Happy Food: Gebeizte Lachsforelle mit Honig-Senf-Dressing

Happy Food: Gebeizte Lachsforelle mit Honig-Senf-Dressing

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Meine Lieben, ich hoffe, es geht euch gut und ihr genießt die kurze Woche. Vielleicht habt ihr ja auch Urlaub und liegt irgendwo „faul“ in der Sonne oder genießt die freien Tage im schönen Zuhause. Wir haben beschlossen, es diese Woche etwas ruhiger anzugehen, da ich ab nächster ein paar anstrengende Tage vor mir habe. Der Herzensmensch geht viel angeln und ich mache den Garten fit für den Frühling. In meinem Kräuterbeet wächst sogar schon der erste Schnittlauch und Petersilie ist auch bereits da. Verrückt, oder? Es ging irgendwie auf einmal dann doch soooo schnell. Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass es bald eine eigene Gartenrubrik im Blog geben wird? Wir wollen mehr selbst anbauen und da dachte ich, dass es doch ganz schön wäre, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Vielleicht können wir so Tipps austauschen? Na, jedenfalls habe ich auch Dill eingepflanzt und kann es kaum erwarten, dass der endlich wächst. Dauert zwar noch ein wenig, aber ich benötige ihn ganz dringend für unser neues Lieblingsessen: Gebeizte Lachsforelle mit Honig-Senf-Dressing!

Ich sage euch, das ist mega lecker! Wir kaufen die abgewandelte Form des Graved Lachs aber nicht im Supermarkt, nein, wir fangen sie uns selbst aus dem See. Zwar nicht aus dem Edersee, aber der Affolderner See liegt direkt nebenan und bietet den Lachsforellen ein tolles Zuhause. Er sorgt durch sein kaltes, klares Wasser für einen wunderbaren Geschmack und nichts eignet sich besser für einen gebeizten Lachs, als fangfrischer Fisch. Ehrlich gesagt war es die Idee des Herzensmenschen, den Fisch zu beizen. Ein Angelfreund hatte ihm das empfohlen und da ich ihm nun wirklich keinen Wunsch abschlagen kann, habe ich mich reichlich über das Thema informiert. Graved Lachs kommt aus Skandinavien. Früher wurden die Fische nach dem Ausnehmen mit Beizstoffen eingerieben und dann für einige Tage in Erdlöchern vergraben. Der physische sowie der osmotische Druck der Beize entziehen dem Fisch das Wasser, wodurch er haltbar wird. Heutzutage wird der Fisch nicht mehr vergraben, sondern in den Kühlschrank gelegt. Lecker ist er dennoch und selbstgemacht tausend Mal besser, als seine „Kollegen“ aus dem Supermarkt.

Graved Lachs mal anders: Gebeizte Lachsforelle

Zutaten:
Für die gebeizte Lachsforelle:
1 fangfrische Lachsforelle
2 Bio Zitronen
1 EL Senfkörner
1 TL Wacholderbeeren
2 Nelken
1 Bund Dill
30 g Zucker
20 g Salz
etwas Pfeffer

Für das Dressing: 
3 EL Rapsöl
3 EL heller Balsamico
1 EL Honig
1 TL Senf
Salz & Pfeffer
evtl. etwas Dill

Zubereitung:
Für die gebeizte Lachsforelle:
Lachsforelle filetieren, dabei die Haut an dem Filet lassen. Falls ihr noch nie einen Fisch filetiert habe, findet ihr >> hier << eine kleine Anleitung dazu. Filets nun abspülen und mit einem Küchenkrepp richtig trockentupfen. Den Fisch von Fett und Gräten entfernen.

Nun die Senfkörner, den Wacholder, die Nelken, Zucker, Salz und Pfeffer eine einen Mörser geben und fein mahlen. Den Dill fein hacken. Zitronen waschen, trocknen und eine Zitrone in Scheiben schneiden, die Haut der anderen Zitrone in feine Zesten abziehen. Die Zitronenschale und den Dill zu den Gewürzen geben und unterheben.

Etwas Frischhaltefolie ausbreiten und ca. 1 EL der Gewürzmischung darauf verteilen. Darüber nun die Hälfte der Zitronenscheiben und anschließend die Lachsforelle mit der Hautseite nach unten legen. Die restliche Gewürzmischung gleichmäßig auf den Fisch verteilen und die übrigen Zitronenscheiben darüberlegen. Den Fisch mit sehr viel Klarsichtfolie umwickeln. Das Päckchen muss unbedingt gut verschlossen und luftdicht sein, daher ruhig etwas mehr Folie verwenden.

Lachs nun in eine flache Form oder auf einen Teller legen und mit einem Brett beschweren. Es ist wichtig, dass genug Druck auf dem Fisch liegt, da dieser Druck in Zusammenarbeit mit der Beize das Wasser aus dem Fleisch des Fisches herauszieht. Es ist ratsam, das Brett noch zusätzlich mit einer Konservendose, einer Packung Milch oder einem Topf zu beschweren.

Die Lachsforelle muss nun für mindestens 36 Stunden in den Kühlschrank. Dabei sollte er alle ca. 12 Stunden gedreht werden. Nach dieser Zeit kann die gebeizte Lachsforelle endlich verzehrt werden. Dazu den Fisch aus der Folie befreien und die Gewürze mit dem Rücken eines Messers abkratzen. Es kann für den Geschmack ruhig noch etwas dranbleiben, daher auf keinen Fall den Fisch abwaschen. Nun den Fisch mit einem scharfen Schinkenmesser schräg in sehr feine Scheiben schneiden.

Für das Dressing: 
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu dem Fisch servieren. Wer mag, kann noch etwas klein gehackten Dill in die Sauce geben.

Wir essen ihn gerne zum Frühstück auf ein Stück Butterbrut oder zum Abendessen mit einem Salat.

20 thoughts on “Happy Food: Gebeizte Lachsforelle mit Honig-Senf-Dressing

  • 5. April 2018 um 12:16
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    Hm, das klingt nicht nur lecker, es sieht auch köstlich aus! Fangfrische Lachsforelle bekomme ich aber in unserer Gegend leider nicht. Da bin ich ja jetzt fast ein wenig neidisch 🙂
    LG Antje

    Antwort
    • 5. April 2018 um 20:14
      Permalink

      Hallo liebe Antje,

      sehr schade aber es geht auch mit einem Stück Bio-Lachs aus der Fischabteilung deines Supermarkts.
      Probier es mal aus, es lohnt sich 🙂

      Liebe Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 5. April 2018 um 12:58
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    Oh Lachs habe ich auch schon lange nicht mehr gegessen! Und dann noch so eine Variante! Lecker!

    Werd ich demnächst mal machen!

    Alles Liebe,
    Julia

    Antwort
    • 5. April 2018 um 14:59
      Permalink

      Hallo Julia,

      dann wünsche ich dir viel Spaß beim Zubereiten und einen guten Appetit.

      Liebe Grüße,
      Graziella

      Antwort
  • 5. April 2018 um 13:07
    Permalink

    Liebe Graziella

    Ein köstliches Rezept, das ich gerne bei Gelegenheit ‚mal ausprobieren werde. Ich wohne zwar am See, nur den Fisch selbst zu fangen, ist verboten und einen Angelschein zu bekommen, ist mir zu umständlich. Im Juni hüte ich drei Wochen ein Haus mit Katzen und dort im Umland gibt es einen Forellenzüchter. Dann kann ich Dein Rezept umsetzen, nur den Zucker werde ich weglassen und ein kleines bisschen Honig der Beize zufügen, weil mir das Süssliche bei den Skandinavischen Fischenrezepten seit jeher nicht zusagt.

    Besten Dank für Deine Rezept-Anregung. Auf Deine angekündigten, grünen Tipps freue ich mich. Ich habe mein Balkonkistchen mit Küchenkräutern bereits angesetzt, seit Ostern ist es im Freien. Rosmarin und Salbei habe ich als Jungplänzchen besorgt, fast alle anderen als Saatscheiben zum Keimen gebracht, darunter die Kräuter, die wir hauptsächlich für Gerichte unserer Breitengrade verwenden und natürlich auch einige Kräuter der mediterranen Küche. Einige lugen bereits mit ganz zarten Trieben aus der Erde, andere lassen sich mit dem Keimen etwas mehr Zeit.

    Herzliche Grüsse vom sonnigen Bodensee
    Mark

    Antwort
    • 5. April 2018 um 20:09
      Permalink

      Hallo lieber Mark,

      vielen Dank für dein liebes Kommentar. Habe mich sehr gefreut, mal wieder etwas von dir zu lesen 🙂

      Das ist schade, dass du am Bodensee wohnst und dort nicht angeln kannst aber es ist in der tat so, dass man hier in Deutschland einen Angelschein benötigt (den wir natürlich haben 🤗). Aber aus der Forellenzucht schmeckt er auch wunderbar und da bekommst du ihn ja quasi auch fangfrisch.

      Berichte mir gerne mal, wie es dir geschmeckt hat und vor allem auch, wie es mit dem Honig geklappt hat, dann werde ich das auch mal ausprobieren.

      Das mit den Kräutern ist ja spannend, da bleiben wir auf jedenfalls im Kontakt.

      Liebe Grüße vom Edersee,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 5. April 2018 um 14:15
    Permalink

    Sehr lecker! Wobei ich leider in Ermangelung des entsprechenden Sees die Kollegen aus dem Supermarkt befreien muss 🙂

    Antwort
    • 5. April 2018 um 20:12
      Permalink

      Hallo liebe Conchita,

      ich musste so lachen, danke für dein Kommentar!
      Die Kollegen aus dem Supermarkt schmecken ja auch, aber fangfrisch ist er halt immer am Besten 😉

      Liebste Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 5. April 2018 um 18:06
    Permalink

    Boah das hört sich nicht nur mega lecker an, sondern schaut auch noch so aus.
    Egal ob Lachsforelle oder Lachs. Ich liebe gebeizten Fisch.
    Eigentlich mag ich jeden Fisch *grins*

    Danke für das tolle Rezept

    LG Sabana

    Antwort
    • 5. April 2018 um 19:02
      Permalink

      Hallo liebe Sabana,

      geht mir genauso, wobei es mit der Lachsforelle noch mal viel besser war, als mit „echtem Lachs“.

      Liebe Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 6. April 2018 um 9:52
    Permalink

    Bei uns im Rheingau gibt es ja die köstlichen Wisperforellen. Mit so einer werde ich das Selberbeizen mal ausprobieren. Danke für den Tipp, meine Liebe!

    Antwort
    • 7. April 2018 um 15:04
      Permalink

      Hallo liebe Julia,

      das hört sich sehr gut an! Bin gespannt auf deinen Bericht, wie es euch geschmeckt hat.

      Ganz liebe Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 6. April 2018 um 13:00
    Permalink

    Ich liebe Fisch und das Rezept ist echt klasse. Auch das Rezept für den Dressing, einfach mega 🙂

    Antwort
  • 6. April 2018 um 13:12
    Permalink

    ich esse zwar nur sehr selten Fisch, aber wenn dann muss es auch sowas besonderes sein und am liebsten Lachs! diese Marinade mit dem Honig-Senf klingt total lecker und schaut auch so schön aus 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina

    Antwort
    • 7. April 2018 um 15:07
      Permalink

      Hallo Tina,

      lieben dank für dein Kommentar.
      Das Dressing ist auch mega lecker und kann man übrigens auch gut zum Salat servieren.

      Liebe Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort
  • 6. April 2018 um 23:02
    Permalink

    Ich bin kein großer Fischfan, aber wenn dann esse ich immer Lachs 😀 Deine Lachsforelle sieht richtig lecker aus. Vielen Dank für das tolle Rezept!

    Antwort
  • 7. April 2018 um 13:43
    Permalink

    Auch wenn ich ja nun eigentlich kein Fan von Fischgerichten bin, sehen diese einfach immer super ansprechend aus! Jedenfalls auch super beschrieben von der Zubereitung!

    LG
    Stefanie

    Antwort
    • 7. April 2018 um 15:09
      Permalink

      Hallo Stefanie,

      lieben Dank für dein Kommentar.
      Schade, dass du nicht so der Fisch-Fan bist, denn dieser hier war wirklich sehr, sehr lecker.

      Liebste Grüße,
      Graziella 💙

      Antwort

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