Vollkorn-Cantucci (italienisches Mandelgebäck)

Vollkorn-Cantucci (italienisches Mandelgebäck)

Ihr Lieben, heute ist so ein richtiger Herbsttag und passend zu dem schmuddeligen Wetter da draußen, habe ich ein Rezept für leckerste Vollkorn-Cantucci für euch. Das italienische Mandelgebäck hat seinen Ursprung in der Provinz Prato bei Florenz und wird traditionell zum Vino Santo gereicht. Dies ist ein Dessertwein, der in den nördlichen Regionen Italiens produziert wird. Dabei werden die Trauben von der Ernte bis Weihnachten auf dem Dachboden getrocknet, bis sie rosinieren und somit richtig schön süß werden. Anschließend wird der Wein gekeltert und reift noch mindestens drei Jahre in kleinen Eiche-Fässern. Eine Leckerei, die man unbedingt mal probiert haben muss. Oft isst man Cantucci aber auch zum Caffè. Egal mit welchem Getränk man sie genießt, man solle sie unbedingt darin eintauchen, da sie die Flüssigkeit einsaugen und somit ein ganz eigenes Aroma bekommen. Und weicher werden sie auch dadurch, was bei dem harten Gebäck von Vorteil ist.

Da Cantucci ähnlich wie Zwieback doppelt gebacken werden, gehören sie zu den Dauerbackwaren. Das bedeutet, dass die Kekse lange haltbar sind. So wird zuerst eine Rolle geformt, die in den Ofen kommt und im Anschluss in Scheiben geschnitten wird. Diese Scheiben landen dann erneut im Ofen, wodurch sie einen Großteil ihrer Feuchtigkeit verlieren und „steinhart“ werden. Hierzulande nennt man sie auch oft Cantuccini, in Italien gibt es noch den Begriff Biscotti di Prato. Aber egal ob Cantuccini, Biscotti die Prato oder eben Cantucci – die Kekse sind lecker und machen definitiv süchtig. Dabei sind sie gar nicht so schwer zu machen. Ich habe das erste Mal Cantucci gebacken und es hat prima funktioniert. Auf die Idee haben mich meine Nachbarn gebracht, die uns erst vor Kurzem eine Packung geschenkt hatten. Da diese aber ruckzuck verputzt waren, mussten neue her und da habe ich sie mir eben selbst gebacken. Sind sie nicht super hübsch geworden?

Cantucci (Italienisches Mandelgebäck)

Zutaten:
500 g Vollkorn-Mehl
70 g weiche Butter
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
200 g ganze Mandel, mit Schale
1/2 Päckchen Backpulver
70 ml Milch
3 Eier
1 Bio Zitrone
1 Prise Salz

Zubereitung:
Zitrone abwaschen, trocknen und die Hälfte der Schalte abreiben. Mehl mit Backpulver, Salz, Zucker und Vanillezucker gut vermengen. Nun Eier, Butter, Zitronenschale und Milch hinzufügen und alles zu einem festen Teig verkneten. Sobald eine homogene Masse entstanden ist, die ganzen Mandeln sorgfältig unterarbeiten.

Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und jedes Stück ca. 5 cm dick ausrollen. Die Teigrollen auf ein mit Backpapier belegtes Bleck geben und ca. 25-30 Minuten bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten ruhen lassen.

Nun die Cantucci mit einem sehr scharfen Messer schräg in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese mit der Schnittfläche nach oben wieder auf das Backblech legen. Erneut bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) ca. 10-15 Minuten goldbraun backen.

 

6 thoughts on “Vollkorn-Cantucci (italienisches Mandelgebäck)

  • 27. September 2018 um 10:33
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    Ich liebe Cantucchini! Ein Espresso ohne ein Stück dieses leckeren Mandelgebäcks – undenkbar!

    Antwort
    • 27. September 2018 um 10:35
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      so sehe ich das auch, liebe Cornelia 🤗 Nur, dass es bei mir eine Tasse Tee ist.

      Hab einen schönen Tag,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 7. Oktober 2018 um 17:01
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    Hallo meine Liebe!

    Super toller Beitrag und geniales Rezept!
    Ich selbst esse die unglaublich gerne zu einer Tasse Tee, hatte aber bisher kein wirklich gutes Rezept gefunden!

    Liebe Grüße

    Antwort
    • 22. November 2018 um 10:03
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      Liebe Ramona,

      vielen Dank für dein liebes Kommentar. Ich hoffe, beim Nachbacken ist alles gut gelaufen und du konntest die Cantucci mit einem Tee genießen.

      Hab einen schönen Tag,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 20. November 2018 um 20:40
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    mmmh bislang kaufe ich sie immer nur in Mengen, weil ich sie absolut liebe! 🙂 Danke für das Rezept, das probiere ich gerne mal aus! Klingt auch gar nicht so schwer wie erwartet!

    Liebe Grüße,
    Verena

    Antwort
    • 22. November 2018 um 10:06
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      Hallo liebe Verena,

      nein, so schwer ist es auch nicht 🙂

      Viel Spaß beim Nachbacken,
      Graziella 💙

      Antwort

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