Barilla Pasta World Championship 2017 in Mailand & Parma

Barilla Pasta World Championship 2017 in Mailand & Parma

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Meine Lieben, heute möchte ich euch von der diesjährigen Barilla Pasta World Championship berichten, die letzte Woche in Mailand bzw. Parma stattgefunden hat. Mittlerweile zum sechsten Mal, sind hier 19 Spitzenköche aus der ganzen Welt gegeneinander angetreten, um ihre perfekte Pasta zu präsentieren.

Die erste Hürde auf ihrer Reise ins Finale, mussten die Teilnehmer bereits am ersten Tag meistern. So kochten alle 19 ihre persönliche Interpretation der Pasta der Zukunft. Nur 10 der jungen Köche hat es dann eine Runde weiter geschafft, in der eine hochspannende Aufgabe auf sie wartete: Spaghetti al Pomodoro. Die 5-köpfige Jury aus italienischen Sterneköchen erwartete hier allerdings eine moderne und innovative Ausführung des italienischen Klassikers. Nur drei der Chefs haben es anschließend ins Finale geschafft. Für Deutschland sind gleich zwei Köche angetreten, die ich euch hier gerne näher vorstellen möchte.

Mit der Startnummer 6 ist Simon Cannalonga für Deutschland angetreten. Der gebürtige Bayer hat einen italienischen Vater und arbeitet im Sternerestaurant Luce D’oro auf Schloss Elmau. Seine Leidenschaft für Pasta hat der sympathische Koch von seiner Großmutter, die er früher sehr oft in den Sommerferien in Compagnien besuchte. Natürlich musste ich Simon unbedingt für euch interviewen und so plauderten wir nach seinem Auftritt ein wenig über die Stimmung hinter den Kulissen, Lampenfieber und Pasta.

Seinen Startplatz bei der Pasta World Championship hat er einem seiner ehemaligen Küchenchefs zu verdanken. „Er hatte selbst hier vor 2 Jahren schon teilgenommen und suchte für dieses Jahr jemanden, mit dem er gemeinsam noch einmal antreten wollte“, erzählte mir Simon. „Da dachte ich mir, dass es ganz interessant für mich wäre und da ich ihn sehr gern habe, hatte ich mich einfach bei ihm dafür beworben.“ Erst später habe sich herausgestellt, dass er alleine antreten müsse. „Ich hätte mich sonst nicht beworben, weil ich gar nicht gerne im Rampenlicht stehe“. Dennoch ist Simon froh, hier sein zu dürfen: „Es bedeutet mir sehr viel und ich bin auch stolz, überhaupt ausgewählt worden zu sein. Die Konkurrenz ist enorm groß und es ist mir eine Ehre dabei zu sein“, erzählte er mir weiter.

Die Tage vor seiner Reise sei er sehr gelassen gewesen: „Die Nervosität kam erst gestern Abend, als wir alle zusammen gegessen haben“. Kurz vor Beginn hatte er sogar etwas Lampenfieber, der aber sehr schnell wieder verflogen war. Mit der Idee seines Gerichts war er sehr zufrieden, mit seinem Ergebnis leider nicht. „Meine Pasta war zu früh fertig und ich war teilweise in meinen Schritten schneller als erwartet. Daher war das Ergebnis dann nicht mehr perfekt für mich“. Auch wenn es für Simon leider nicht für die Top 10 gereicht hat – seine Pasta mit Kürbis, Tofu, Bierschaum und Kürbiskernöl-Bonbon war hervorragend und ich wünsche ihm für seine berufliche Zukunft alles erdenklich Gute.

Adrian Maximilian Augustin startete als zweiter Deutscher mit der Nummer 11 ins rennen. Der 31-jährige Berliner arbeitet seit 7 Jahren in der Fischerklause am Lütjensee, wo er sich seit ca. 2 Jahren die Stelle als Küchenchef mit einem Kollegen teilt. Im bedeutet die Pasta World Championship sehr viel: „Es eine großartige Erfahrung. Auch wenn ich nicht unter die ersten 10 gekommen bin, gewonnen hat eh jeder Teilnehmer, da wir alleine dieses Event und die Erfahren mitnehmen konnten“, erzählte mir der sympathische Vater von Zwillingen.

Ihm hat sein Chef die Teilnahme an diesem Wettbewerb ermöglicht: „Als sehr bekannter Sommelier kennt er einfach sehr viele Leute und als er bei einer Weinverkostung den Redakteur einer Gastro-Zeitschrift traf, sprachen sie über diesen Wettbewerb. Anschließend fragte er mich, ob ich Lust hätte daran teilzunehmen und ich habe zugesagt.“ Dass er eine Räucheraal Carbonara mit Löwenzahn kochen würde, war ihm schnell klar: „Ich habe mich für den Rauchaal entschieden, weil wir ihn in unsrem Haus gerne zubereiten. Da dachte ich mir, nehme ich doch etwas aus unserem Restaurant mit nach Italien. Der Löwenzahn hat tolle Bitterstoffe und passt gut mit dem rauchigen Geschmack des Aals zusammen“.

Pasta isst er sehr gerne: „Die gibt es schon ein bis zwei Mal in der Woche bei uns zu Hause. Es ist eine einfache Sache, Pasta zu kochen und es geht meistens schnell“. Selbsrverständlich benutzt er dabei nur Barilla, wie er mir beteuerte. Auch im Restaurant gibt es oft ein Pastarezept auf der Karte: „Derzeit sind es Tagliatelle mit dreierlei Tomaten und Sardellen, was auch mein Gericht für die zweite Runde gewesen wäre. Und wir bieten einen selbstgefüllten Raviolo als Suppeneinlage an“.

Zum Schluss habe ich beide noch um eine Challenge gebeten. So mussten sie mir getrennt voneinander vier Zutaten nennen, aus denen ich je zwei ausgewählt habe. Inspiriert von der Barilla Pasta World Championship, wollte ich unbedingt mein eigenes Pasta-Gericht kreieren und da ich Herausforderungen liebe, kam ich auf die Idee mit der Vorgabe der Zutaten durch Simon und Adrian. Simon nannte mir Erbsen, Pfifferlinge, Petersilie und zu meinem Erstaunen Apfel. Adrian gab mir Burrata, bunte Tomaten, Knoblauch und Rucola vor. Meine eigenen zwei Zutaten sollten Butter und Tomatenmark werden und der Hauptdarsteller waren Spaghetti. Welche Zutaten ich gewählt habe und welches Gericht dabei entstanden ist, könnt ihr auf dem Foto schon erahnen. Genaueres dazu (inklusive dem Rezept) stelle ich aber erst am Sonntag vor, also unbedingt wieder hier auf meinem Blog vorbeischauen 🙂

Beide fühlten sich bei Barilla sehr herzlich aufgenommen. Es war alles gut strukturiert und perfekt durchgeplant. Die Stimmung hinter den Kulissen sei ebenfalls sehr herzlich gewesen. Auch ich kann bestätigen, dass man spürte, mit wie viel Herzblut dieses Event geplant wurde. Die Stimmung war großartig und der Moderator John Dicki hat uns perfekt durch die Tage begleitet. Es war also nicht nur für die jungen Köche, die übrigens alle unter 35 sein müssen, eine wundervolle Erfahrung, sondern auch für alle die als Zuschauer an der Barilla Pasta World Championship teilnehmen durften. Gewonnen hatte übrigens der in den USA lebende Sizilianer Accursio Lotà, an dieser Stelle meine herzlichsten Glückwünsche. Insgesamt war es ein phantastisches Event, das eine große Hom­mage an die Pasta war.

Liebe Grüße,
eure Graziella ♥
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An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Barilla für die Einladung zu diesem tollen Event bedanken. Mein Beitrag bleibt davon allerdings unbeeinflusst und gibt meine eigene Meinung wieder.
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One thought on “Barilla Pasta World Championship 2017 in Mailand & Parma

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