings wieder auf eine harte Probe gestellt, denn wir gehen auf eine Hochzeit…
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Tag 6:
Die Hochzeitsfeier war gar nicht so eine große Herausforderung, wie zunächst gedacht. Es gab zwar reichlich Kuchen, jedoch nicht nach meinem Geschmack. Dafür waren die dumpfen Kopfschmerzen wieder da.
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Tag 7:
Heute habe ich leider unbewusst gesündigt. Naja nicht unbewusst sondern unbedacht. Wir waren nämlich unterwegs und ich habe eine Currywurst gegessen. Wie blöd, denn in Ketchup ist ja auch Zucker enthalten und davon nicht mal so wenig. Ich muss aber gestehen, dass sich dies körperlich gar nicht so bemerkbar gemacht hat. Ich werde die restlichen 3 Wochen dennoch weiter machen und jetzt noch genauer nachlesen und -fragen.
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Fazit:
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Die erste Woche ist rum und ich hatte sehr  oft ein enormes Verlangen nach Zucker. Zudem waren Kopfschmerzen in den ersten 7 Tagen ein ständiger Begleiter, obwohl ich sonst nicht so wirklich an Kopfschmerzen leide. Positiv ist mir aufgefallen, dass ich mir viel mehr Gedanken darüber mache, was ich esse und welche Zusatzstoffe in Lebensmitteln enthalten sind. Alleine für solch eine Sensibilisierung hat sich die erste Woche sehr gelohnt.

Was ist mit euch, konnte ich euch überzeugen, einen Selbstversuch zu wagen und 28 Tage ohne Zucker auszukommen?
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Liebe Grüße,
eure Graziella ♥

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1 Quelle: Zentrum der Gesundheit
2 Quelle: Statista.de

11 thoughts on “28 Tage ohne Zucker – Woche 1

  • 9. Oktober 2016 um 13:40
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    Ich werde nächste Woche auch auf Zucker verzichten und hoffe dass ich es auch 28 Tage schaffe. Habe lange überlegt ob ich das mache. Deine Erfahrungen haben mich jetzt motiviert anzufangen.Gruß Manuela

    Antwort
    • 9. Oktober 2016 um 14:05
      Permalink

      Hallo Manuela,
      das freut mich, dass es dich motiviert hat 🙂
      Berichte doch mal, wie es dir ergangen ist, ich poste nächsten Sonntag wieder meine Erfahrungen aus Woche 2.
      Liebe Grüße Graziella

      Antwort
      • 10. Oktober 2016 um 15:19
        Permalink

        Hallo Graziella! Ich muss das Projekt 28 Tage ohne Zucker auf nächste Woche verschieben. Ich hatte vergessen dass diese Woche Geburtstage anstehen und ich schlecht nichts essen kann. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ab Samstag geht es los und ich berichte dir dann auch! Liebe Grüße Manuela

        Antwort
  • 9. Oktober 2016 um 14:13
    Permalink

    Ich habe vor ein paar Jahren genau das gleiche „Experiment“ gestartet und die ersten paar Tage enorme Entzugserscheinungen gehabt. Ich greife normaler Weise bei jeder kleinen Hungerattacke zwischendurch zu Süßigkeiten. Das war wirklich hart und meine Gedanken sind ständig nur darum gekreist. Ich hab noch nie so viele Nudeln gegessen wie in dieser Zeit – mein Kohlenhydratbedarf war riesig 😉

    Antwort
    • 9. Oktober 2016 um 16:03
      Permalink

      Hey Dani,
      ja das mit den Gedanken an Süßes ist das schlimmste 🙁
      Wie lange hast du es denn durchgehalten und wie ist dein Zuckerkonsum heute? Würde mich sehr interessieren 🙂

      Antwort
      • 30. Oktober 2016 um 16:13
        Permalink

        Leider bin ich nach kurzer Zeit wieder meinen alten Gewohnheiten verfallen. Aber dein Blog hat mich dazu angeregt wieder genauer hinzuschauen und öfter der Versuchung zu widerstehen.

        Antwort
  • 9. Oktober 2016 um 17:17
    Permalink

    Ein tolles Projekt!!! Ich habe ebenfalls eine Challenge „30 Tage zuckerfrei“ geplant. Heute war es dann soweit! Als ich meinen Beitrag auf Facebook und Instagram geteilt habe, habe ich deinen Beitrag entdeckt und bin froh, jemanden gefunden zu haben, der sich das ebenfalls „antut“. In den ersten Tagen kann man ja noch von „antun“ sprechen, danach soll es einem aber ja viel besser gehen. Wir werden sehen, was passiert 😉

    Dein Fazit für die ersten sieben Tage finde ich auf jeden Fall schonmal sehr interessant. Ich muss ehrlich sagen, dass ich heute (1. Tag) auch dauernd das verlangen nach etwas Süßem hatte. Wahrscheinlich weil ich schon beim aufstehen daran gedacht habe, dass ich heute nichts naschen darf.

    Alles Gute für die nächsten 21 Tage!
    LG, Tina

    Antwort
    • 9. Oktober 2016 um 17:25
      Permalink

      Hallo Tina,
      danke für dein Kommentar. Da bin ich aber gespannt, was du berichten wirst. Das ist jedenfalls ein tolles Projekt und ich bin so froh, dass ich es gestartet habe. Toll zu lesen, dass es so viele Menschen interessiert 🙂
      Bitte berichte mir unbedingt, wie es dir nach 7 Tagen ergangen ist. Mein nächster Post geht dann Sonntag online (wenn alles gut geht ;-))
      Liebe Grüße und toi, toi, toi
      Graziella

      Antwort
  • 9. Oktober 2016 um 18:07
    Permalink

    Direkt darüber nachgedacht habe ich jetzt nicht, versuche aber manchmal den Konsum zu minimieren. Aber nächsten Samstag startet mein Mann ein figurscout Programm und ich mache mal mit. Dieses Programm läuft einen Monat und soweit ich überblicken konnte wird dort nur minimal Zucker (dann auch noch da wo ich es nie machen würde verwendet). Gut verschiedene Brotsorten werden gegessen…da ist bestimmt Zucker drin. wo nicht wenn man fertig kauft. Nur Brot schaffe ich nicht noch täglich verschiedene zu backen 😂
    Ich freue mich auch auf deinen Besuch bei mir!
    xoxo & liebste Grüße 💙
    Sina

    Antwort
    • 6. November 2016 um 8:59
      Permalink

      Hallo Sina,

      schöne Seie hast du 💙 Ich hoffe, ihr konntet euer Programm erfolgreich abschließen.

      Liebe Grüße
      Graziella

      Antwort
  • 9. Oktober 2016 um 21:06
    Permalink

    Hallöchen,
    komplett auf Zucker zu verzichten wäre für mich wohl der Horror. Bei mir würde es schon reichen, wenn ich meinen Konsum erst einmal wieder senke, da ich momentan einfach wieder sehr viel sündige. Man muss nur erst einmal anfangen. 😉

    Viele Grüße
    Bloody

    Antwort

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