Blogger Mon(th)day: Domenico von Cooking Italy

Blogger Mon(th)day: Domenico von Cooking Italy

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Meine Lieben, etwas Trommelwirbel bitte, denn es ist endlich mal wieder ein netter Herr zu Gast beim Blogger Mon(th)day. So stelle ich euch heute meinen virtuellen Blogger-Bruder Domenico von Cooking Italy vor. Domenico und ich kennen uns erst seit ca. zwei Jahren und haben eine ganz große Gemeinsamkeit und zwar unsere italienischen Wurzeln und die Liebe zu diesem Land. Was aber total verrückt ist, wir haben uns über das Bloggen kennen gelernt und festgestellt, dass wir aus der selben Ecke in Italien kommen. Das hört sich jetzt vielleicht gar nicht so spannenden an, ist es aber, denn die kleinen Dörfer aus denen wir kommen haben eine ganz einzigartige Geschichte. So zählen die Nachbardörfer Carfizzi (Rund 700 Einwohner), aus dem meine Familie stammt, und Pallagorio (Rund 1.200 Einwohner), aus dem Domenicos Familie stammt, zu den wenigen sogenannten albanischen Dörfern Italiens.

Die Geschichte dieser Dörfer reicht bis ins Ende des 15. Jahrhunderts zurück, als viele Albaner ihre Heimat verließen, um vor den Osmanen zu flüchten. Dabei haben sie neben ihrer Tradition, Kulinarik und der Musik auch ihre Sprache mitgebracht. Ganze 50 Dörfer in Abruzzen, Basilicata, Sizilien und Kalabrien sprechen heute noch Arberesh. Ich verstehe einen großen Teil Arberesh, kann ihn aber kaum sprechen. Ob Domenico diese Sprache spricht, habe ich ihn komischerweise nie gefragt, was ich aber unbedingt mal nachholen muss. Jetzt aber zurück zu Domenicos Blog. Auf seiner Seite findet man ausschließlich Italienisches, denn „alle unsere Tipps und Empfehlungen drehen sich komplett um Italien und die italienische Küche“. Was es noch so besonders macht, erzählt er euch jetzt aber selbst:

Blogger Mon(th)day: Domenico von Cooking Italy

Lieber Domenico, bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.
„Hallo, meine Name ist Domenico Gentile und ich wohne in Mannheim. Mein Vater stammt aus Kalabrien im Süden von Italien… Das macht mich wohl zum halb Ialiener 😉 Geboren bin ich Rheinland Pfalz. Ich arbeite seit über 20 Jahren in der Gastronomie. Heute ist mein Hauptjob „Gastro Consultant“.“

Wann Cooking Italy ist online gegangen und wie waren die Anfänge?
„Cooking Italy als Blog gibt es erst seit 2015. Davor hatte ich wie bereits erwähnt diesen Online Shop. Fotografieren musste ich mir zuerst beibringen. Auch das Schreiben ist selbst heute noch nicht meine größte Stärke. Ich mag lieber den direkten Kontakt mit Menschen, zum Beispiel bei meinen Kochkursen. Zuerst schaute ich mich bei anderen Blogs um und suchte den direkten Kontakt zu Bloggern. Ich wollte schnell eine große Leserschaft aufbauen um noch mehr  Menschen die tollen Produkte aus Kalabrien anbieten zu können.“

Wie bzw. aus welcher Intention ist dein Blog entstanden?
„Die Idee zum Blog entstand aus einer völlig anderen Intention, wie das wahrscheinlich bei den meisten Bloggern ist. Meine Familie betreibt in Kalabrien schon viele Generationen Landwirtschaft. Ich suchte eine Möglichkeit, den Bauern dort zu helfen, die handwerklich hergestellten Lebensmitteln zu verkaufen. So fing ich an, mit den Produkten vor Ort typisch italienische Gerichte zu kochen und sie zusammen mit diesen Lebensmitteln zu fotografieren. Daraus entstand dann nach und nach ein kleiner Online Shop. Das die Leute dann immer mehr Augenmerk auf meine Rezepte legten, war mir Anfangs sogar etwas unangenehm.“

Was unterscheidet deinen Blog von anderen Blogs und was zeichnet ihn aus?
„Ich liebe Italien und die italienische Küche. Es war mir stets wichtig, dass sämtliche Gerichte einfach und unkompliziert nach zu kochen sind. Jedes Gericht wird Schritt für Schritt fotografiert, was es unseren Lesern extrem erleichtert die Gerichte selbst zu kochen.“

Wie würdest du die Bloggerszene beschreiben?
„Als untypischer Blogger kann ich recht wenig über die Bloggerszene sagen. Was ich immer wieder erstaunlich finde, ist die Tatsache, dass eigentlich jeder gerne
mit seinem Blog oder dem Bloggen Geld verdienen möchte, aber sich einige sehr schwer tun dem Geldverdienenden, seinen Erfolg zu gönnen. Missgunst ist eine schlechte Eigenschaft!“

Vervollständige diesen Satz: Bloggen bedeutet für mich…:
„…Der Welt zu zeigen, dass die italienische Küche weitaus mehr zu bieten hat, als schlechte Pastagerichte mit viel Sahne und dass ein einfaches Pastagericht nicht länger als 20 Minuten brauchen muss.“

Blogger Mon(th)day: Domenico von Cooking Italy
Copyright: Domenico Gentile

Die Frage nach Domenicos Lieblingsartikel ist klar: „Ich habe zwar so viele Lieblingsrezepte. Es ist aber mit Sicherheit ein Carbonara Rezept, welches immer wieder für hitzige Nachrichten und Kommentare sorgt. Auch in Italien drehen die Uhren heute anders und die Rezepte entwickeln sich weiter. Dieser Zustand gefällt mir und ich bin froh, Teil dieser Bewegung zu sein.“ Mir fällt es schwer, mich für einen Lieblingsartikel zu entscheiden, denn alle Rezepte sind unglaublich toll. Aber am meisten mag ich seine Reiseberichte und Fotos über Italien, die ich mir immer sehr gerne anschaue.

Für die Zukunft wünscht er sich, nach seinen ersten TV Aufträgen seinen Youtube Channel weiter auszubauen: „Meine Fangemeinde wächst stetig und ich arbeite mittlerweile auch an veganen italienischen Gerichten. Ein Zustand der mir gut gefällt, weil ich tatsächlich immer weniger Fleisch verarbeite. Ich gebe viele Kochkurse und arbeite momentan auch an einem Süditalien Kochbuch. Ich denke es läuft alles in den richtigen Bahnen. Instagram könnte etwas stärker sein, aber dafür braucht es wohl das richtige Netzwerk. Ich bin aber guter Dinge.“ Ich wünsche ihm jedenfalls ganz viel Erfolg, immer gute Ideen und dass er seinen Blog für uns weiter mit den leckersten Rezepten füllt!

Danke lieber Domenico und euch viel Spaß beim Stöbern und Entdecken,
eure Graziella ♥

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